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	<title>Whitedarkness &#187; Text</title>
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	<description>Ein offener Zusammenschluss hannoverscher Künstler</description>
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		<title>Herbstgefl&#252;ster 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 21:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitenwende]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wieder einmal versteckte Geheimnisse,<br />
Wieder einmal wird gemunkelt<br />
Wieder einmal geschaukelt<br />
wieder einmal &#8230;<br />
Alle Jahre wieder, immer im September<br />
brechen wir auf<br />
zu neuen Ufern<br />
diesmal geht es in ein unentdecktes Land.</p>
<p>Wer sich traut, soll uns schreiben,<br />
Wer sich wagt, erinnert sich<br />
5 Jahre gehen jetzt langsam einher<br />
im Sept. 2004 fanden sich ein Nebel und eine Leiche<br />
Jetzt, mit einem sehr kleinen aber feinen Team<br />
wird die n&#228;chste Runde eingeschlagen</p>
<p>Wer gerne noch Interesse hat,<br />
gem&#252;tliche Lyrik-Stunden mit uns zu verbringen<br />
oder auch gerne mal zu eigenen Werke ein Rudel Ohren zum zuh&#246;ren braucht<br />
ist herzlich eingeladen</p>
<p>Wir werden ab Nov. einen regelm&#228;&#223;igen Treffpunkt<br />
verk&#252;nden. wo wir gerne in kleiner feiner Runde<br />
wieder auf den Ursprung zur&#252;ck gehen<br />
den Spa&#223; an Geschriebenes</p>
<p>Und wie schon leicht vorweggenommen<br />
Im Januar feiern wir unsere 5 Jahre White Darkness<br />
lasst euch &#252;berraschen.</p>
<p>Liebe Gr&#252;&#223;e eure Mira *wink*</p>
<p><img src="http://whitedarkness.de/wp-content/uploads/2009/09/Kamille2blue2.JPG" alt="Zeitenwende" /></p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>13.09.2009 20Uhr Lesung (H) : Chez Heinz: Monsters of Poetry</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 22:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Live dabei]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaubsalternative mit Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>13.09.2009 20Uhr Lesung (H) : Chez Heinz: Monsters of Poetry</p>
<p><strong>Monsters of Poetry</strong></p>
<blockquote><p><em> Chez Heinz Seite</em><br />
&#8230;mit: Roland Adelmann , Hermann Borgerding , Bettina Sternberg , Volly Tanner, Jerk G&#246;tterwind, Markus Hintzen, Marcus Mohr und Kersten Flenter (H). </p>
<p>Zwei Generationen Underground auf Tour<br />
Lange bevor Poetry Slam und Leseb&#252;hnen ihre gro&#223;e Popularit&#228;t erlangten, tummelte sich die literarische Off-Szene bereits in Kneipen, Clubs und Cafés. Ihre Protagonisten schrieen, sangen, fl&#252;sterten, tanzten und trommelten &#8211; einige tun es immer noch, andere tun es und tun es mittlerweile auch erfolgreich &#252;ber`m Grund, wieder andere sind erst seit ein paar Jahren auf B&#252;hnen zu finden. Der Underground sammelt Erfahrungen im Selbstversuch, im Eigensinn, Gl&#252;ck und Ungl&#252;ck. Die Sprache ist klar, bisweilen derb, humorvoll und hautnah. Die Texte erscheinen in Fanzines, kleinen Anthologien und kleinen Verlagen und zeigen dem Buchhandel den Mittelfinger. Zur „Monsters of Poetry“-Tour versammeln sich PoetInnen, geboren zwischen Anfang der 60er und Anfang der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, zu einer Show mit Punk, Performance und Poesie</p>
</blockquote>
<p>Ich selbst kenne die beiden Haupt- Leser: Kersten Flenter und Volly Tanner. Volly ist eine Ber&#252;hmtheit in Leipzig und auch mit seinen schwarzen Humor ein erfrischtes Erlebnis. Er ist bekannt f&#252;r die m&#228;nnliche Variante und das Kontra auf intellektueller Eben der Feuchtgebiete. Und f&#252;r seinen messerscharfen Humor, womit er gnadenlos, seine Erfahrungen als Mensch und werdender Vater und frisch gebackener Vater mit repr&#228;sentativer Spitzfindigkeit Realsatire und Kuriosit&#228;ten leidenschaftlich in Worte umformuliert. </p>
<p>Kersten Flenter hier in Hannover eine Ber&#252;hmtheit, zeichnet sich besonders in seinen kritischen Urbanen Versionen aus, die sich mischten mit Erfahrungen die einem das Leben zeichneten. Seine sinnliche und absurden Werke finden immer wieder Anschluss an das Jetzt. Dar&#252;ber hinaus schleicht er beim lesen dem Zuh&#246;rer indirekt von hinten heran, so dass man w&#228;hrend dessen schon merkt, es packt einem schon in den ersten Zeilen.</p>
<p>wenn es nur die beiden w&#228;ren, k&#246;nnte man behaupten, The Monster-Pappis schlagen zu, aber das w&#228;re zu wenig f&#252;r dieses im Moment noch seltene Kombination von hochwertigen Literaten.</p>
<p>Wer es wagt, &#252;ber seinen Gehirnteller zu springen und sich eine andere gewachsene Seite von schwarzen aber nicht gruftigen Humor zu widmen, kann ich wirklich diesen Abend empfehlen.</p>
<p><a href="www.myspace.com/undergroundmonsters">myspace-seite/undergroundmonsters</a><br />
<a href="www.beichezheinz.de/programm/index.php">chez heinz Programm </a></p>
<p>Adresse: </p>
<p>Béi Chéz Heinz<br />
Liepmannstra&#223;e 7b (F&#246;ssebad)<br />
30453 Hannover (Linden -Limmer)</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Aus dem Urlaub&#8230;</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2009/01/15/aus-dem-urlaub</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 14:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://whitedarkness.de/2009/01/15/aus-dem-urlaub</guid>
