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	<title>Whitedarkness &#187; Frank Eckert</title>
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	<description>Ein offener Zusammenschluss hannoverscher Künstler</description>
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		<title>Heiligabendfest am 24.12.2009 ab 16 Uhr</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 17:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Eckert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im kleinen Rahmen treffen wir uns Heilgiabend f&uuml;r ein gem&uuml;tliches Beisammensein ohne laute Party in der Nordstadtbraut (Hahnenstr. 12., Nordstadt). Eingeladen sind alle, die Heiligabend nicht allein verbringen wollen und dem Gedanken der WhiteDarkness nahestehen. Ihr d&uuml;rft gerne Kekse, Kuchen und andere Leckereien mitbringen. Ebenso sind Spiele, DVDs und auch (tragbare) Musikinstrumente willkommen. Bitte schreibt einen Kommentar, wenn ihr vorhabt zu kommen, damit wir besser planen k&ouml;nnen.</p>
<p><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=Hahnenstra%C3%9Fe,+Hannover&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=21.731441,42.1875&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Hahnenstra%C3%9Fe,+Nordstadt+30167+Hannover,+Region+Hannover,+Niedersachsen&#038;z=16">Karte</a></p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Energie aus dem Zerfall</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2005/10/09/energie-aus-dem-zerfall-2</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2005 18:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Eckert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://freie-literatur.de/whitedarkness.de/2005/10/09/energie-aus-dem-zerfall-2/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Texte von Frank Eckert aus der kompilation »Energie aus dem Zerfall«. Gelesen wurden die texte erstmalig im rahmen der ersten White Darkness.</p>
<p></p>
<p><strong>Beziehungsende</strong></p>
<p>Nicht leicht eine minute danach etwas zu schreiben.<br />
fast ohne worte ging sie und mir bleibt nur der schmerz,<br />
intensiv, in einer kristallinen reinheit wie lange<br />
nicht mehr gekannt.</p>
<p>H&auml;nde fassen ins leere, keine ber&uuml;hrung.<br />
ein halb mensch, hier bin ich, wieder allein;<br />
mit viel zu schnell verblassenden gedanken<br />
an ein paar sch&ouml;ne stunden leben.</p>
<p>Alles erinnert mich an sie, eine leere lucky strike packung,<br />
ein glas und selbst ein einzelnes haar am rand des waschbeckens,<br />
einfach alles und es durchf&auml;hrt mich, zieht sich von der<br />
mitte bis in die verdammten fingerspitzen.</p>
<p>Sehe mein herz: graue leere.<br />
zwei polaroids, schnell aus dem blickfeld verbannt,<br />
es krampft sich in mir zusammen und meine Kehle ist<br />
zugeschn&uuml;rt. diese erstaunliche leichtigkeit<br />
meiner tr&auml;nen schmerzt am meisten.</p>
<p>Die frage nach der verg&auml;nglichkeit dieses brennens<br />
im Konflikt zur erfahrung, gewinnt die oberhand,<br />
erst mal einen kaffee und dann die ganze sache n&uuml;chtern<br />
