Happy Halloween
Mögen euch die Geister gnädig sein
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Wie Kunst bei YouTube verschwindet
Mein kleiner YouTube-Kanal liegt ja weitgehend brach, ich veröffentliche dort nur in seltenen Ausnahmefällen etwas. Das meiste sind kleine, gerenderte Videos, die oft nicht mehr sind als technische Experimente, seltsame Kunst, skurrile Wahnbilder, unmögliche Lebewesen oder dadaistische Direktdeutungen deutscher Wörter wie etwa beim Wort „Mondbahn“. Kurz: Es handelt sich vor allem um Kunst, die ich irgendwann einmal am Computer erstellt habe. Es gibt Menschen, denen so etwas gefällt, und es gibt Menschen, denen so etwas nicht gefällt. Nicht zu erwarten ist allerdings, dass jemand ein Problem damit haben könnte.
Eines dieser kleinen Werke wurde gestern von YouTube entfernt. Dies geschah unter Bezugnahme auf die Community-Richtlinen von YouTube, gegen die ich angeblich mit diesem Video verstoßen hätte. Dies ging einher mit dem recht drastischen Hinweis, dass bei einem weiteren Verstoß mein Konto gesperrt würde.
Nun, ich habe diese Richtlinien daraufhin genau gelesen und mir überlegt, gegen welche ich wohl verstoßen haben könnte. Das Video war nicht einmal ansatzweise sexuell, geschweige denn pornografisch. Es zeigte keine Misshandlung eines Tieres, keinen Drogengebrauch und schon gar nicht eine Anleitung zum Bau einer Bombe, und es hat auch nicht zu so etwas aufgefordert. Keine Gewalt und keine schockierenden Bilder. Es wurde von mir selbst gerendet und verletzt kein fremdes Urheberrecht, nicht einmal in Ansätzen. Es enthielt auch keine sexistische, rassistische oder in anderer Weise menschenverachtende Hassrede, zumal ich so etwas gar nicht überzeugend hinbekäme. Ich verband damit kein rücksichtsloses Verhalten, ich gab niemandes Daten preis, bedrohte niemanden, verletzte keine Privatsphäre. Und Spam war es auch nicht. Übrigens: Wenn ich einmal durch die bildvollen und geistleeren virtuellen Hallen bei YouTube wandele, denn sehe ich dort fast alles, was in diesen hier kurz angedeuteten Richtlinien völlig sinnvollerweise unterbunden werden soll, vor allem sehe ich Verletzungen des Urheberrechtes. Ich mache so etwas nicht, und zwar niemals — was ich bei YouTube hochlade, ist von mir selbst oder ich habe den Rechteinhaber (meist Frank) um Erlaubnis gefragt.
Es war einfach nur ein kleines Kunstwerk. Mehr nicht. Es war eines dieser Videos, die jene Menschen langweilig finden müssen, die nach Unterhaltung suchen. Es zeigte nur eine einzige Szene, ohne jeden Ton dazu. Es zeigte eine im Wind flatternde Flagge. Diese Flagge hatte in der Farbgebung eine beabsichtigte Ähnlichkeit zur Flagge des Deutschen Reiches unter der Diktatur Adolf Hitlers, allerdings habe ich die Swastika gegen ein anderes, in seiner „Ästhetik“ verblüffend ähnliches Symbol ausgetauscht, um dieses Symbol auf diese Weise satirisch zu verfremden und damit etwas offensichtlich zu machen. Wie das ausgesehen hat, kann man dem folgenden Standbild entnehmen:

Der satirische Charakter und die zu seiner Erzielung angewendeten Stilmittel sollten aus diesem einen Bild heraus völlig offensichtlich sein. Die Verfremdung einer allzu vertrauten grafischen Gestaltung aus der für viele Menschen sehr bedrückenden Wirklichkeit der heutigen Bundesrepublik Deutschland, die durch eine andere Farbgebung satirisch offen gelegte Ähnlichkeit einer Ikonografie, die für die staatliche Bundesanstalt für Arbeit erstellt wurde, mit einer Ikonografie, die sich mit einem finsteren, unmenschlichen, barbarischen und mörderischen Zeitabschnitt der deutschen Geschichte verbindet, sie lag dabei völlig in meiner künstlerischen Absicht. Dass ich dies mit dem gedanklichen Hintergrund getan habe, dass es in der Verherrlichung der Arbeit um jeden Preis eine in meinen Augen ungesunde Kontinuität in Deutschland gibt und dass ich die jüngeren Entwicklungen der Arbeitsmarktpolitk, insbesondere den unter einer rot-grünen Regierung geschaffenen, staatlich subventionierten Arbeitsmarkt für nicht-existenzsichernde Elendsarbeit im Zustand der größtmöglichen Abhängigkeit von behördlicher Willkür, auf diesem Hintergrund sehr kritisch sehe, wird — meiner Meinung nach — wohl jedem Denkenden beim Betrachten des Werkes selbst auffallen und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Es ist dies ein Werk, das sich eigentlich nicht falsch interpretieren lässt; es lässt aber — wie jedes Werk — sehr wohl zu, dass sich ein Mensch daran reibt, dass er nicht damit einverstanden ist, dass er es kritisieren will, dass er es ob seiner Schärfe relativieren will. Ja, es kann sogar auf dem durchscheinenden Hintergrund als völlig geschmacklos, zynisch und widerwärtig verworfen werden, sonst wäre es ja auch keine gute Satire.
