Energie aus dem Zerfall
Texte von Mira deJaanoor aus der kompilation »Energie aus dem Zerfall«. Gelesen wurden die texte erstmalig im rahmen der ersten White Darkness.
Wortgewirr
Pling – dem Frau
Klingt wie – Brr
Des hohlem Auto – tüt
Wo, war der Tag beginnt
Verrinnt – Langsam kauft Haus
pling
zerinn
Ohne Sinn
anapher, Metapher
Transzendenz
vergäng
ohne Regeln
ohne Gesetz
Mit Herz
Ups – Stop!
Klops – Bohnengemüse
aus der Kombüse!
Der Sinn fängt an,
als die Menschen beginnen mehr zu sehen!
Der Narziß im Spiegel
Worte geschrieben
Reden gehalten
Leute gehört
Gedanken ausgemalt
Der introvertierte Narziß
Bezieht alles auf sich!
Jedoch im seinen eigenen Reihen
Bis zur vordersten Front
Seine Stellung errungen
Bezieht er jede Magd für sich!
Quatscht mit dem Mädel aus Licht!
Hat er nie die wahre Liebe gefunden,
sieht er sich immer in seinen Kreisen im Mittelpunkt
allein
und jedoch war er stets mit allen verbunden
das erhabende Gesicht?
So schreit jede Seele
Vergiss mei’ nicht mein psychopatischer Narziß!
Ist alles auf der Welt
Dein Verschwommenes
Licht!
Bemerkung am Schluß:
Keine Diskussion, weil der liebe Gott dem Narziß gerade das Essen bringen muss!
Trilogie des Schlachtfeldes
geliebter Feind
Einst, wie heute immer noch,
Stehen zwei Fürsten – eng verbunden
Sich gegenüber
Und lernten das Fürchten
Scheint es wohl, mit Heerscharen im Rücken
Die ewige Schlacht zu verbüßen
Immer wieder in tiefer Verbundenheit
Kämpft man so um allerleih
Hats der eine nie gefunden
Der andere nie überwunden,
Brauchst nur einen sinnlosen Tratsch
Oder einen Tritt in den Arsch!
Auge um Auge gegenübersteh’
Was so ein Krieger gerne übersieht.
Das der Edele sich so gerne mal gefragt,
Was die andere so macht.
Im Felde ein Sturm entbrannt
Beide Pateien aufeinander gerannt
Braucht es manchmal einen stillen Moment
Bevor der Kampfe anfängt.
Schein es doch
Bei aller Macht
Das Schicksal
Hats vollbracht
Nur auch wenn beide ihren Frieden
Zusammensehen
Selbst in privaten die ewigen Streitereien entstehen
So ewiglich zum Kampfe bereit
Steht man im Duell – geliebter Feind!
Die Vergangenheit
Im Hier standen wir
Im Fegefeuer der alten Schlachten
Geben und Nehmen
Im Allseitsbetrachteten
Projektionen verraffen
Gaffen wie zwei Esel
Schlägt der Kriegsherr
Den Beginn
Von Wortgefecht
Auszuführen.
Still dreht sich der Weise um
Lässt den Kreigsherren dumm!
Warten auf Angriff – überfahre-
Vergebens!
Der Weise vergibt im Stillen
Verweigert jegliche Aggression
Spricht im ruhigen Ton
Sein Erfolg – ein geistlicher Triumph!
Denn der Friede im Herzen
Hilft ihm durch jeden bornierten Sumpf!
Im Augenblick
Im Dunkel kommen die Relevanten
Zu den Dilettanten
Blicke sich an
Zum Kampf bereit
Im Hellen auch dem Schatten
Schlagen sich wie Ratten
Im übertragenden Reiz
Vereist
Im Dämmerungsmorgenrot
Findet der Frust seine Ruh’
Beide Seiten waren bekannt
Und werden mit dem Namen genannt
Provokation verleitet zur Projektion
Rotation
Absorption
Kalkulation
Mit dem Spiel der Gefühlen
Spiele ich nicht mit
Abseits vom Schlachtfeld
Gehe ich meinen eigenen Weg!
Das Duett der Schuld
Die Schuld der Sühne
Im Augenblick – zwei Pupillen
Zwei Linsen stehen sich gegenüber
Die anderen schauen weiter.
War es die Wahrheit?
Worte gehen in die Nervenbahnen
Synapsen, Membranen, Befehle
Mundwinkelzucken
Erkenntnis
Gehen – Stehen
Sehen – Leben
Tick – Tack
Tack
Im Herzen hofft er,
Dass sie ihn nicht entdecken.
