Mau! Gib mir ein Zuhause!
Diese zuckersüße und hinreissende feline Lebensform hier…

…die man beinahe für ein Kissen halten könnte, ist Shiva. Und sie steht mit zweieinhalb ihrer samtenen Pfötchen im Tierheim — es sei denn, es findet sich ein Mensch mit liebevollen Händen aus Hannover oder Umgebung, der ihr ein Zuhause geben kann und gern mit ihr kuschelt.
Im Moment ist Shiva sehr provisorisch untergebracht, aber das ist kein Dauerzustand.
Sie in ein Tierheim zu geben, kommt für uns gar nicht in Frage. Allerdings sollte Shiva nicht mit anderen Katzen in einem Haushalt leben, sie ist recht resolut.
Bei Interesse bitte eine Mail an cat (ät) whitedarkness.de senden.
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Grim Meaningless Void
Da es sich mit der Veröffentlichung meines Albums „Temple of Void“ noch ein bisschen hinziehen wird, hier als weiterer kleiner Vorgeschmack ein Vorabmix meines recht minimalen und technoiden Stückes „Grim Meaningless Void“.
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Schrei Ende Leere
Da es sich mit der Veröffentlichung meines nächsten Albums „Temple Of Void“ noch etwas hinziehen wird, veröffentliche ich schon vorab den ersten guten Mix von „Schrei Ende Leere“ zusammen mit einer älteren, aber doch sehr tristen Fotostrecke des in Linden und Hannover allseits beliebten „Ihmezentrums“.
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Wir senden wieder
Natürlich war die Vorschaltseite mit einer Sendezeitbegrenzung für die Website der White Darkness…

…nur ein kleiner Scherz zum ersten April. Noch. Leider sind Politiker, die im Zusammenhang von Internet und Jugendschutz von „Sendezeiten“ sprechen, kein Scherz; und leider ist der Jugendmedienstaatsvertrag auch eine Realität. Und zwar eine recht triste.
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Consume!
Veröffentlicht unter den Bedingungen meiner Allgemeinen Lizenz für Freie Musik
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Kryptogramm
Heute habe ich mein neues Album „Kryptogramm“ veröffentlicht.
Wie immer handelt es sich um ein Werk, das unter den Bedingungen meiner Lizenz für Freie Musik veröffentlicht wurde, es steht zum Anhören und zum freien Download zur Verfügung.
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Wie Kunst bei YouTube verschwindet
Mein kleiner YouTube-Kanal liegt ja weitgehend brach, ich veröffentliche dort nur in seltenen Ausnahmefällen etwas. Das meiste sind kleine, gerenderte Videos, die oft nicht mehr sind als technische Experimente, seltsame Kunst, skurrile Wahnbilder, unmögliche Lebewesen oder dadaistische Direktdeutungen deutscher Wörter wie etwa beim Wort „Mondbahn“. Kurz: Es handelt sich vor allem um Kunst, die ich irgendwann einmal am Computer erstellt habe. Es gibt Menschen, denen so etwas gefällt, und es gibt Menschen, denen so etwas nicht gefällt. Nicht zu erwarten ist allerdings, dass jemand ein Problem damit haben könnte.
Eines dieser kleinen Werke wurde gestern von YouTube entfernt. Dies geschah unter Bezugnahme auf die Community-Richtlinen von YouTube, gegen die ich angeblich mit diesem Video verstoßen hätte. Dies ging einher mit dem recht drastischen Hinweis, dass bei einem weiteren Verstoß mein Konto gesperrt würde.
Nun, ich habe diese Richtlinien daraufhin genau gelesen und mir überlegt, gegen welche ich wohl verstoßen haben könnte. Das Video war nicht einmal ansatzweise sexuell, geschweige denn pornografisch. Es zeigte keine Misshandlung eines Tieres, keinen Drogengebrauch und schon gar nicht eine Anleitung zum Bau einer Bombe, und es hat auch nicht zu so etwas aufgefordert. Keine Gewalt und keine schockierenden Bilder. Es wurde von mir selbst gerendet und verletzt kein fremdes Urheberrecht, nicht einmal in Ansätzen. Es enthielt auch keine sexistische, rassistische oder in anderer Weise menschenverachtende Hassrede, zumal ich so etwas gar nicht überzeugend hinbekäme. Ich verband damit kein rücksichtsloses Verhalten, ich gab niemandes Daten preis, bedrohte niemanden, verletzte keine Privatsphäre. Und Spam war es auch nicht. Übrigens: Wenn ich einmal durch die bildvollen und geistleeren virtuellen Hallen bei YouTube wandele, denn sehe ich dort fast alles, was in diesen hier kurz angedeuteten Richtlinien völlig sinnvollerweise unterbunden werden soll, vor allem sehe ich Verletzungen des Urheberrechtes. Ich mache so etwas nicht, und zwar niemals — was ich bei YouTube hochlade, ist von mir selbst oder ich habe den Rechteinhaber (meist Frank) um Erlaubnis gefragt.
Es war einfach nur ein kleines Kunstwerk. Mehr nicht. Es war eines dieser Videos, die jene Menschen langweilig finden müssen, die nach Unterhaltung suchen. Es zeigte nur eine einzige Szene, ohne jeden Ton dazu. Es zeigte eine im Wind flatternde Flagge. Diese Flagge hatte in der Farbgebung eine beabsichtigte Ähnlichkeit zur Flagge des Deutschen Reiches unter der Diktatur Adolf Hitlers, allerdings habe ich die Swastika gegen ein anderes, in seiner „Ästhetik“ verblüffend ähnliches Symbol ausgetauscht, um dieses Symbol auf diese Weise satirisch zu verfremden und damit etwas offensichtlich zu machen. Wie das ausgesehen hat, kann man dem folgenden Standbild entnehmen:

Der satirische Charakter und die zu seiner Erzielung angewendeten Stilmittel sollten aus diesem einen Bild heraus völlig offensichtlich sein. Die Verfremdung einer allzu vertrauten grafischen Gestaltung aus der für viele Menschen sehr bedrückenden Wirklichkeit der heutigen Bundesrepublik Deutschland, die durch eine andere Farbgebung satirisch offen gelegte Ähnlichkeit einer Ikonografie, die für die staatliche Bundesanstalt für Arbeit erstellt wurde, mit einer Ikonografie, die sich mit einem finsteren, unmenschlichen, barbarischen und mörderischen Zeitabschnitt der deutschen Geschichte verbindet, sie lag dabei völlig in meiner künstlerischen Absicht. Dass ich dies mit dem gedanklichen Hintergrund getan habe, dass es in der Verherrlichung der Arbeit um jeden Preis eine in meinen Augen ungesunde Kontinuität in Deutschland gibt und dass ich die jüngeren Entwicklungen der Arbeitsmarktpolitk, insbesondere den unter einer rot-grünen Regierung geschaffenen, staatlich subventionierten Arbeitsmarkt für nicht-existenzsichernde Elendsarbeit im Zustand der größtmöglichen Abhängigkeit von behördlicher Willkür, auf diesem Hintergrund sehr kritisch sehe, wird — meiner Meinung nach — wohl jedem Denkenden beim Betrachten des Werkes selbst auffallen und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Es ist dies ein Werk, das sich eigentlich nicht falsch interpretieren lässt; es lässt aber — wie jedes Werk — sehr wohl zu, dass sich ein Mensch daran reibt, dass er nicht damit einverstanden ist, dass er es kritisieren will, dass er es ob seiner Schärfe relativieren will. Ja, es kann sogar auf dem durchscheinenden Hintergrund als völlig geschmacklos, zynisch und widerwärtig verworfen werden, sonst wäre es ja auch keine gute Satire.
Ich habe dafür durchaus Verständnis. Kein Verständnis habe ich hingegen dafür, dass dieses Werk von YouTube — übrigens, nachdem es dort weit über ein Jahr lang weit gehend unbeachtet in einem praktisch unbekannten Kanal herumlag — unter Verweis auf Community-Richtlinien gelöscht wurde, an deren Kriterien gemessen schlicht nichts daran auszusetzen ist. Es handelt sich um einen Akt der Willkür. Und mir bleibt angesichts dieses Aktes der Willkür, über dessen Begründung ich neben dem Verweis auf die „Community-Richtlinien“ keine weitere Information erhalten habe und zu dem ich keinerlei Möglichkeit einer eigenen Stellungnahme habe, nur eine einzige Interpretation: Es ist für die gegenwärtigen Betreiber von YouTube (das ist Google) völlig unerwünscht, dass sich jemand künstlerisch mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt, und wo dieses doch einmal geschieht, wird dieser Ausdruck eines Menschen unterdrückt. Stattdessen sollen auf YouTube leicht verdauliche und unterhaltsame Inhalte präsentiert werden, selbst, wenn sich dieser Vorgang mit systematischen Verletzungen des Urheberrechtes verbindet — denn diese Form der „Kreativität“ passt wohl besser zum geschäftlichen Ziel, über eingeblendete Werbung Profit zu erzielen. Wer bei YouTube ein Video einstellt, sollte dies wissen und in Betracht ziehen, dass seine Inhalte einfach willkürlich entfernt werden können.
Ich betrachte diese Sperrung meines Videos auf YouTube jetzt als Bestandteil des Werkes — zeigt sie doch, dass auch die jetzige Gesellschaft über Strukturen verfügt, die gewisse Formen der Kommunikation gewaltsam unterdrücken. Gerade dadurch zeigt sich, wie groß der wahre Kern in der Satire wirklich war.
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Polizei gegen „politische Schönheit“
Eine kleine Meldung zum Thema „Kunst in schwierigen Zeiten“:
Am vergangenen Wahlsamstag wollte die Aktionskünstlergruppe „Zentrum für Politische Schönheit“, die im September auch zur Bundestagswahl antritt, Horst Köhler mit dem Vortrag eines Gedichtes des Expressionisten Ernst Stadler zur Wiederwahl gratulieren – doch mit Lyrik konnte die Polizei offenbar nichts anfangen und schritt ein.
Weitere Informationen gibt es bei der Telepolis, ein Interview mit dem Aktionskünstler Philipp Ruch kann auf der Website der Rheinischen Post nachgelesen werden.
Und dies ist das Gedicht, das zu einem Polizeieinsatz und zur Verhaftung der Rezitierenden führte:
An die Schönheit (1904)
Ernst StadlerSo sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken
ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangenund ganz im Strudel goldnen Lichts versunken
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunkenkühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen.
Nun legen zitternd sie die heißen Wangen
an feuchte Blätter die von Dunkel triefenund ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel
das hinter roten Wäldern hingegangen –ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel
Jeder beurteile bitte selbst, in wie fern vom Verlesen dieses expressionistischen Gedichtes in der Öffentlichkeit zum Anlass der Wiederwahl des Bundespräsidenten Horst Köhler eine wie auch immer definierte Gefahr ausgegangen sein könnte und in wie weit das Vorgehen der Polizeibeamten als verhältnismäßig betrachtet werden kann. Für mich — und ich bin da innerhalb der White Darkness wohl nicht der einzige — bleibt ein aufdringlicher Duft von Willkür zurück, wenn auf das öffentliche Lesen eines solchen Gedichtes mit einer Verhaftung reagiert wird.
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