und sachlich betrachten aber es geht nicht.</p>
<p>Eine welle von verwirrend flimmernd-bunten gedanken und<br />
dann wieder lithargie, im wechselspiel; im bet&auml;ubten<br />
hirn tosend, feuer und asche unter der oberfl&auml;che,<br />
zum siedepunkt verkochtes blut stockt in den adern.</p>
<p><strong>stille</strong></p>
<p>herum, schl&auml;friges gebilde eigener isolation<br />
umh&uuml;llt mich in grotesker einsamkeit;<br />
verwoben in eigenes fleisch<br />
bodenstarrer blick<br />
ergeben einer &uuml;berkraft</p>
<p>vor&uuml;berzuckendes bild von ihr<br />
fixiert feuernde synapsen.<br />
schrilles grauen, dumpf verkettet<br />
stillt unb&auml;ndigen impuls<br />
zur sanften melancholie</p>
<p>au&szlig;en rauscht vorbei<br />
wie bl&auml;tterwind<br />
gestern sch&ouml;n, nun j&auml;h verkommen<br />
steril verkr&uuml;ppelt,<br />
unkenntlich ins auge gepeitscht<br />
fl&uuml;sternd<br />
eine toxische verblendung</p>
<p>z&auml;rtliche worte<br />
von lieblich zitternder stimme<br />
gewaltvoll in gehirn gebeilt<br />
qu&auml;len sich zerstickend monoton<br />
verk&uuml;hlte venen hinab<br />
in herz<br />
fressend</p>
<p>luft zer&auml;tzt erstarrte lungen<br />
farblose bleiche<br />
in einst &#8222;so sch&ouml;nen augen&#8220;<br />
zerflossen verhallt letztes l&auml;cheln aus ihnen<br />
finstert zur blindheit<br />
tr&auml;ge sich schlie&szlig;endes lid</p>
<p><strong>Wald</strong></p>
<p>Wo die Zecken nach dem Opfer glotzen<br />
wo die V&ouml;gel auf die Wege kotzen<br />
wo die Fische schon als Laich ersticken<br />
wo Mutationen diese Welt erblicken<br />
wo der K&auml;fer sich am Baume labt<br />
wo jeder den Abfall hinzuwerfen wagt<br />
wo Methan dem faulen See entweicht<br />
wo Chlor das gr&uuml;ne Gras schnell bleicht<br />
wo viele Leichen sind verscharrt<br />
wo es nach Schwefel riecht so zart<br />
wo das Eichhorn tot vom Baume f&auml;llt<br />
da ist der deutsche Wald<br />
ein St&uuml;ckchen heile Welt</p>
<p><strong>bipolares intermezzo</strong></p>
<p>klirrend zerstoben<br />
tosende gedankensplitter<br />
zwischen<br />
wirr<br />
kreischenden<br />
hemisph&auml;ren.</p>
<p>ergrauter morgen,<br />
nacht ohne schlaf,<br />
augen inhalieren -<br />
st&uuml;rzender wachtraum<br />
aus m&uuml;dem &auml;ther;<br />
wollen tosend tobende<br />
neuronengischt verseichten.</p>
<p>animalisch vorbewusste synapsen<br />
meucheln vergraute ethik<br />
an von denkfragmenten<br />
bekritzelten<br />
gewebeschichten<br />
gestrig kastrierter<br />
ich-extraktionskonstrukte.</p>
<p>du!,<br />
schreistarres hirninferno,<br />
br&uuml;llend,<br />
kreiselnd,<br />
zerst&uuml;ckelnde sichel<br />
im zerfetzt zuckendenden<br />
&uuml;berrest von geist<br />
bist nur<br />
periodisches intermezzo<br />
t&auml;glichen krepierens.</p>
<p><strong>Station [impression]</strong></p>
<p>Am Warteunterstell an der Station.<br />
Ich auf den Sitzplanken mit Stahlfuss.<br />
Der Blick wandert:</p>
<p>Eine Signalanlage gegen&uuml;ber flaggt lautlos hektisch im Zehnsekundentakt<br />
f&uuml;r leeres Gleis.<br />
An der Kreuzung dahinter Ampeln, dem Beispiel synchron folgend,<br />