Wandelt seine Aussicht davon
Es würde ausgesprochen werden.
-Moral –
als letzten Anker der Gefühle
Stunden, immer wieder
Solange keiner weiß
Es nur allein –
Sein quälendes Gefühl
Die Liebe – Der Hass
Der Augenblick
Oh’ seltenes Glück
Auf solchen elendlichen Bahnen.
Immer wehrender Schmerz
Steigende Hoffnung
Nur das langsame schreiten
DER ZEIT
Vereist?
Vergrämt?
Angst vor Zukunft :
Gefühle vernichten?
Der Flucht des Leiters
Die zwischen menschliche Seite
Ist die Hoffnung das ALLES
NUR
Ein einmaliges Erlebnis!
Nie darf – oder DOCH?
Moral im Zwiespalt!
Der letzte Anker fällt.
Vergeht auch dieses Gefühl?
Schuld
I.
Ein Wesen liegt verlassen
Im Bett
Einsam voller Schmerz.
Seine Besucher nach
Die Menschen gingen
Er verlangte mit starren Augen
Und grauer Haut
Schmalem Gesicht noch
Nach Wasser!
Die Gäste saßen zuvor
Um einen Tisch
Auf Grabsteinstühle,
Ihr Tod war beschlossen
Statt zu begreifen
Und sich vorzubereiten
Munkeln sie, doch der Kranke hört es,
Über seine Schuld
Er hätte dies den Gästen angetan
Er will greifen nachdem
Wasser, er will verstanden werden
Ich fühle sein Leid
Die Schmarr, dass die Last auf seinen Schultern zerbrach
Ich schaue durch seine Augen
Ich zerbrennen durch seinen Schmerz
Dieses kranke Wesen war ich!
Die Schuld verwandelt mich in einen Krüppel
Frauen haben keine Rechte
Kinder braucht man nicht zu hören
So lag ich da.
Ich verlangte nach Liebe
Verseuchte Wut -
Musste sie verleugnen!
Ich ersteige aus dem Bild!
Oh’ Schuld
Zehrst an Seelen der Verbannten
Begibst dich
Und Trennst
- schmerzhaft
das nie zusammengehört
Als ewige Last
Führst du
Alles verbundene zueinander
Du machst nie Rast
Du vergehst und dann
Im Lieben Moment
Vergibst der Mensch dir
Deine Last und du prallst
Vorbei in stiller Macht!
Die WUT
Brennend – Ziel gerichtet?
Für den Moment
Das wachsende Gespenst!
Zelebrierend – Situation beschränkt
Kämpft sie
Um Präsents
Ohne wirklichen Verdacht
Einfach so – fährt der Tod
Erzittern – vor dem Objekt
Braucht es einen freundlichen Moment
Bis die Liebe
Das Herz
Überrennt!
LIEBE
Wenn
Ein Augenblick
Am Tag
Wenn
Zwei Augen sich treffen
In der Nacht
Wenn
Drei Minuten
Ungestörter Nähe
Wenn
Alles dies zusammenkommt
Im Herzen geöffnet.
Umbria
Vier Gläser
Voller Süße
Des Moments
Acht Augen
Voller Liebe
Zueinander
Sechzehn Stunden
Geborgenheit
Im Geiste
Im Freundeskreis
Zusammen
Ein Wochenende
Der Begegnung.
Bücher
Aufgeklapptes informatives Wissen
Zur einseitigen Suche
Im Geiste rekonstruiert
Kann man nicht umgehen
Informationsfluss auf höchstem Niveau
Lehrt den Unwissenden
Und wenn am Anfang
Bilder gemalt auf kurzen Seiten
Zum erlernen des Sehens
So entsteht zum Schluss
Ein seitenlanger Monolog
– aus Buchstaben -
Über ein verziertes Möbelstück
Geister, Seelen und Körperteile,
Mögen sich streiten,
Denn ohne –
Fehlt was in der Menschenwelt!
Ode an P.C.
Aufwendiges installieren
Tastenabhängier Informationsverwalter
Rauchender Psychopath
Ruft auf zum Boykott!
Verkabelte Nervenkontrolle
Visualisierte Scheinbilder
Vorgetäuschte Gefühle
Verseuchte Leitungen!
Personifizierte Gesprächsverwalter
Isolations- Genosse
Schizophrener Fluchtgehilfe
Interaktiver Beziehungsbankrott!
