Das Wiedersehen

Die Häuser waren zershlagen, fast verschmolzen. Nichts was jemals an eine blühende Stadt erinnerte stand noch. Elane ging die Straße entlang Tränen liefen über ihr Gesicht. Das Haus, wo ihre Wohnung war, bröckelte als Steinhaufen nur vor sich hin. Die Sonne schien unabdingbar auf ihren kahlen Kopf.

- soll helfen die Läuse fern zu halten. Einige Menschen liefen verwirrt durch die Straßen. Der letzte Bombenangriff hat die Innenstadt völlig zerstört. Elane hielt ein Foto in der Hand. Ein Fotot von einem Abend vor dem Krieg. Ein Jahr ist vergangen. Ein Jahr. Auf den Foto war sie mit ihren Freuden, ihre damaligen Freunde. Nun ist niemand mehr da und sie war alleine. Elane bog in die Rosennacherstraße ein. Dort war ein Lokal was sie vor langer Zeit gerne besuchte. Ein einfacher Schuppen. Sie stand vor der Tür, das Gebäude war fast unbeschädigt, und erinnerte sich an die alten Zeiten.

Elane tritt ein und sah lauter fremde Leute. Selbst die Bedienung kannte sie nicht mehr. „Morgen“, grüßte sie ein Herr. „Herzlich Willkommen im Snarp“ Sie lächelte, nickte freundlich und setzte sich an die Bar. „Ich lade dich auf einen Kaffee ein, den wirst du brauchen“ Elane schaute hoch und erkannte zwei grüne Augen die ihr bekannt vorkamen. „Peter?“, sagte sie. Der Mann lächelte: „Ja, Elane ich lebe noch.“Wie ein Blitz kam ihr die Erinnerung. Der Krieg begann schon voher. Alle hatten es gespürt. Sie selber war unaustehlich geworden, ist fast durch gedreht vor Angst. Die Fernseher berichten jede Stunde von neunen Bedrohungen und Anschläge, von Streiterein zwischen den Oberhäuptern, von Intrigen und anderen Bedrohungen. Peter hatte ihre Angst mit bekommen. Leider. Aber nur solange bis Elane Hannover verlassen hatte. 6 Monate war sie zur See geflüchtet. Sie hatte es gespürt. Amerika drehtedurch und griff Europa an. Und jetzt war es Winter. Jannuar. Deutschland war in Schutt und Asche. Eine Träne lief Elane über die Wange. Peter sah es „Kleines, ist nicht so schlimm, der Krieg ist nun vorbei und wir haben verloren. Ein scheußliches Jahr. Ich bin froh das du noch lebst.Viele sind weg, einige gestorben, andere sind geflüchtet. Aber du bleibst, verstanden!“

Die junge Frau sah ihn an. Er lächelte. Langsam kam sie wieder in der Realität. Sie saß ihm gegenüber und fragte ihn:“ Wie soll es weiter gehen? Ich habe nix mehr und diese Stadt war meine Heimat. Kannst du mir verzeihen?“ Peter lächelte und schenkte ihr noch einen Kaffee ein, drehte sich um und bediente noch einen anderen Gast. Dann ging er auf sie zu:“Kleines, du mußt einfach beweisen das du klar kommst. Aber du hast wirklich viel verloren. Ich auch. Niemand hat das verdient. Die Nächte sind anders geworden. Alle die je mal zueinander hielten sind fort. Aber du bist wieder hier. Das ist ein Anfang und du bleibst verstanden!“ Elane lächelte sie mochte ihn sehr, besonders wenn er seinen Ton so streng ihr gegenüber behauptet. Besonders wenn er danach lächelte. Seine Wiededersprüchlichkeit mochte sie schon damals. Er wollte nie mehr als das sie lächelte und das sie merkte das man vergeben kann. „Du musst lernen dir selber zu vergeben,“ grinste er sie an. Sie nickte. Niemand konnte was für diesen Krieg und so saßen die beiden Bekannten die ganze Nacht lang da und erzählten sich viel. Berichte aus der vergangene Zeit. Aus einer Zeit wo alles leichter war. Wo das Leben noch vom Moment bestimmt war. Beide lachten.

„Ob das der letzte Angriff war?“, fragte Elane den alten Freund. Peter schaute sie an zuckte mit der Schulter :“ Und wenn jetzt weiß ich das du lebst. Kleines mach so was einfach nie wieder verstanden!“ Elane lachte und schaute ihn an. Und der Alarm ging los

Einen Kommentar schreiben