pr&auml;zise Befehle erteilend<br />
f&uuml;r nicht vorhandene Autos</p>
<p>&uuml;berall gerade Linien:<br />
Spiegelnde Schienen, parallel, graben sich in die Dunkelheit<br />
einer im Schwarz der Nachtunzeit terminierten Ferne;<br />
dr&uuml;ber messern sich im Zickzack Oberleitungen durch die w&auml;ssrig sterile Luft<br />
ertragen von pr&auml;zise-sachlich erigiertem Stahlmast<br />
in brackig-kratziger Dunkelst-Gr&uuml;n-Verlacksiegelung -<br />
der Rost frisst drunter durch</p>
<p>Eisiges Weisslicht bespeit den Fussweg,<br />
die Strasse kristallisiert im schroffen Natrium-Orange-Gelb der Druckverleuchtung.<br />
Verstahlteilbezaunung zergrenzt flachkleinbeschnittene Rasenrestfl&auml;che<br />
zum Asphalt der Strasse<br />
zum Gehweg aus glatter Steinstruktur.<br />
Verteerte Quadersteine schirmen das Gleis vor Pflanzenbefall</p>
<p>Das Stadtfragment erstarrt zerh&ouml;hlt vom Tag zum Zementsarg -<br />
Fernseher hinter Gardinengittern<br />
zerflackern die letzten Schlaflosen in den Betonk&auml;sten,<br />
treiben zum kampfigen Hochleistungskomaschlaf</p>
<p><strong>Die ersten</strong></p>
<p>Am morgen, dunkel, kalt, in einer ersten strassenbahn, warm.</p>
<p>Zum automobilwerk, fahren sie,<br />
die ersten f&uuml;r diesen morgen,<br />
vorhut des schichtwechsels,<br />
die romanze animal Laborahns mit der waste-economy.</p>
<p>&#8230;angetreten zur funktion als erwerblicher!</p>
<p>Die eben noch still schweigend ruhenden k&ouml;rper,<br />
k&ouml;rpermaschinen,<br />
mit wasser, getauft, zur fr&uuml;ht&auml;glichen grundfunktion,<br />
gleichfalls befreit vom verdacht<br />
des f&auml;ulnisgestanks n&auml;chtlicher,<br />
unproduktiver ruhe,<br />
sitzen nun,<br />
alle,<br />
- chemieduschgestank durchfibert die luft -<br />
die verspannten k&ouml;rper<br />
in carbonfasersitzschalen gepresst,<br />
in der bahn,<br />
wie schlachtvieh,<br />
bef&ouml;rdertwerdent.</p>
<p>Die m&uuml;digkeit verklebt<br />
bleiern schwer,<br />
schmerzhafte gravitation des lides,<br />
die trockenen augen.</p>
<p>Ein nicht geringer teil<br />
birgt heischend nach sex, skandal und tod,<br />
das gesicht an einer<br />
BILD.<br />
Entfaltet starren gereihte typen<br />
- eine identit&auml;tsbildende groteske -<br />
auf jungem papier mit verlorenem,<br />
doch scharfen mittelfalz<br />
vorbei an den sitzgruppen.<br />
Neben geiferndlechtzendem worterguss,<br />
w&ouml;lbende titten jungen fickversprechenden fleisches -<br />
daneben krebskrepier,<br />
steuerattacke,<br />
neid, wut und<br />
anzeige.</p>
<p>Andere lassen starre blicke<br />
aus monotonen fenstern von aussenseitiger<br />
dunkelheit<br />
verschlingen.</p>
<p>Ein einzelner liest ein vergilbtes buch und passt nicht mehr.<br />
Langsam, zuwider, bis zum stillstand, addieren augenblicke die ewigkeit.</p>
<p><strong>eins</strong></p>
<p>Flehendlichst frage ich in das kalte unsiversum<br />
warum sie nicht hier bei mir sein kann.<br />
Orion h&uuml;tet ein paar wolken, hochoben am nachthimmel<br />
und ich w&uuml;nschte mir,<br />
unsere blicke k&ouml;nnten sich dort finden.</p>