Musikalischer Kabelkasten
Elektronischer Therapeut
Verhaltensgestörter Bit-Master
Programmierter Freund
Seelenlos? Seelenverwandt?
Suchtpotential mit Hilfe aus eigener Hand?
Egoshooter in einsamen Stunden?
Mit anderen verbunden?
-Diplomat!
Trilogie
Antwort
Still
Rülpsen
Zwinkern
Umdrehen
Schweigen
Lächeln
Grunzen
Kämpfend
Knacksen
Stille
Atmen
Zucken
Schlucken
Schmatzen
Stirnrunzeln
Stupsen
Abbruch
Dankbarkeit
Im Augen sehen
Des Jungen glauben
Dem Frau zeigen
Im anderen reiht!
Dankbarkeit
Geht über – hinaus
Ohne Schmaus
Den Maus
Demut im Kopf
- Gesenkt
Nase des Topfes
Torheit
Verweht
Gemeinsam Freundschaft schließt!
Dankbarkeit II
Danke!
bleibt
Gedanke
bleibt
Danke
beim
Gedanke
bleibt
Danke
beim
Gedanken
ein einfaches
Danke!
Abschied
Zwei Spatzen zwatschen,
Sitzend auf dem Aste.
Der im Zeitenverlauf,
Bis jenen Tagen,
Die beiden gefiederten Freunde
Sich wieder zufällig auf dem Aste trafen.
Da kam ein Kreuzchen,
Gejagt von einem Mäuschen,
Pickte von dem einem Spatz,
das Herz heraus.
Was für ein Graus!
Dieser geschändet in seinem Mut,
Er in den Wald zurückzog,
Und von dannen flog.
Der andere Spatz saß immer noch auf diesen Ast.
Andere Spatzen kamen und nahmen dort Platz.
Das kleine Spätzchen im Walde aber schrie.
Denn wenn immer es sein könnte,
Pickte das Herz Oh weh!
Das nur aus Glassscherben bestehende Herz,
War ein grausamer Schmerz!
Und die Moral von der Geschicht’:
Wohl dem, der nie gelernt hat sein Herz zuöffnen!
Abschied II
Aus dem dunkeln der Nacht,
Erwacht
Ein einsamer Spatz!
Der nie gedacht!
Das andere ihn entfacht,
Die große Macht
Des stillen Untertanen,
Nie vergessen,
Welche tat auch immer ihn
Immer brachte,
Zu dem Seelenheil!
Denn lange erwartet,
Er vergaß, was er war
Und fand bei dunklem Schein,
Die Sonne, die immer für ihn
Des wieder Willen sei!
Wenn er sich immer befreit!
Durch lange Wandlungen
Er ging und sich im Wald verfing!
Doch durch die Strüppe dieser Tage,
Vergangen wie Jahre,
Er erwacht im Augenschein, des lichten Schatten,
Wandelte er immer im klaren Verstand!
Oh weh welche Zeit in Asche sein Herz verbrachte,
Er nie wüsste, was er jemals war,
Doch ein silberner Stern im Licht gebar,
Er nie die Worte des Schattens vergessen ward!
Eine Rose ihm immer zu Seite stand,
Die verlassen am Wegesrand,
Langsam nur ihre Lieder sang!
Und wenn der Schatten alles sich verbarg,
In der Ferne die Rose immer zu ihm sprach,
Zerflicktes Herz im Sinne entstand,
Doch wieder erwacht ein Engel der Nacht,
Der immer die falschen Träume entsandt.
Hat er doch zum guten Schluss,
Wieder sein verzweifelter Genickschuss,
Des Täter all’ verbarg sich immer
In die Weiten verschabt!
Als Königen der Sehenden erwachte der Spatz,
Und die Welt machte ihr Platz!
Hat den Morgen doch nie vergessen,
Das der Singende Spatz,
hat immer Platz!
Fotoapparat der Nacht
Nun sitze ich hier. Nun schweige ich. Immer fließende
Flüsse. Immer fließende Winde. Der Mond geht auf. Der Wald
rauscht, während das verwandelte Auge einen immer
wiederkehrenden Schmerz erzählt. In der endlosen
Zeitschlaufe beginnt der Blockbuster mit dem 3. Teil der
Erzählung.
Der Tribun beobachtet die Reise der Stille.
Weißes Handtuch – nasses Haar. Augen trafen sich, ohne dass
er wusste. Ohne das sie wusste, dass er sie da traf.
