Der Mensch als Spiegel der Gesellschaft

Zweite Version, 20. April 2008.
Da sich hier nicht jeder Gedanke auf dem ersten Blick erschließt, ein paar Worte zur Deutung.
Die „Menschen“ in diesem Werk sind zu einfach gestalteten Strichmännchen reduziert, die auf ihrer ganzen Fläche die Umgebung widerspiegeln. Ihr geringfügig unterschiedliches Aussehen hängt nicht von ihren unterschiedlichen Eigenschaften ab, sondern von den anderen Reflexionen aus dem Umfeld. Die Lichtquellen sind willkürlich verteilt, wer in seiner Stellung wie und in welcher Farbe beleuchtet wird, ist Zufall. Diese Abbildung der Gesellschaft ist von einer spiegelnden Sphäre umgeben; die Vielzahl der Spiegelungen wirft darin ein schwer deutbares Muster verzerrter Abbilder, die beim flüchtigen Blick den Anschein einer unbedingten Wirklichkeit erwecken können. Aber es handelt sich auch dabei nur Spiegelbilder der menschlichen Bedingtheit. Die strikt geometrische Anordnung der Strichmännchen in Reih und Glied verweist auf die Sinnlosigkeit des gesellschaftlichen Prozesses.