		<description><![CDATA[<p>Auch wenn bei der White Darkness <a href="http://whitedarkness.de/wp-content/uploads/2008/08/urlaub_flyer_website.gif" title="Der beste Flyer aller Zeiten">die Kunst zurzeit noch Urlaub macht</a>, gibt es jetzt doch wieder etwas von uns. Wer uns finanziell ein wenig unterst&#252;tzen m&#246;chte, kann als Dankesch&#246;n einige Werke, die in den letzten Jahren im Rahmen der White Darkness entstanden sind, als signierte Einzelst&#252;cke bekommen:</p>
<p><img src='http://whitedarkness.de/wp-content/uploads/2009/01/a0-gesamtschau.jpg' alt='Das kann man jetzt alles als Dankesch&#246;n daf&#252;r bekommen, dass man die White Darkness finanziell unterst&#252;tzt…' /></p>
<p><a href="http://whitedarkness.de/unsere-werke-unterstuetzung" title="Hier erf&#228;hrt man mehr">Weitere Informationen zu den erh&#228;ltlichen Werken sind hier verf&#252;gbar&#8230;</a></p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>White Darkness die Dreizehnte</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2008/05/05/white-darkness-die-dreizehnte</link>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 23:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong>Gedanken &#8211; Geb&#228;ude &#8211; Ger&#228;usche<br />
</strong><br />
Wie w&#252;rde meine White Darkness aussehen? Erlich gesagt, w&#252;rde ich eine Veranstaltung machen, die ein Thema in Hannover zu sehr verkommen l&#228;sst. Ja, der (vielleicht) sogenannte post-industril Stil. Mit Kettens&#228;gen und Beat-pc, w&#228;re der Abend angereichert mit skurilen Japanischen oder auch selbst gemachten Videos. Eine Mischung aus &#252;belestem L&#228;rm und k&#252;nstlerischer Entartung.<br />
Dabei gibt es nat&#252;rlich auch die M&#246;glichkeit Kuchen und Kekse mitzubringen.</p>
<p>Das ist auch ein Grund warum ich gerne mit DJ AMD zusammengearbeitet habe, weil er genauso wie ich die Maschinenkl&#228;nge mag.</p>
<p><strong>Gegenwart &#8211; Grillen &#8211; Gnocken</strong></p>
<p></p>
<p>Was war aber in der Nacht vom 3. auf den 4 Mai? In erster Line eine Horrorpunk, Psychobilly sonstwas kuschelige Veranstaltung. Sehr sehr gem&#252;tlich wurde drau&#223;en gegrillt &#8211; und, zumindesten erging es mir, so habe ich mich sehr gut unterhalten.<br />
Im dem Sinne von wirklich gut. Es war ein sehr kuschliger Abend.<br />
Die Vorbereitungen liefen sehr angenehm. Auch die sehr versp&#228;tete Currywurst-Team-Sitzung fand statt.<br />
Musikalisch kann man wirklich sagen, dass die Dj nicht nur den Tellerand, sonder fast schon die gesamte K&#252;che verlassen haben. Leider nur mit dem miesen Beigeschmack, das diese Art von Musikrichtung nicht wirklich auf das Intresse des Publikum traff. Jedoch es wurde getanzt.</p>
<p>N&#246;rgeln tue ich weniger, von dem an diesem Wocheende unser sehr schmal besuchten Veranstaltung (das hatten wir schon einige Male.und passiert jedem), sondern eher das irgendwie das ganze zu sehr &#8222;<em>normal</em>&#8220; wurde.</p>
<p>Schon als ich die Currywurst f&#252;r unser kleines WD-Team holte, kam mir ein seltsamer Gedanke:</p>
<p><em>&#8222;die geheimen Erfolge von der White Darkness&#8220;</em></p>
<p>Ja, es gibt sie und auch wenn sie im allgemeinen vielleicht unter dem Tisch gekehrt werden, so haben wir doch in den letzten 3 1/2 Jahre erhebliche Verwandlung geschaft.</p>
<p><em>So manche pragmatische:</em><br />
Herbstschmerz (nach zwei Auftritten in der Korn) wanderte es f&#252;r zwei weitere Auftritte ins Labor und sind jetzt auf das SG- Festival</p>
<p>ZNS gelang der Sprung sogar nach einem einmaligen Auftritt, in das Batcafe-Festival und jetzt auch in den SG.</p>
<p>Als Dj haben wir ..</p>
<p>Dj Amd eine Plattform vermittlet, der aber auch dadurch, das er einfach gut ist, jetzt sogar im Dark Star auflegt.<br />
Aber, den ersten Szene relevanten Auftritt, der bleibt im Geheimen und was wirklich als etwas besonderes bei der <em>ersten White Darkness</em>. Nat&#252;rlich ben&#246;tigte es danach noch 1 1/2 Jahre bis er den Weg erstmal ins Labor fand, sp&#228;ter ins Dark Star. Doch somit hat er, f&#252;r mich pers&#246;nlich, auch einen recht gut verdienten Platz in der schwarzen hann&#246;verrischen Gemeinde. Mein pers&#246;nlicher Wunsch w&#228;re ja noch, dass Amd vielleicht doch einmal zum Schadowdance eingeladen wird. Doch wenn Worlock und Amd wirklich anfangen, um die Wette zu stampfen und zu schrunzen, dann w&#228;re wohl so mancher vielleicht zurecht angenervt, dass es zu elektronisch w&#228;re. (FG*)<br />
aber auch hier&#8230;was w&#228;re wenn&#8230;ein Gedanke. Ein einfacher Gedanke.</p>
<p>DJ ZNS, Zerfall D oder wie anfangs genannt Dj Zebra, hat auch einen intressanten Platz gefunden, immer hin so verschlugen ihn seine Wege auch ins Odeon/ Autophsie- Party bis hin zum legend&#228;ren Monstertanz.<br />
Aber auch, wenn hier vielleicht eine richtige Etablierung noch seine Zeit braucht, er kenntzeichnet sich wirklich aus, das er bereit ist wirklich auch konsequent auch seinen Weg zugehen. Einen &#8222;normalen&#8220; Einheitsbrei wird es bei ihm definitiv nie geben, eher einen elit&#228;ren Mix aus allseinen Fundst&#252;cken. (und den h&#246;rt man wirklich nur bei ihm ^^)<br />
Aber da Sascha seine Zeit zwischen Dj, ZNS und Zerfall_D steht, so bleibt auch hier noch anzumerken, dass durch die zwar sehr verdeckte klare Unterst&#252;tzung, doch auch ihm eine gelungende Plattform geschaffen wurde.</p>