Entlang des staubigen Weges von der Wasserquelle ging la
fame de fleur im Augenschein des Lichts. Überall schwarz.
Überall weiß. Die Morgensonne entweicht aus dem Lager der
Geplagten.
Altes Gesicht – immer wieder sah sie dieses Gesicht. Braune
Augen mit Gardine. Laute Schläge schlagen durch das Haus
der Untoten. Haus ohne Grund – ohne Lebensaufgabe. In der
Mitte der suchenden Geister stand das schöne Dämmerungswesen
da – vor dem Zar mit seinem enthauptenden Volke,
vom Meister des Bösen inspiriert und desertiert. Kein
Verzug der Lippen – keine Reaktion nur ein Hauch von dem
Wissen, dass alles endet. Ein Lächeln stirbt.
Blaues Kleid – Schrille Farben – Keine Luft. Im dunklen des
Erdboden. Lebenssaft wird entnommen. Im dunklen Kreis
schimmerndes Mädchen lässt ihn brennen. Augen ewiger Nacht
machen seinen Hass zu Nichte. Blicke gingen in der Menge
verloren. Verzaubert lässt der Meister sich herab. Spielt
ihren Leibwächter des Herzen. Doch sie lässt ihn in der
Ferne. Stille – das Kind im Brunnen hört auf zu schreien.
Eine Hand voll grüner Flieder entwickelt wieder Flügel.
Hebt die Seele in den Garten der Nacht, seit dem sie ihn verriet.
Pax mortis est.
Umbra Luminies – Ein Hauch von Schweigen. Der erste Moment,
der wieder im synaptischen Spiel die Gedanken sucht. Er
gibt der Lady of blood die Hand. Sucht er den Himmel fand
sie ihn im Erdboden. Tanzende Gefieder.
Flaschengeist – mit Duft der Gnome : Freunde – grüne
Sehnsucht. Lachende Gesichter verwandeln Irlands Tränen im
Spiegel zu einer neuen stillen Sprache. Lächelnd nimmt
die Dirne die Hiobsbotschaft entgegen und verschließt die
schuldhafte Büxe. Still standen sich die scheuen Rehe
gegenüber. Im Wandel des Gestern verweht, wo noch die
giftige Ziege den Fluch über die Liebenden dem Narren
überbrachte, der das rohe Herz mitten auf der Strasse aß.
Fatum – die Götter haben gesprochen. Das Tageslicht kommt
über die Bäume. Das letzte Bild entsteht, ohne dass ich
mich wehren kann.
Immer erscheint der singende Vogel.
Wieder ein Moment der kämpfenden Seelen im dunkeln Gemäuer-
Musik spielt – doch es wandelt sich ein Moment in den
anderen. Ob Meister oder Zar. Verwirrt das Mädchen mit dem
langen Haar. Gebrochene Zeit. Ohne Raum. Nur Gefühle, die
sich immer wieder zu verändern drohen. Als sie im Mitten
der gefiederten Geiseln tanzt und sich die Blicke trafen.
Der Meister machte seinen Anspruch klar. Der Zar weichte.
Die Minuten. Die Stunden. Alles vergeht. Nur ein Tropfen
der Seele hört die Antwort. Der Meister siegt. Der Chor singt:
Omnia vincit amor
(Die Liebe besiegt alles)
Da stand ich da. Hab es gesehen. Nur wann? Nur wen? Nur
wer? Mitten im Ende geht das Herz nach Hause. Lässt mich
mit den Bildern stehen – Ich hab es nur gesehen.
†††
(Umbra Luminies – Schatten des Lichts)
(Pax mortis est – der Frieden ist des Todes)
(la fame de fleur – hier: die blühende Frau)
(Fatum – Schicksal)
In ewiger Traurigkeit
Im Schatten der Nacht,
Ein Wesen erwacht.
Lautlos ohne Schein,
Hört man ein Kind schrein’.
Flehend die Mutter-
Dem Tod, wie Pest umwarb.
Die Stille, des ewigen Seins,
Vertieft in meiner Seele sein.
Hab’ in der Hand,
Dein Herz, wie leicht es zerbrach,
Denkt der weite Nebel gebar’,
Und langsam sich vernahm.
Traurig verlassen im Sei,
Still ich vertieft –tauch ich ins Wasser ein.
Unfähig dein Herz zuhalten.
Und vereist meines zu behalten!
Der letzte Atemzug verbarg,
Die Gedanken der letzten Nacht.
So werd ich wandern auf Erden-
Ohne dein zu werden.