Ich habe dafür durchaus Verständnis. Kein Verständnis habe ich hingegen dafür, dass dieses Werk von YouTube — übrigens, nachdem es dort weit über ein Jahr lang weit gehend unbeachtet in einem praktisch unbekannten Kanal herumlag — unter Verweis auf Community-Richtlinien gelöscht wurde, an deren Kriterien gemessen schlicht nichts daran auszusetzen ist. Es handelt sich um einen Akt der Willkür. Und mir bleibt angesichts dieses Aktes der Willkür, über dessen Begründung ich neben dem Verweis auf die „Community-Richtlinien“ keine weitere Information erhalten habe und zu dem ich keinerlei Möglichkeit einer eigenen Stellungnahme habe, nur eine einzige Interpretation: Es ist für die gegenwärtigen Betreiber von YouTube (das ist Google) völlig unerwünscht, dass sich jemand künstlerisch mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt, und wo dieses doch einmal geschieht, wird dieser Ausdruck eines Menschen unterdrückt. Stattdessen sollen auf YouTube leicht verdauliche und unterhaltsame Inhalte präsentiert werden, selbst, wenn sich dieser Vorgang mit systematischen Verletzungen des Urheberrechtes verbindet — denn diese Form der „Kreativität“ passt wohl besser zum geschäftlichen Ziel, über eingeblendete Werbung Profit zu erzielen. Wer bei YouTube ein Video einstellt, sollte dies wissen und in Betracht ziehen, dass seine Inhalte einfach willkürlich entfernt werden können.
Ich betrachte diese Sperrung meines Videos auf YouTube jetzt als Bestandteil des Werkes — zeigt sie doch, dass auch die jetzige Gesellschaft über Strukturen verfügt, die gewisse Formen der Kommunikation gewaltsam unterdrücken. Gerade dadurch zeigt sich, wie groß der wahre Kern in der Satire wirklich war.
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The Meek shall Inherit the Earth

Ein paar Erläuterungen zu diesem abstrakten Werk scheinen erforderlich zu sein.
Das Bild heißt etwas frei nach Mt. 5, 5 „The Meek shall Inherit the Earth“ (zu deutsch: „Die Sanftmütigen werden die Erde erben“). Durch diese Namensgebung, die im krassen Widerspruch zu der täglich beobachtbaren Weise steht, in der sich Gewalttäter die Erde zueigen machen, wird das Werk in den Kontext uralter Erlösungshoffnungen gestellt, die eine bessere Welt für alle als ein göttliches Wunder erwarten.
Doch das im Bilde Dargestellte scheint zunächst keinen Bezug zu diesem Titel zu haben. Im Zentrum des Bildes liegt eine golden glänzende Kugel auf einer vollkommen unverständlichen mythischen Landkarte — es handelt sich um die Seite f85v2 aus dem bis heute unentzifferten Voynich-Manuskript — die eher ein Abbild psychischen Materiales als ein Abbild der wirklichen Welt zu sein scheint. Diese „Landkarte“ spiegelt sich in der sehr unwirklich scheinenden Kugel wider und bekommt in diesem Vorgang des Spiegelns ebenfalls einen güldenen Farbton. Diese Anordnung ist umgeben von zwei recht trüben Spiegeln, die sie in vielen Kopien wiedergeben, so dass alternierend die helle, beleuchtete Seite der Kugel und die dunkle, unbeleuchte Seite einer kalten Kugel sichtbar wird, die eine im Psychischen verbliebene Welt widerspiegelt.
Würde sich die Kraft des Lichtes nicht in der mangelnden Reflexionsfähigkeit dieser Spiegel verlieren, so könnte die Wiedergabe in einem unendlichen Prozess das immer wieder gleiche hervorbringen: eine glänzende Kugel, die durch einen selbstbezüglichen Prozess in die Unendlichkeit einer Spiegelkammer voranschreitet. Doch das Licht läuft sich an der Wirklichkeit tot, und aus der Spiegelung einer farbigen, psychischen Landkarte im Goldglanz wird in diesem Prozess an einem Punkt, der zwar außerhalb des Bildes liegt, aber dennoch im Fortschreiten erahnbar ist, ein gestaltloses, erschlafftes Grau, dass sich in der Dunkelheit verliert — ein Abbild der Welt, die den Sanftmütigen, Kraftlosen und Hoffenden wirklich und wirksam zuteil wird.