<p>Und nun, zum Schluss, Dj Vulkan, so dr&#252;cken wir das gesamte Team ihm die Daumen, das er wirklich einen Platz in der NachtsubsTanz findet. Dabei auch hier angemerkt, w&#252;nsche ich auch gerade dieser Veranstaltung einen Ort, wo sie wohlverdient ihre knuddelige Veranstaltung weiter betreiben. Das w&#228;re wirklich ein zu tragischer Verlusst.</p>
<p>&#8212;als ich dann irgendwie diesen Gedanken noch w&#228;rend der Veranstaltung noch nacheiferte, erz&#228;hlte mir Rene (Drummer von Herbstschmerz), das er als Dj auch im Dark Star eine M&#246;glichkeit bekommt. Pers&#246;nlich von meiner Seite und auch vom Team, herzlichen Gl&#252;ckwunsch und viel Muse am 31.Mai.2008.</p>
<p>Es sind indirekt die kleinen Erfolge.(dabei z&#228;hle ich sehr wohl den weiteren Verlauf jeder einzelen Band als auch jedem Dj als geheimen Erfolg an, weil die White Darkness in dem Sinne wirklich gerne als Starthilfe, Motivation und Unterst&#252;tzer handelt. Dabei habe ich dezent noch nicht Toxicappel erw&#228;hnt, den auch dieses Projekt hat es geschafft einigen einen Schritt in die Radiowelt zu vermitteln. Ja, nat&#252;rlich ist es klar, dass dieses nur geschen konnte, weil diejenigen auch selber aktiv wurden. Das wollen wir auch&#8230; und nix anders! Denn was wir erm&#246;glichen ist nur der Platz und gelegendlich Pf&#246;tchen halten, falls man noch seine Zeit braucht <img src='http://whitedarkness.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />   )<br />
Vielleicht habe ich auch so ein oder anderne Vergessen, sei mir es verziehen, denn das war nur ein grober &#220;berschlag. Achja, das lustiger Weise immer mehr angefragt wird, wann wieder eine Lesung statt findet, bleibt vielleicht unser pers&#246;nlicher Genuss.</p>
<p><a HREF="http://whitedarkness.de/wp-content/uploads/2008/05/arkana13.jpg" TITLE="Tod"><img SRC="http://whitedarkness.de/wp-content/uploads/2008/05/arkana13.jpg" ALT="Tod" /></a></p>
<p><strong>Transformation</strong></p>
<p>Was war ver&#228;ndert sich. Und auch im Gedanken, dass es sich um die 13 White Darknes handelt, so lassen sich auch die (R&#252;ck-)Besinnungen, die im Laufe des Wocheende passierten, einen sinnvollen Platz einnehmen.Im Taro, die Karte f&#252;r Tod und Transformation. Entwicklung. Ver&#228;nderungen.<br />
Dabei wird auch so manches Begraben und wieder sich neu finden, frisch erkeimen.</p>
<p>Am Ende dieser White Darkness sa&#223;en Frank, Elias und ich zusammen und wir haben etwas gefunden. Wir haben nach etlicher Zeit der kreativen Schaffungspause wieder einen Antrieb gefunden; auch im Sinne der White Darkness, f&#252;r uns wieder eine Plattform zuschaffen. Nat&#252;rlich soll es eine Plattform f&#252;r alle sein. Und genau mit diesen Gedanken, werden wir in die 14 White Darkness ziehen. Im moment ist alles offen. d.h. das bis jetzt angestrebte Konzept wird, gr&#252;ndlich auf Herz und Nieren gepr&#252;ft und dabei noch mal durch den Fleischwolf gedreht. Was sicher ist? Nix. Denn, an diesem Punkt sind wir angelangt, die White Darkness wird jetzt wirklich wieder unberrechenbar. Somit, kann ich zumindesten sagen, Kuchen und Kekse mitbringen ist ausdr&#252;cklich erw&#252;nscht ( eher gefordert ^^) und den Kaffee gibt es auch weiter umsonst. Alles andere, bleibt erlich gesagt im Moment als Willk&#252;r aller Gedanken.</p>
<p>Dabei, angemerkt, ich schlie&#223;e mich inhaltlich auch an Elias Nachbericht an. Deshalb habe ich auch versucht andere Perspektiven zuverdeutlichen.</p>
<p>Es ist wahr, dass wir als Kernteam von der White Darkness wirklich etwas verstanden haben, das wir unser Grundkonzept mehr Kommunizieren m&#252;ssen. Auch wenn wir nicht so wirklich wissen, was eigendlich unser Mainfest ist, so haben wir eine Ahnung davon, was es nicht sein soll.</p>
<p><strong><em>Produzieren statt Konsumieren!</em></strong></p>
<p>Und in meiner Ebene&#8230;</p>
<p>Ich wei&#223; das letztes Jahr einiges wirklich skuril verlaufen ist. Und ich wei&#223; auch, dass ich mich zu manchen Diskussionen, Streitereien und Zickigkeiten eingelassen habe. Ich wei&#223; aber auch, dass letzte Jahr wirklich entscheidend viel passiert ist. Ich erkenne an, das in den letzten 12 Monaten Frank, Elias und ich wirklich, im Bezug zur White Darkness, doch irgendwie auch das Wesentliche aus den Augen verloren haben. Doch manchmal braucht man einen Hauch von Normalit&#228;t, um zu wissen wie die Alternativen sein d&#252;rfen.</p>
<p>Im dem Sinne, k&#246;nnt ihr darauf gefasst sein, das es weiter geht.</p>
<p>Vielleicht wird sich nur eines ver&#228;ndern, wir werden euch volltexten, fragen, nerven und &#8222;machen&#8220; lassen.</p>
<p>in diesem Sinne,<br />
mira</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>R&#252;ckblick und Download: Die Werbelesung</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Nov 2007 23:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zun&#228;chst einmal: Vielen Dank f&#252;r die rege Anteilnahme an meiner &#8222;Werbelesung&#8220; auf der <a href="http://whitedarkness.de/2007/10/08/3112007-white-darkness-11-feat-thomas-sabottka-2/" title="Hier ist die Ank&#252;ndigung der Whitedarkness 11">Whitedarkness 11</a>. Selten nur kam mir mein Material so fragmentarisch und ungen&#252;gend vor, obwohl ich einen so hohen Aufwand an Zeit und M&#252;he hineingesteckt habe. Auch erschienen mir meine vielen kleinen Witze zum Wahnsinn der Werbung fast schon deplatziert, handelt es sich doch um eine recht ernste und ziemlich deprimeierende Form der gezielten Massen-Manipulation. Aber wenn der <em>Wahnwitz</em> dieser einseitigen Kommunikationsform blo&#223;gestellt wird, kann er eben auch recht witzig sein.</p>