<p>mit ganzem herzen<br />
verbluten wir<br />
aus!</p>
<p><strong>Notiz</strong></p>
<p>rost in den augen<br />
plastik im ohr<br />
benzol in der nase<br />
verd&uuml;beltes denken<br />
mit zement in den heiseren kehlen</p>
<p>angstschweiss und nacht<br />
tag und winselndes zucken<br />
an zugf&auml;den mit haken<br />
aus berstender furcht<br />
durch die haut geschlagen</p>
<p>der ru&szlig; von verheissungen<br />
beschl&auml;gt die lungen<br />
pfeifendes keuchen<br />
von eiligen experten<br />
auf dem r&ouml;ntgenbild<br />
freiheit und wohlstand genannt</p>
<p>Doch nennen alle<br />
die ihre narben erworben<br />
den blick in millionen<br />
spiegel gewohnt<br />
den ohne narben<br />
entstellt.</p>
<p><strong>Traum</strong></p>
<p>Zerrissenes gef&uuml;hlsgeflecht,<br />
wachgeschlagen von einem traum:</p>
<p>Begleite dich,<br />
unbekannte sch&ouml;ne,<br />
nahe seele,<br />
die paar schritte,<br />
zum bahnhof.</p>
<p>Dort wartet noch,<br />
zu deiner freude,<br />
der lodernd brennende zug</p>
<p><strong>Neue hoffnung</strong></p>
<p>Strampel, hoffnungsvolle ich-ag,<br />
mobiler patchworker im kalten ozean<br />
freien marktwirtschaftens -<br />
glaube nur. Es geht voran!</p>
<p>Folg dem schattenriss des wohlstandsbootes,<br />
im fahlen mondlicht amtlicher angstverordnung,<br />
im tristen flackerschein der neonreklame,<br />
begleitet vom blauen flimmern der fernsehalt&auml;re.</p>
<p>Es geht um dich, nur um dich!<br />
Verlier die beisshemmung, schlag um dich,<br />
sortier menschen nach nutzen und geld.<br />
Und. Vergiss nicht zu strampeln.</p>
<p>Konkurrenz belebt das gesch&auml;ft der anderen.<br />
Schl&uuml;rf den kot, lass das bittere wasser<br />
in deinen lungen antrieb werden,<br />
strample schneller<br />
und du wirst einer von ihnen sein,<br />
irgendwann, vielleicht schon bald.</p>
<p>&uuml;b deine stimmb&auml;nder, schreien h&auml;lt dich wach.<br />
Durchtrenn mit elegantem schnitt<br />
und freundschaftsl&auml;cheln<br />
die kehlen derer,<br />
die du hinter dir l&auml;sst<br />
und strample schneller!</p>
<p>Leck deine verquollenen wunden<br />
mit z&auml;hem speichel voll durst,<br />
so sie erstrahlen, erbl&uuml;hen<br />
wie m&uuml;des blech<br />
und strample angestrengter,<br />
voll mit dumpfen hurenstolz<br />
des sieges &uuml;ber dich;<br />
deiner niederlage &#8211; marktsubjekt.</p>
<p>P&ouml;kle das aas deines k&ouml;rpers,<br />
ich-ag, patchworker,<br />
geniess deinen mehrwert,<br />
deinen n&auml;hrwert und verdaue dich,<br />
eh die lungen vollgelaufen,<br />
eh du abgeschlagen,<br />
zerschlagen,<br />
mit durchschnittener kehle,<br />
ins nasse grab aus<br />
marktwirtschaftlicher vernunft<br />
und sachzw&auml;ngen dich bettest.</p>
<p><strong>Kippe</strong></p>
<p>Kippe, unter dem druck des fingers,<br />
glut verloschen, geknickt. An einem<br />
riss im papier, unter dem filter<br />
quillt tabak hervor, ruht sie auf<br />
schwarzem stumpf in ihrer urne<br />
neben ihresgleichen.</p>
<p>War wichtig f&uuml;rs reptiliengehirn,<br />
dem suchged&auml;chtnis entpr&auml;gte erinnerung<br />
simulation von wohlbefinden,<br />