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Der Mensch als Spiegel der Gesellschaft

Zweite Version, 20. April 2008.
Da sich hier nicht jeder Gedanke auf dem ersten Blick erschließt, ein paar Worte zur Deutung.
Die „Menschen“ in diesem Werk sind zu einfach gestalteten Strichmännchen reduziert, die auf ihrer ganzen Fläche die Umgebung widerspiegeln. Ihr geringfügig unterschiedliches Aussehen hängt nicht von ihren unterschiedlichen Eigenschaften ab, sondern von den anderen Reflexionen aus dem Umfeld. Die Lichtquellen sind willkürlich verteilt, wer in seiner Stellung wie und in welcher Farbe beleuchtet wird, ist Zufall. Diese Abbildung der Gesellschaft ist von einer spiegelnden Sphäre umgeben; die Vielzahl der Spiegelungen wirft darin ein schwer deutbares Muster verzerrter Abbilder, die beim flüchtigen Blick den Anschein einer unbedingten Wirklichkeit erwecken können. Aber es handelt sich auch dabei nur Spiegelbilder der menschlichen Bedingtheit. Die strikt geometrische Anordnung der Strichmännchen in Reih und Glied verweist auf die Sinnlosigkeit des gesellschaftlichen Prozesses.
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Whitedarkness-Galerie
Wer heute einige Male hier vorbeigeschaut hat, dem ist es gewiss aufgefallen. Ich habe ein wenig an dieser Website gebastelt, und ab sofort ist in die Homepage der Whitedarkness auch eine Galerie eingebettet. Ich hoffe, dass meine langwierigen und recht umfangreichen Basteleien den Betrieb der Homepage nicht zu sehr gestört haben.
Im Moment ist diese Galerie noch leer, sie enthält lediglich ein Testbild, weil mir das als passende Metapher für einen Testbetrieb erschien. Das wird sich jedoch in Zukunft (wohl eher in etwas fernerer Zukunft) ändern, wenn es hier viele aktuelle Fotos von Veranstaltungen und sonstigen Ereignissen aus dem Umfeld der Whitedarkness geben wird. Bis dahin möge die stille Metapher des Testbildes an Zeiten erinnern, in denen die Fernsehsender noch nicht rund um die Uhr gesendet haben; an Zeiten, in denen einem ein Testbild darauf hinwies, dass an dieser Stelle später ein Programm ausgestraht werden wird.
Natürlich ist die Galerie hier nicht eingebettet worden, weil ich mich gern quäle, sondern weil der Rückblick auf die kürzliche Ausstellung der Werke Robert Schapers gezeigt hat, dass Bedarf an einer Galerie besteht. Die Einbettung einer großen Menge von Bildern in die normale Homepage erwies sich als relativ umständlich, so dass für die Zukunft eine bessere Lösung gefunden werden musste.
Ende der rein technischen Mitteilung mit Testcharakter.
800 Hertz Pegelton.
Piiiiiiep!
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Rückblick: Robert-Schaper-Ausstellung
Am 3. November 2007 hatten wir ersten Mal in der Geschichte der Veranstaltungen der White Darkness eine Ausstellung bildender Kunst. Ausgestellt wurden die Werke des hannöverschen Künstlers Robert Schaper.
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Ausstellung: Robert Schaper
Im Rahmen der Whitedarkness 11 am 3. November wird es erstmals eine Ausstellung bildender Kunst geben. Der hannoversche Künstler Robert Schaper stellt eine Selektion seiner neuen Werke aus.
Robert Schaper sagt selbst zu seinen Werken:
Ich versuche, mit wenigen Mitteln zu arbeiten, um meine Energie so weit wie möglich in den Schaffensprozess zu leiten.
Meine Bilder haben genau so viel oder so wenig Aussage wie ein totes Insekt oder eine Pflanze. Ich erkenne in ihnen manchmal Gesichter, florale Strukturen oder andere, sich in Bewegung befindende Formen. Ich mag Schwarz-/Weißkontraste.
Wenn ich male/zeichne, tue ich dies so schnell ich kann, um meinem Ego/Denkapparat davon zu kommen, also gedankliche Impulse sofort umzusetzen.
Meine Mittel sind Acryllack, Acrylfarbe, Kreide und Kohle auf Packpapier und Pressplatte.
Um einen ersten Eindruck vom expressiven, die gewohnte Pfade der künstlerischen Rezeption verlassenden Stil zu geben, hier einige Beispiele aus seinem früheren Werk:
Allein dafür würde es sich lohnen, am Samstag, den 3. November 2007 ab 21:00 Uhr in das UJZ Korn zu kommen. Aber es gibt noch so viel mehr…
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Heute nichts

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