<p>Viele Gespr&#228;che, die ich nach der Lesung gef&#252;hrt habe, haben mir das Lachen beinahe wieder vergehen lassen. Es waren doch etliche Zuh&#246;rer, die sich vor allem erheitert haben, die aber nicht verstanden haben, wie ernst und wirkm&#228;chtig die in der Lesung beschriebenen Formen des <em>Mindfucks</em> sind. Einige wurden nach der Lesung gar nicht m&#252;de, mir gegen&#252;ber &#8222;gute&#8220; Formen der Werbung zu beschreiben, w&#228;hrend ich durchaus m&#252;de wurde, so etwas richtig zu stellen. Tats&#228;chlich glaubte ich manchmal, dass diese Menschen jemanden anders lesen geh&#246;rt haben m&#252;ssen. Aber trotz allem: Es &#252;berwog die Zustimmung, die manchmal sogar mit neuem Bewusstsein f&#252;r diese allgegenw&#228;rtige Gehirnw&#228;sche einher ging. Und das freut mich.</p>
<p>Ich habe schon w&#228;hrend der Arbeit am Material beschlossen, <a href="http://whitedarkness.de/wp-content/uploads/2007/11/wd11-manuskript-werbelesung.pdf" title="Download-Link auf ein PDF-Dokument">mein Lese-Manuskript hier zum freien Download zur Verf&#252;gung zu stellen, damit jeder in aller Ruhe noch einmal nachlesen kann</a>. Nat&#252;rlich entspricht dieser Text nicht genau meinem Vortrag auf der B&#252;hne, weil ich dort viele Erg&#228;nzungen und spontane Nebenbemerkungen eingeflochten habe, und es handelt sich auch nicht um einen sprachlich geschliffenen Text, sondern um einen kurzen, strukturierten Abriss, der in &#252;berwiegend einfachen, der Umgangssprache angelehnten S&#228;tzen geschrieben wurde, damit er sich leicht vorlesen l&#228;sst. Ich denke aber, dass diese in der Natur eines solchen Hilfsdokumentes liegenden Unvollkommenheiten keine so gro&#223;e Rolle spielen &#8212; denn was ich zu sagen hatte, wird auch daraus klar.</p>
<p>Leider ist das bei der Lesung verwendete Bild- und Filmmaterial im Dokument nur angedeutet. Und leider kann ich es nicht so einfach als erg&#228;nzendes Material zur Verf&#252;gung stellen, da es sich nat&#252;rlich um urheberrechtlich gesch&#252;tzte Werke handelt. Wer die aktuelle Werbung, vor allem die aktuelle Fernsehwerbung kennt, wird jedoch erkennen, welches Material verwendet wurde. Die bildhafte Methodik der Werber ist &#252;brigens oft erstaunlich unkreativ, so dass sich die beschriebenen Formen des geldwerten Unsinnes in vielen Werbespots wiederfinden lassen.</p>
<p>Wer mehr von meiner beinahe t&#228;glichen Auseinandersetzung mit illegalen Formen der Werbung (Spam in jeder Form) und mit besonders hirnlosen Beispielen legaler Werbung mitbekommen m&#246;chte, sei auf das <a href="http://spam.weltretter.de/" title="Hier geht es zum Blog">Blog &#8222;Unser t&#228;glich Spam&#8220;</a> verwiesen.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Todesanzeige</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Oct 2007 23:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Prosaische Dichtung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>So erlag sie ihrem Schmerz, vom ganzen Herzen. Am Irrsinn der Menschlichkeit geglaubt. Stirbt sie dahin. Ja, sie hatte<br />
ein Leben. Das kann ich wohl behaupten. Wohl anders als Ihr es vermutet. Anders als ihr es glaubt oder berrichtet. Kommt ja nicht auf die Idee zubehaupten, ihr w&#252;rdet sie kennen! NEIN, Nichtnutzige Ungegeheuer Seelenvampiere, Ihr<br />
wisst garnix. Und wenn man in letzter Zeit dachte sie zickt rum, sie ist eben balabalaÂ oderÂ  so habt ihr nur das<br />
gesehen, was IHR sehen solltet. Es war sinnlos Krieg mit ihr zuf&#252;hren. Nur wenn die Zerst&#246;rung ihrer selbst das Ziel war,<br />
so Herzlichen GL&#220;CKWUNSCH! Das habt ihr geschafft. Ihr verlogendes Pack.<br />
Nat&#252;rlich ist sie eine eigenartige Person. (so sollte man meinen&#8230;) ABER NEIN, sie war der Geist von allem hier, sie war<br />
mehr als nur ein Wesen, sie hat tief Gef&#252;hlt und gelebt. In der heutigen Zeit wohl ein Verbrechen.<br />
Und sie war erlich, sie zeigte ihre Gef&#252;hle auch wenn man sie tritt. Und man tritt sie immer noch, lacht &#252;ber sie, denkt sich komische L&#252;gen &#252;ber sie aus, versucht ihre Welt zuzerst&#246;ren.<br />
Das ist gegl&#252;ckt. Danke, an dieser Stelle, Nein sie bleibt Tod und war eigendlich nie Lebendig, ein Geist aus dieser Welt,<br />
dessen Herz man zerst&#252;ckelt, und man ignoriert es das sie Liebt.</p>
<p>Ok, nach einiger Zeit konnte sie es nicht mehr aussprechen, doch man verhasste ihrer Gef&#252;hle.</p>
<p>Man Hasst sie f&#252;r ihr sein. MANN hasst SIE! manchmal. Doch h&#228;tte man sich getraut, einfach auf sie zuzugehen, sie zufragen &#8222;wie geht es dir?&#8220; dann h&#228;tte sie dankbar gel&#228;chelt.<br />
Doch dann tut man so als ob NIX gewesen w&#228;re, als ob man sie nur kennt, immer wieder das selbe oder doch das<br />
gleiche?<br />
MIR IST ES LADDE! Die letzten Worte, der letzte Seufzer, so ging sie einen eigen Weg und ich danke ihr f&#252;r ihr<br />
mitf&#252;hlendes Wesen.</p>
<p>Ich danke ihr f&#252;r die vielen Stunden die sie nur f&#252;r mich tanzte, Ich danke dir oh Liebste f&#252;hr die viele Zeit die du mit<br />
mir ausgehalten hast.nur leider war keiner wirklich da um f&#252;r dich da zu sein. Dich in den Arm zunehmen und einfach nur<br />
zusagen das alles schon ok ist, Dir zusagen das alles Ok ist. Oder vorbei geht. Nein, das musstes du dir selber sagen,<br />
und heute, da war es zuviel.</p>
<p>Abwieviel Messer im R&#252;cken stirbt man eigendlich?</p>