streichelte mit nervengift das<br />
belohnungszentrum.</p>
<p>War oraler reiz, fr&uuml;hkindlicher<br />
traumata ein abglanz, kratzige<br />
milch in die lungen gesogen;<br />
mutterbrustersatz heisses filter.</p>
<p>War chemische reaktion, verbrennung,<br />
eine emission von h&auml;moglobinbindendem<br />
kohlenmonoxid und nikotin und teer<br />
und blaus&auml;ure unter freiwerden von<br />
w&auml;rmeenergie.</p>
<p>War ein gutes gesch&auml;ft f&uuml;r jemanden,<br />
gar f&uuml;r viele. Die einen f&uuml;rstlich,<br />
die vielen elend entlohnt. Profit<br />
durch die sucht.</p>
<p>War aufruhr im k&ouml;rper, brachte regelsysteme<br />
in gang, die hom&ouml;ostase wiederherzustellen.<br />
Radikale ver&auml;ndern die doppelhelix, drei<br />
m&ouml;glichkeiten: reparatur, apoptose oder tumor.</p>
<p>War eine zeitspanne in dieser welt<br />
im bewusstsein kurz, und verging zu<br />
asche, hauptprodukt menschlicher kultur.<br />
War mir ein halt im jetzt, ein st&uuml;ck<br />
selbstmord und selbstbetrug und ein<br />
grund zu schreiben.</p>
<p><em>Im folgenden werke handelt es sich um eine adaption eines bekannten textes von Gertrude Stein. &#8222;A rose is a rose is a rose is a rose&#8220;. Will mein werk verstanden, aber nicht als banalisierung missverstanden werden, so ist es, wie auch beim vorbild m&ouml;glich, zu interpretieren, vom standpunkt eines semiotischen konstruktivismus aus. Nicht bin ich in der lage, mein werk vollends zu verstehen, ist es doch eine vielleicht unzureichende aneignung der tiefsten, noch abstrahierbaren lyrik der neuzeit. Der vorstoss zu dieser ebene bereitet kopfzerbrechen auf dem wege zur v&ouml;lligen klarheit. Die r&uuml;ckf&uuml;hrung aus den steifen, verh&auml;rteten und kaum mehr als solche an-sich sichtbaren bildern der lyrik, hin zu elementarsten regungen menschlichen seins erschien zwingend. Gleichwohl m&ouml;chte der text die rose aus ihrem sein an sich entheben, sie in ihrer bezweckung f&uuml;r mensch kausal darstellen und somit den wirkplatz der rose als wille und vorstellung des subjektes in eben jenem verdinglichten aspekt beleuchten, welcher kulturhistorisch am n&auml;chsten liegt: der rose als ebnerin des weges zum koitus. Hierher musste denn auch der sprachliche ausdruck stammen; aus eben jenen konkreten verbalisierungen elementarster triebhaftigkeit des mannes, in der die rose nicht rose ist, sondern direktes symbol f&uuml;r die onanie in der vagina der frau. Und in eben jenem selbstbezug des mannes &uuml;ber die rose ist wieder ein sein-an-sich des objektes hinauf bis in diese ebene angezeigt und zu beschreiben.</em></p>
<p><strong>Vaginalrose</strong></p>
<p>Ein fick ist ein fick ist ein fick ist ein fick.</p>
<p><strong>Des grimmes minnesang</strong></p>
<p>Stofftiere, voll von fluff<br />
und heiserer watte,<br />
legt auf die beiztische<br />
n&auml;chtlicher notfallambulanzen<br />
einen messwert, einen kreisch,<br />
zum auffahren und donnern und saufen!</p>
<p>Ohren kaufen und sie zu stopfen<br />
mit kieseln, kalk und bimsstein<br />
ist die wahre s&uuml;hne des leidenden,<br />