Stille lag jetzt – der letzte Atemzug,
Schweigend versink für immer meine Glut!
Hat mich die Liebe nun nie wieder,
Und schließe für immer meine Augenlieder.
Im tanzenden Regen
Singen zwei Spatzen
Mit all ihren Macken,
Das der Sonne holden schein‘
Morgen bald willkommen sei.
Kuscheln sich zwei Hamster,
Unter der Jacke eines Gangster,
Hoffen im milden lichten Schein
Das der Sommer wieder sei.
Tanzen zwei Elefanten
Wie die königlichen Giganten,
Singen mit frohen Trötenschrein
Das die Sonne soll erschein.
Lachen zwei liebe Elstern
Über ihre Eltern
Die sie nie verstanden haben,
Und nun liegen diese im nassen Graben.
Ringen zwei Wühlmäuse,
Mit ihren Händen
Wegen dem einen Kontrahenten,
Doch als der Kampf war vor bei-
Da saßen sie da allein.
Am Ende sitzen wir beide da,
Schauen den Tumult der Welten zu
Und unser Herz ist immer frohen Mut.
Wenn eines Tages
Die Elefanten anfangen zu tanzen
Und die Mäuse anfangen zu ringen
Dann werden wir in die Lüfte springen
Und die Wolken vor der Sonne
In die Vergessenheit bringen
Wenn eines Tages
Wir kuschen bei jeglichen Gefahren
Wie die Hamster der Gandarmen
Bleibt unser Herz immer Wach
Und setz auch den fiesesten Gangster
Schachmatt
Schlaf mein Kind der Nacht
Schlaf mein Kind so schlafe ein,
Der Schatten soll deine Erleuchtung sein,
Als nacktes Wesen gibst du dich hin
Bis das Licht im Tunnel beginnt.
Schließ die Augen fein
Des Götterboten sollst du sein,
Langsam Atmen ohne Takt
Des Rhythmus feurige Macht
Leg die Arme, seitwärts nieder
Und gib keinen Dank wieder
halte durch mich alles still
und morgen wenn der Tag es will—-
Las los der letzte Augenschein
Bist du weinst
Sie letzte Träne des Rhythmus fein
Da wird der Kreislauf zum Stein
Schließ die Augen lasse los
Schlafe ein und gehe los
Leg alles ab was dich belastet
schlafe ruhig in meinem Arm
Unschuldige Seele noch nicht alt
liegt in den Wehen der Leere
Augen bleiben starr – das Wasser tränkt deine Lippen
Der letzte Atemzug ging durch dein Herz
Was ist ekel?
Ungespülte kaffeetassen
Ohrenschmalz auf der zunge zergehen lassen,
Unrasierte kotletten
Auf benutzen toiletten?
Getragene unterhosen
Schimmel in dosen,
Lang behaarte säcke
Nach fisch riechenden muschis?
Urinierte stellen,
Unabgewaschende gläser,
Ein oraler schwanzbläser,
Stinkende socken?
Schwarze ränder unter den nägeln,
Nasenpopeln im straßenverkehr,
Menstrationsblut in frischen hotelbetten,
Genitalherpis noch dem schlechten sex?
Eitervollgepackte halbausgequetschte pickel,
Vergilbte zähne und finger
Zu lang getragene klamotten,
Erbrochenes am straßenrand?
Sexueller verkehr im güllehaufen,
Alkoholdunst von einem unrasierten mann
Ewiger schmutz in der straßenbahn
Verweste oma am straßenrand.
Blutverschmierte toilettenwand?
Lang nicht mehr gelüftete räume
Maden in butter,
Würmer in träumen
Insekten krabbeln um einem herum?
Huren warten am strich
Penner urinierend im Park
Besoffene mädels in Armen von Fremden
Behaarte brüste offen getragene unterhemden
Döner und subway riechende dicke Menschen
Ungereinigte fußboden
Sinnenweben an den fensterinnenseiten
Krabbelndes viehzeug auf der haut?
Unselbständige hinterherlaufende
Zwei küssende behaarte knie- und mundpartien
Finger in den after drehen
Fickende hund auf der Kindergartenwiese?
Urintrinkende selbstheiler
Gequälte tier mit dünnen leibern,
Mutierte form am rücken von affenarmen,
Vollbehaarte barttragende Weiber?
Männer in frauenunterhosen,
Genfood in dosen,
Embryonen im glas
Übelriechendes gas?
Das alles soll ekel sein?