<p>Naja ich habe heute bei dir 5 gez&#228;hlt und das war nur heute&#8230;.<br />
Aber egal, es st&#246;rte keinen das du gings, es st&#246;rte keinen das du tanzt, oder mal doch anl&#228;cheltest, es hatte nur die<br />
Botschaft sieh mich an und sei einfach da, ich bei&#223;e nicht, naja nur manchmal ^^, ich mag dich. ich liebe dich, egal was,<br />
zu wem oder was. So tr&#228;umte sie und doch war sie die Wachste von Allem sie wuste das sie den &#8222;Schwarzen Peter&#8220; hat.<br />
Morgen werde ich an ihr gedenken, ein Kartenspiel kaufen.</p>
<p>Ich gedenke an dich einfach Freundin und Schwester Liebste, du bist gegangen mit Messer in den R&#252;cken und<br />
hinterl&#228;sst mich mit meiner Trauer.</p>
<p>geht auch vorbei&#8230;Mira</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Molochlied</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2007/09/21/molochlied</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 18:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der erh&#228;ngte folgerichling<br />
baumelt am baume, begessen<br />
mit b&#228;llen, granaten und &#228;ngsten.<br />
Jemande<br />
bekamen lachzwang vom sachzwang:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p>Der erh&#228;ngte folgerichling<br />
f&#252;hrte viel freunde, vor&#252;ckw&#228;rts<br />
zu orden, schwarzgeld und posten.<br />
Menschen<br />
&#252;berwand er mit windigem winden:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p>Der erh&#228;ngte folgerichling<br />
hat h&#228;nde von kruppstahl, kr&#228;hes&#228;ht<br />
betongraue saat in bl&#252;hende l&#228;nder.<br />
Ein bauchvoll<br />
mamlt knochen, herzen und seelen:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p>Der erh&#228;ngte folgerichling<br />
als leiche noch n&#252;tzlich, zahlesingt<br />
summesang von h&#228;rte und fortschritt.<br />
Sein grabgold<br />
bemurmelt zwingsal ewiger wahrheit:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<item>
		<title>Kein Auge zu&#8230;</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2007/09/12/kein-auge-zu</link>
		<comments>http://whitedarkness.de/2007/09/12/kein-auge-zu#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 01:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auge nicht zu..</p>
<p>kein Auge zu</p>
<p>kein Auge</p>
<p>Auge</p>
<p>kein</p>
<p>Schlaf</p>
<p>kein Auge zu kein Schlaf</p>
<p>Schlaf</p>
<p>vegitieren im Nichts</p>
<p>d&#228;mmerung des Verstandes</p>
<p>immer schlafen</p>
<p>nie wachsein nur wachsein wenn man geschlafen hat</p>
<p>wache menschen kann man nicht lenken</p>
<p>kein AUGE zu</p>
<p>zu auge kein</p>
<p>AUGe</p>
<p>arGE</p>
<p>&#196;rGer</p>
<p>vertraut</p>
<p>kein auge</p>
<p>keine GEDanken</p>
<p>kein GEDenken</p>
<p>KEine GEDuld</p>
<p>gef&#252;hle -&gt; daf&#252;r gibts medikamente</p>
<p>die heutige zeit.</p>
<p>f&#252;r alles selbst f&#252;r BiNduGen</p>
<p>kein AUGE zu</p>
<p>kein schLaf</p>
<p>zerst&#246;rt Gehirn</p>
<p>oder erschafft es Synapsen?</p>
<p>GEDanKen?</p>
<p>Hoffnungen?</p>
<p>kein AUge zu</p>
<p>still nur still nur still</p>
<p>entfernt vergiftet vom konsum</p>
<p>legen sich wir schlafen mit tV</p>
<p>oder musIk</p>
<p>kein auge zu</p>
<p>wir wachen &#252;ber dich</p>
<p>die kreativen denkenden</p>
<p>den sie schlafen nicht.</p>
<p>so wie du. wo du tr&#228;umst jemand zu sein&#8230;</p>
<p>wir sind schon jemand. LeIdEr</p>
<p>manchmal</p>
<p>geht auch vorbei</p>
<p>ein auge.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Meine Klatsche</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2007/07/05/meine-klatsche</link>
		<comments>http://whitedarkness.de/2007/07/05/meine-klatsche#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 21:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://whitedarkness.de/2007/07/05/meine-klatsche/</guid>
		<description><![CDATA[<p>fliegen fliegen<br />
klatscht die fliegenklatsche<br />
fliegen an die wand &#8211;<br />
dank der hand.</p>
<p>ohne hand<br />
fl&#246;gen fliegen<br />
voller flei&#223;e<br />
flugs in schei&#223;e<br />
dann in mein gesicht &#8211;<br />
ich mag das nicht.</p>
<p>die fliege flog,<br />
die wand sie zog;<br />
sie hat gedacht:<br />
„genug gemacht, ich ruhe jetzt“&#8211;<br />
sie ward zerfetzt.</p>
<p>Ein wichtiger Nachtrag auf die Frage: „Sch&#246;n, sch&#246;n, und was m&#246;chte der Autor uns mit diesen erquicklichen Worten nun sagen?“</p>
<p></p>
<p>Diese Frage gemahnt an eine Situation aus der Schulzeit. Da liegt vor der Masse der zu Beschulenden ein Sortiment wohl geformter Worte, dicht und klar: ein Text, der die Stimme verstummen machen kann, so er gut ist. Und dann steht da so einer l&#228;ssig am Pult und fragt in der Pose des erfahrenen Stei&#223;trommlers durch das flackernde Neonlicht hindurch: „Was will uns der Dichter jetzt damit sagen?“</p>
<p>Was f&#252;r eine Frage! Er hat&#8217;s doch schon gesagt, der Dichter. Und er hat&#8217;s doch sch&#246;n gesagt. Was ist da noch zu sagen? So entsteht im Sprechenm&#252;ssen der schulische Kampf um niemals wirklich passen wollende Worte, der gedankliche Krampf im wiederk&#228;uenden Ausdruck des l&#228;ngst ausgedr&#252;ckten, der pieksende Stacheldrahtverhau des Kulturellen. Kein Wunder, dass im Zusammenhang der Beschulung denn so oft von der Zensur die Rede ist. Am Ende des Prozesses bleiben &#252;berwiegend Lesemenschen zur&#252;ck, die den in Versform gegossenen Text systematisch nach formalen Kriterien, Binnenreimen, Metaphern und rhythmischen Figuren abklappern, bis sie dar&#252;ber den Text zu erfassen vergessen, da sie einstmals bis zur Vergasung so lasen, weil sie so lesen mussten. Und denn bleiben nat&#252;rlich noch die paar anderen, die fangen dann selbst an, sogeformt zu schreiben &#8212; von dumpfer Lust am Ausdruck eines diffusen F&#252;hlens getrieben, so ganz ohne den tiefen Gedanken dahinter, den sp&#228;tere Lehrer- und Kritikergenerationen als Essenz daraus destillieren werden, wenn&#8217;s ein bekannteres Elaborat geworden ist.</p>