wie eingleich den schorf zu tr&auml;nken<br />
mit grauen fettaugen des beharrlichsten<br />
stumpfsinns.</p>
<p>Wer da halt! br&uuml;llt hat die schranke<br />
l&auml;ngst eingestaubt. Nichts so schlimm<br />
wie es ist! Ob blond, ob rot, ob braun -<br />
die seuche schneidet ihr gewinde in<br />
jeden faden glasbetrug.</p>
<p>Feigste nicht einst ein gott vom himmel,<br />
alles obst k&ouml;nne mensch zu scheisse<br />
wandeln ausser, ja ausser besagte<br />
apfelsorte? Und<br />
was solls?<br />
In geschlossenen tunfischdosen ist es<br />
mitunter dunkel und das beste gebiss<br />
ersetzt das schrot der flinte nur<br />
schwerlich. Doch bitter ist es in<br />
w&uuml;sten: dort herrscht schon der sand!</p>
<p><strong>Stillstand</strong></p>
<p>Flucht ins bett, vom hier in quirligen traum;<br />
vorm vorhang doch nur blind hetzende welt,<br />
graue tr&uuml;mmernde feindin. Stinkender dunst<br />
der rasenden, t&ouml;senden autos und menschen<br />
mit ihren widerw&auml;rtig steinernen fratzen.</p>
<p>Nichts tun, nichts, nichts tun k&ouml;nnen, wollen.</p>
<p>Wie soll es sein?, dr&auml;ngen doch all die<br />
fl&uuml;sternden gedanken ins bewusste durchvor,<br />
jeder &uuml;bervoll &uuml;bervoll mit zweifel und hass.<br />
Treibend auf d&uuml;sterstem gew&auml;sser. Kopfwelt und<br />
fluchtpunkt. Singularit&auml;t des seins. Und<br />
ersch&ouml;pft und leer und leer durch ein nichts<br />
sterben impulse so sie entstehen.</p>
<p>Jedes ein unerreichbares, jedes ein grund f&uuml;r<br />
die kapselung. Das morgen heisst verrotten.<br />
Heute ist stillstand. Isolierung. Ersehnte<br />
stille ohne ein wollen, ohne jedes k&ouml;nnen.</p>
<p>Der einkauf wartet, ein paar briefe wollen<br />
versandt, rechnungen bezahlt werden &#8211; es ist<br />
egal, ist viel zu unendlich weg und schon<br />
im scheitern eh es getan, &uuml;berfordert ohne<br />
einhalt. Eine briefmarke fehlt, chaos<br />
zerfrisst die vier w&auml;nde, nichts zu finden.</p>
<p>Peitscht etwas in die aussenwelt, reicht ein<br />
verletzender blick, ein stolpern oder die<br />
verpasste bahn, den tag zu beerdigen, in das<br />
archiv der nutzlosigkeit zu notieren.</p>
<p>In stillen n&auml;chten kreiselt im hirn gezahnte<br />
angst vorm bald um den warmen gedanken des<br />
suizids. Jedes tun ummauert, ummauert mit<br />
mir allein.</p>
<p>Und sie k&ouml;nnen nicht verstehen, die<br />
zusammenbr&uuml;che, die rastlose kraftlosigkeit,<br />
die inneren ketten, die minuten voll von<br />
sinnlosen tr&auml;nen; nicht den schmerz und das<br />
freisein von willen.</p>
<p>Verstehen nicht das vorbrechen der mania,<br />
des kurzen schubes hastige manifestation<br />
in der freude &uuml;ber eine blume am wegesrand<br />
&uuml;ber farbe und form der bewegten wolken;<br />
der lust am neuen, an der kitschigen<br />
halben stunde mit schr&auml;gem nachtigallgesang.<br />
Sie verstehen nicht.</p>
<p>Zusammenreissen soll man sich. Zeigen sollen<br />
sie es mir mit einem st&uuml;ck entzweitem papier,<br />
die d&uuml;belk&ouml;pfe voll von tand und plastik. Oder<br />
viel geh&ouml;rt: am riemen reissen &#8211; ach, fresst<br />