Fängt der ekel schon bei
- Mikroben und Bakterien an? -
So gibt’s dann zu den vielen Phobien,
auch noch
oh mein Gott
der wahn man könnte
ja
SELBER
Zum
EKEL
werden […]
Und die menschen könnten einem ausweichen,
Der „ANGST“ mal „ins auge gefasst“
’ne Frage
„Wann macht ekel mal spass?“
In ewiger Traurigkeit
Im Schatten der Nacht,
Ein Wesen erwacht.
Lautlos ohne Schein,
Hört man ein Kind schrein’.
Flehend die Mutter-
Dem Tod, wie Pest umwarb.
Die Stille, des ewigen Seins,
Vergrabt sich in meiner Seele ein.
Hab’ in der Hand,
Dein Herz, wie leicht es zerbrach,
Denkt der weite Nebel gebar’,
Und langsam sich vernahm.
Traurig verlassen im See,
Still ich vertieft –tauchte ich ins Wasser ein.
Sollte meiner Seele entfliehn.
Unfähig dein Herz zuhalten.
Und zu vereist – meines zu behalten!
Der letzte Atemzug verbarg,
Die Gedanken der letzten Nacht.
So werd ich wandern auf Erdengrund -
Ohne dein zu werden.
Stille lag jetzt – der letzte Atemzug,
Schweigend versink für immer meine Glut!
Hat mich die Liebe nun nie wieder,
Und schließe für immer meine Augenlieder.
Naturgewalten
Flüsse schwollen ohne Schein,
Wanderte der Magier mit Stein.
Dem Berg hinauf zur Opfertat,
Hat in der Hand ein Kind gehabt.
Nebel ziehen über die Felder.
Langsam schwoll diese wieder.
Er lag das Kind auf dem grauen Stein –
Bis Morgenfrüh soll es getan sein.
Bäume singen ihre Lieder,
Schweigenden umfasst er die Glieder.
Die Augen vom kleinen Wesen aufgerissen,
Von einer Magd aus den Armen gerissen.
Nachtigal schweigt in dieser frühen Stund’.
Lärche hat den Morgenduft noch nicht vernommen.
Holte er das Opferbeil und stieß –
Ein ewigen Laut ganz vernommen,
Entschwand der Kinderseelengrund.
Augen aufgerissen groß!
Ein Bluthagel ergoss!
Im stillen Rauschen der Wälder fein,
Soll heute die Dämmerungszeit sein!
Nachtschattengewächse
Licht wandelt sich in ihren Haaren.
Augen rollen!
Gedanken verbargen!
Bis sie tanzt im hellen Schein.
Singend er sie umwarb.
Der letzte Blick sie nie vergaß!
Sitzt in der Wiege des Seelenmaids
Wollte nur bei ihr sein.
Wandern die Blicke vom Berg herab.
Sie suchte-
Er ging ab!
Stille!
Das Paradoxem der Kiste
Nr. 27 bis 36 – Keine Chance alle vergeben
Im Wechsel der Suche entwickelt Mann –
- oder auch Frau
ein „Tod“ sicheres System.
Im Verlauf der Suche kommt doch,
- So sagen schlaue Leute
Die Erleuchtung!
Oder doch nur der Wahnsinn der Kartons?
Im Hoffen – das besagte Glas,
Oder der zweite Schuh,
Oder der blaue Stift,
Oder das geliebte Buch,
- zu finden,
Scheint wohl eher nur zu Mißlingen.
Die Tage, die wie Stunden,
Die Monate, wie Sekunden,
Das Jahr vergeht wie Nichts,
Und entweder schon wieder,
So erhofft der Gedanke, oder immer noch,
Lebt man immer weiter in der Kistenburg.
Schnell wollte Hänschen sein,
Ganz gemütlich der Erschöpfte,
Und verzweifelt die Suchende
- (vergebens) ?
Im Kampfe des Neuen,
Im verruchten Alten,
Was immer noch vom schönen Tagen,
Die Erinnerung grämt,
- Das Paradoxum der Gestaltung!
Und so entsteht
- wieder was anderes,
Der durchgeknuddelte vergilbte Teddybär
Bringt im „neuen“ Ikearegal
Das alte Flair.
Hat man nun für alles einen Platz gefunden,
Sich so manchen Rauswurf erzwungen,
Gibt die Hoffnung zum dritten Mal einen Tritt,
Das diese die Meinung prägt,
Das man nie wieder einen Umzug begeht.
So lebt man im Traume fort
Bis man wieder wechselt den Ort!