<p>Genug der Vorrede. Ich komme zum Schluss. Zum Schlie&#223;en &#8212; und zwar eher zum Erschlie&#223;en denn zum Verschlie&#223;en. Bitte erschie&#223;t mich jetzt nicht!</p>
<p>Das hier vorliegende Reimwerk von Elias Schwerdtfeger tr&#228;gt den Titel „meine klatsche“. Es greift damit schon in seiner Benennung eine umgangssprachliche Bezeichnung f&#252;r minderschwere intellektuelle oder mentale Defizite auf, die allerdings im allt&#228;glichen Umgang eher dem jeweiligen Mitmenschen anderer Meinung angehangen oder nachgesagt werden. Man k&#246;nnte glauben, der Dichter &#8212; es handelt sich hier eindeutig um eine Form der Dichtung, dies teilt sich dem Leser und H&#246;rer deutlich in der strengen Form und im rhythmischen Aufbau des Textes mit &#8212; wolle schon anfangs betonen, dass er nicht mehr ganz dicht sei. Selten nur wird bereits vom Titel eines Werkes eine solche Lawine von verwirrenden Assoziationen im Unsch&#228;rfebereich des Sprachlichen losgetreten &#8212; und dieser Mangel an Konkretion wird noch gef&#246;rdert durch die formale Entscheidung zur radikalen Kleinschreibung, welche so geeignet dazu ist, die Grenzen zwischen den Wortarten zu einem matschigen Brei zu verschmieren.</p>
<p>Offenbar handelt es sich um die Auseinandersetzung mit einem St&#252;ck allt&#228;glichen Irrsinns, mit der ganz gew&#246;hnlichen Psychopathologie des Alltages. Der Hang zur Umgangsprache, gar zum verlallten Soziolekt des Saufkneipenpublikums steht dabei in reizvollem Kontrast zur Form des Textes, die in ihrer asketischen Strenge das Gesagte in etwas h&#246;here Regionen der gesellschaftlichen Schichtung platziert. Ein Dunst von innerem Widerspruch, ja von Schizophrenie geistert dunkel zwischen diesen auf dem ersten Blick so harmlos anmutenden Zeilen hindurch.</p>
<p>Schon in der ersten Zeile zeigt eine tiefe, triefende Tauchgelegenheit in geradezu schlammiger sprachlicher Unbestimmtheit die bodenlose Genialit&#228;t des Werkes: „fliegen fliegen“. F&#252;r sich betrachtet ist&#8217;s unklar, ob sich hier der Menschheitstraum vom Emporschwingen gegen die wuchtige Kraft der Gravitation in der Verdoppelung der schlichten Grundform des Verbes ekstatischen Ausdruck verschaffen will. Erst das kl&#228;rende Wort „fliegenklatsche“ baut ein tragf&#228;higes Ger&#252;st um die zarten Wolkenf&#228;den m&#246;glicher Deutungen und Bedeutungen und gibt damit sp&#228;t der „klatsche“, meiner Klatsche, besinnlichen Sinn.</p>
<p>Es sind Fliegen, die da fliegen. Kleine, primitive, h&#228;ssliche summende Wesen, assoziiert zu m&#252;ffelnden M&#252;llstapeln und dem tabuisierten Exkrementiellen, f&#252;r die D&#228;dalus kein Mythos werden k&#246;nnte, da der Flug st&#228;ndige Erfahrung ist. Und „meine klatsche“ ist mir ein schmetterndes Ger&#228;t, gemacht, um nicht auf das ikarusartige Ende dieser beneidenswerten Tiere bei der brutzelnden Landung auf Edisons leuchtender Erfindung, der Gl&#252;hlampe, warten zu m&#252;ssen.</p>
<p>Zwischen diesen starken Bildern der „fliegen“ und der „klatsche“ steht die greifende, m&#228;chtige Hand mit ihrer Kraft, Fliegen an die Wand zu klatschen. Der ganze Wahn des Menschseins, der zerst&#246;rerische Neid auf die zu sicht- und h&#246;rbaren besseren Lustm&#246;glichkeiten in der Mit- und Umwelt konzentriert sich in der Hand, die in destruktivster Weise zu handeln vermag. In dieser menschlichen M&#246;glichkeit, die in entfernteren Ankl&#228;ngen an abschmelzende Polkappen, Atomwaffen und st&#228;dtebauliche Experimente wie Hannover denken l&#228;sst, bekommt die Klatsche Macht, indem sie kaputt macht. Der sprachliche Bruch, der pl&#246;tzliche Verzicht auf den aliterativen Stil der Sprache verst&#228;rkt diesen Eindruck, dass hier die Haltung ewiger Ergebenheit in ein unabwendbares Schicksal aufgegeben wird und ein Mensch mit Klatsche zu handeln beginnt.</p>
<p>Diese sparsame, aber doch tiefe Metapher wird vom Dichter nicht aufgegeben. Aber im Verlauf des Gedichtes zeigt sich eine best&#228;ndige Abnahme der Aliterationen, so als w&#252;rde ein Summen und Rauschen in der Umgebung immer leiser werden, bis die letzte ruhende Fliege zerfetzt als verschmierter Fleck an der Wand eines Menschen mit einer gro&#223;en Klatsche klebt. Hernach ist der Handbenutzer allein, ein tragischer Held inmitten ausgesummter Kadaver. Fliegen kann er immer noch nicht, die Verl&#228;ngerung der Hand durch eine Klatsche ist obsolet geworden, die Tapete ist mit Flecken &#252;bers&#228;t. Was wird unser Held wohl mit seiner Hand machen?</p>
<p>Jedes gute Werk l&#228;sst eine Frage offen.</p>
<p>Die Gehirne m&#252;ssen neu verdrahtet werden.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachruf f&#252;r Terri Schiavo</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2007/07/05/nachruf-fuer-terri-schiavo</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 21:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das ist eine etwas &#228;ltere Geschichte, die damals in den Medien breit getreten wurde. Obwohl die &#8222;Story&#8220; schon lange nicht mehr aktuell war, habe ich diesen Text dennoch auf der Whitedarkness Sieben vorgetragen.</p>