euch selbst ihr narrenbrut, erstickt an eurer<br />
gier, am lebensstandard und dem leichengift.</p>
<p>Trag mich, unwahre welt dort draussen, noch<br />
einen zeigersprung und vergiss mich dann,<br />
l&ouml;se mich auf.</p>
<p>Ein lebensja wird nicht empfangen<br />
aus den kalten hallen des kosmos.<br />
Vergeblich recken die reflektormulden<br />
sich dem rauschen des urknalls zu.<br />
Ein paar kelvin vom anbeginn der zeit<br />
fl&uuml;stern leis von sinnlosigkeit und<br />
verrecken.</p>
<p>Die nacktschnecke zieht ihres weges,<br />
eh ihr leben kurzj&auml;h zerknackt,<br />
unter dem druck schneller reifen.<br />
supernovae bringen bald schon<br />
neuen, heissen leidensstaub<br />
in die k&auml;lte.</p>
<p>Ein paar zirren,<br />
nur ein paar zirren<br />
am himmel<br />
l&ouml;schen die nacht.</p>
<p><strong>Kleine Eiche</strong></p>
<p>Wurzelst in schotter und sand<br />
zwischen den gleisen. Nur etwa ein<br />
dutzend bl&auml;tter, d&uuml;nnes &auml;stlein,<br />
was da einst ein baum werden m&ouml;chte.</p>
<p>Reckst dich tag f&uuml;r tag der sonne entgegen<br />
inhalierst den frischen regen. F&uuml;r die<br />
augen eines baumes: deine lebensspanne<br />
bisher kaum mehr als ein wimpernschlag.</p>
<p>Wirst bald schon verkr&uuml;ppelt, gek&ouml;pft,<br />
abgem&auml;ht vom st&auml;hlernen fahrgestell hastig<br />
blinden zuges, und welkst und stirbst -<br />
&uuml;bersehen und allein in der k&auml;lte eines<br />
sonnigen wintermorgens.</p>
<p><strong>Fast dort</strong></p>
<p>Die sonne k&uuml;sst ein letztes mal mit<br />
zartem schlaglicht nah vom horizont.<br />
Eine reihe pappeln, d&uuml;rrer hagebutten-<br />
busch, zaun und weide, mit fettigem<br />
graphit und harter linie eilig in die<br />
welt skizziert, drohen schwarze wolken<br />
sich am firmament plusternd, von<br />
n&auml;chtlichen regen.</p>
<p>Doch minuten bleiben, ein tapferes<br />
strahlentuch bricht noch einmal die<br />
wolken auf, eh das dunkel die welt<br />
ertr&auml;nkt. Ein fr&ouml;hlicher trugduft<br />
von apokalypse durchzittert die luft.</p>
<p>Im turm glockenschlag zur mitternacht.<br />
Ein st&uuml;ck den weg noch entlang, ein paar<br />
wenige minuten, k&ouml;nnte ich bei dir sein.<br />
Dort wo du morgens in den spiegel blickst,<br />
abends die musik spielen l&auml;sst. Dort<br />
k&ouml;nnte ich sein, vor verschlossener t&uuml;r,<br />
ein paar bilder im kopf, sind mehr egal<br />
als gestern noch, f&uuml;hrt mich ein anderer<br />
weg weiter, fort aus der erinnerung.</p>
<p>Tastende assel in einer profilkerbe des<br />
h&ouml;lzernen belags der br&uuml;cke, hat zeit<br />
wie ich. Schaut &#8211; und geht zur&uuml;ck in ihr<br />
dunkles versteck. Allein rauscht das<br />
wasser.</p>
<p>Die sch&ouml;pfung f&uuml;r welche wir uns hielten,<br />
nur eine zucht, sind wir doch nur die<br />
malmsubstanz f&uuml;r den geehrten gotteskiefer.<br />
Wie wir gott &uuml;ber unser vieh, ist gott das<br />
wahre ende der nahrungskette und kannibalen<br />
heilig, da sie wie der HERR sein wollen.</p>
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