<p>Terri Schiavo wurde am dritten Dezember 1963 in Philadelphia geboren. Sie litt an Bulimie. Wegen dieser Essst&#246;rung kam es am f&#252;nfundzwanzigsten Februar 1990 zu einem Kaliummangel, der wiederum zu einem Herzstillstand f&#252;hrte. Das Gehirn wurde f&#252;r l&#228;ngere Zeit nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und schwer gesch&#228;digt, Terri Schiavo fiel in ein Wachkoma. Nach Meinung der &#196;rzte w&#228;re es nicht m&#246;glich gewesen, Terri Schiavo aus dem Koma aufzuwecken, da der Hirnschaden umfangreich und irreparabel gewesen sei. Der Ehemann von Terri Schiavo fand sich mit dieser Diagnose ab, und da er ihren Wunsch Gen&#252;ge tun wollte, dass sie bei unheilbarer Krankheit nicht k&#252;nstlich am Leben gehalten werden wolle, stellte er einen gerichtlichen Antrag auf Entfernung des Nahrungsschlauches. Die Eltern wollten hingegen die Behandlung auf jeden Fall fortsetzen, da sie an eine Heilungschance glaubten. Diese Lage f&#252;hrte zu einem siebenj&#228;hrigen Rechtsstreit, der erst am 18. M&#228;rz damit endete, dass dem Antrag auf Entfernung des Nahrungsschlauches stattgegeben wurde. Terri Schiavo starb am 31. M&#228;rz 2005. Der Auseinandersetzung um diesen ethischen, medizinischen und juristischen Grenzfall wurde gro&#223;e und weltweite mediale Aufmerksamkeit zu Teil, bei der &#252;berreich alle nur denkbaren moralischen und religi&#246;sen Argumente breitgetreten wurden.</p>
<p>Ich hoffe, Du bist auch einmal Mensch gewesen. Mensch, bevor Dein Herz den weiteren Gang verweigerte und Dein Hirn ersticken lie&#223; und f&#252;r die n&#228;chsten f&#252;nfzehn Jahre alles von Dir nahm, was einen nackten Affen erst zum Menschen macht.</p>
<p>Mensch, bevor Du ein gutes und lang anhaltendes Gesch&#228;ft f&#252;r ein Krankenhaus und die dort besch&#228;ftigten &#196;rzte wurdest, die Dich lange lange in einem Zustand hielten, der unter einer eher technischen Betrachtungsweise eine gewisse &#196;hnlichkeit zum Leben hat. Die K&#246;rper-Maschine l&#228;uft und l&#228;uft, wenn ihr nur ein wenig nach-geholfen wird &#8212; ein bequemer Patient, der konstanten Umsatz verspricht.</p>
<p>Mensch, bevor Du f&#252;r Deinen Ehemann ein l&#228;stiger Stein im Wege wurdest, der doch noch lebte und die Einsamkeit hasste und die Liebe f&#252;r eine andere, wirklichere und pers&#246;nlichere Person empfand und an Dir und Deinem leichenhaft d&#252;nstelnden Restleben mit schweren Ketten gefesselt war.</p>
<p>Mensch, bevor Du und Deine von kalten Maschinen aufrecht erhaltenen Zuckungen zum Anlass f&#252;r deine Familie wurden, bei ihrem Gez&#228;nk auf Todesbegriff, Religion, Moral und so genannter W&#252;rde herumzureiten. Manchmal nahmen sie sogar das Wort Ethik in den Mund; in jener stolzen Arroganz, in der dieses Wort eben in den Mund genommen wird, wenn es eine gut wirksame Waffe sein soll.</p>
<p>Mensch, bevor Du im gesch&#228;ftigen Betrieb des Rechts zum Anlass f&#252;r einen Berg von Beratungen, Terminen, Kostennoten, Verhandlungen, Entscheidungen, Urteilen und abgewiesenen Antr&#228;gen wurdest. F&#252;r viele Anw&#228;lte warst Du schlicht eine Goldgrube &#8212; und juristisch war Dein »Fall« &#228;u&#223;erst interessant.</p>
<p>Mensch, bevor Du zum Content in den bildgebenden Massenmedien der Jetztzeit wurdest, ein Anlass zu Reportagen und stundenlagen Talkshows mit gut gespielter Betroffenheit und so vielen echt wirkenden Gef&#252;hlen und tief klingenden Meinungs&#228;u&#223;erungen der sehr ge&#252;bt Diskutierenden. Du warst so gut geeignet f&#252;r Deine Verwurstung im Fernsehbetrieb, ein bewegtes und bewegendes Bild. Da kann man auch dem Werbekunden gleich eine h&#246;here Rechnung schreiben.</p>
<p>Mensch, bevor Du f&#252;r die Fernsehzuschauer und Zeitungsleser ein vor&#252;bergehendes Bild wurdest, an dem sie ihre leicht manipulierbaren Affekte aufheizten, bis Dein Bild irgendwann von anderen, aktuelleren Bildern abgel&#246;st wird.</p>
<p>Mensch, bevor Du zum Argument f&#252;r die lichtverneinenden Vertreter der Religion wurdest, die ausgerechnet an Deinem nur noch zuckenden Beispiel vom unantastbaren Wert des Lebens faseln mussten, obwohl doch jeden Tag f&#252;nfundsechzigtausend sehr viel “lebendigere” Menschen aus wirtschaftlichen und technischen Gr&#252;nden schweigend und von den Medien unerkannt verhungern &#8212; als t&#228;glich wachsender Leichenberg, auf dem unsere “Zivilisation” mit ihrem stolz erhobenen Banner der Ethik, Freiheit und Menschenw&#252;rde wuchert.</p>
<p>Mensch, bevor Du als Mensch gestorben bist. Lange bevor Du heute end-g&#252;ltig starbest und schlie&#223;lich auch mir noch ein Anlass wurdest, diesen Text zu schreiben.</p>
<p>Die Maschine deines K&#246;rpers hat ihre Funktion eingestellt.</p>
<p>Nachdem man ein paar Maschinen abgestellt hat.</p>
<p>Die Rotationsmaschinen haben jetzt ihr Werk begonnen. Es gibt etwas zu vermelden, eine Nachricht, nach der man sich richten soll und nach der man richten soll. Du bist tot. Nicht, dass es eine wirkliche Neuigkeit w&#228;re. F&#252;r Dich nicht, und f&#252;r die Redaktionskonferenzen auch nicht. Die Texte und Leid-Artikel liegen schon seit ein paar Tagen bereit &#8211; und alles ist mit diesem &#228;u&#223;erst professionellen Klang der Betroffenheit verfasst.</p>
<p>Argloses Papier wird mit blutiger Farbe bedruckt &#8212; wie jeden Tag. F&#252;r Dich hat es schon seit f&#252;nfzehn Jahren keine Bedeutung mehr. In anderthalb Stunden kommen die ersten schwarz und rot triefenden Fahnen aus den Druckereien, sie verk&#252;nden affektiert oder seri&#246;s aussehend, dass du “verhungert” und “verdurstet” bist &#8211; und in der Mitte der Zeitung liegt das bunte Faltblatt mit dem wohl fotografierten Fleischangebot der lokalen Superm&#228;rkte. Nur noch wenig kann sie aus Dir herausschlachten, die Meute der Reporter: Da wird noch eine Obduktion kommen, auf deren Ergebnisse “die Welt” wartet. Und dann kannst Du verbrannt werden. Und vergessen. Von allen, die Dich jetzt vor Augen haben und Deinen Namen als Totschlagargument f&#252;r ihre Meinungen im Munde f&#252;hren.</p>
<p>Und dann ist’s wirklich vorbei.</p>
<p>Dann ist kein Gesch&#228;ft mehr mit Dir zu machen.</p>
<p>Und deshalb hoffe ich so sehr, dass Du auch einmal Mensch gewesen bist &#8212; so richtig uninteressant und lebendig und menschlich. Ich h&#228;tte Dich bestimmt nicht gemocht, wenn ich Dich zuf&#228;llig kennen gelernt h&#228;tte. Ich mag die meisten Menschen nicht. Das beruht auf Gegenseitigkeit.</p>
<p>In der letzten Zeit warst Du eine Gesch&#228;ftsgrundlage, eine willkommene Ablenkung von den maroden Zust&#228;nden der “westlichen” Gesellschaften, eine Argumentationshilfe f&#252;r vielerlei Propaganda, ein medizinisches Problem, eine juristische Herausforderung, ein religi&#246;ser Kampfbegriff, eine ethische Frage, eine Nachricht, ein Content &#8211; kurz: ein Objekt.</p>
<p>Und das ist unter jeder menschlichen W&#252;rde. (Leider ist’s dennoch nicht selten.)</p>
<p>Du bist schon vor f&#252;nfzehn Jahren gestorben.</p>
<p>Als Du zum Objekt wurdest.</p>
<p>Und vielleicht bist Du &#8212; in diesem Sinne &#8212; sogar schon gestorben, als das Funktionieren Deines K&#246;rpers noch nicht von den bezahlten Krankenhausrechnungen und den Maschinen abhing. Es w&#228;re gar nicht so ungew&#246;hnlich. Deshalb hoffe ich ja f&#252;r Dich, dass Du einmal lebtest.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Das Wiedersehen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2005 20:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Die H&#228;user waren zershlagen, fast verschmolzen. Nichts was jemals an eine bl&#252;hende Stadt erinnerte stand noch. Elane ging die Stra&#223;e entlang Tr&#228;nen liefen &#252;ber ihr Gesicht. Das Haus, wo ihre Wohnung war, br&#246;ckelte als Steinhaufen nur vor sich hin. Die Sonne schien unabdingbar auf ihren kahlen Kopf.</p>
<p></p>
<p>- soll helfen die L&#228;use fern zu halten. Einige Menschen liefen verwirrt durch die Stra&#223;en. Der letzte Bombenangriff hat die Innenstadt v&#246;llig zerst&#246;rt. Elane hielt ein Foto in der Hand. Ein Fotot von einem Abend vor dem Krieg. Ein Jahr ist vergangen. Ein Jahr. Auf den Foto war sie mit ihren Freuden, ihre damaligen Freunde. Nun ist niemand mehr da und sie war alleine. Elane bog in die Rosennacherstra&#223;e ein. Dort war ein Lokal was sie vor langer Zeit gerne besuchte. Ein einfacher Schuppen. Sie stand vor der T&#252;r, das Geb&#228;ude war fast unbesch&#228;digt, und erinnerte sich an die alten Zeiten.</p>
<p>Elane tritt ein und sah lauter fremde Leute. Selbst die Bedienung kannte sie nicht mehr. &#8222;Morgen&#8220;, gr&#252;&#223;te sie ein Herr. &#8222;Herzlich Willkommen im Snarp&#8220; Sie l&#228;chelte, nickte freundlich und setzte sich an die Bar. &#8222;Ich lade dich auf einen Kaffee ein, den wirst du brauchen&#8220; Elane schaute hoch und erkannte zwei gr&#252;ne Augen die ihr bekannt vorkamen. &#8222;Peter?&#8220;, sagte sie. Der Mann l&#228;chelte: &#8222;Ja, Elane ich lebe noch.&#8220;Wie ein Blitz kam ihr die Erinnerung. Der Krieg begann schon voher. Alle hatten es gesp&#252;rt. Sie selber war unaustehlich geworden, ist fast durch gedreht vor Angst. Die Fernseher berichten jede Stunde von neunen Bedrohungen und Anschl&#228;ge, von Streiterein zwischen den Oberh&#228;uptern, von Intrigen und anderen Bedrohungen. Peter hatte ihre Angst mit bekommen. Leider. Aber nur solange bis Elane Hannover verlassen hatte. 6 Monate war sie zur See gefl&#252;chtet. Sie hatte es gesp&#252;rt. Amerika drehtedurch und griff Europa an. Und jetzt war es Winter. Jannuar. Deutschland war in Schutt und Asche. Eine Tr&#228;ne lief Elane &#252;ber die Wange. Peter sah es &#8222;Kleines, ist nicht so schlimm, der Krieg ist nun vorbei und wir haben verloren. Ein scheu&#223;liches Jahr. Ich bin froh das du noch lebst.Viele sind weg, einige gestorben, andere sind gefl&#252;chtet. Aber du bleibst, verstanden!&#8220;</p>
<p>Die junge Frau sah ihn an. Er l&#228;chelte. Langsam kam sie wieder in der Realit&#228;t. Sie sa&#223; ihm gegen&#252;ber und fragte ihn:&#8220; Wie soll es weiter gehen? Ich habe nix mehr und diese Stadt war meine Heimat. Kannst du mir verzeihen?&#8220; Peter l&#228;chelte und schenkte ihr noch einen Kaffee ein, drehte sich um und bediente noch einen anderen Gast. Dann ging er auf sie zu:&#8220;Kleines, du mu&#223;t einfach beweisen das du klar kommst. Aber du hast wirklich viel verloren. Ich auch. Niemand hat das verdient. Die N&#228;chte sind anders geworden. Alle die je mal zueinander hielten sind fort. Aber du bist wieder hier. Das ist ein Anfang und du bleibst verstanden!&#8220; Elane l&#228;chelte sie mochte ihn sehr, besonders wenn er seinen Ton so streng ihr gegen&#252;ber behauptet. Besonders wenn er danach l&#228;chelte. Seine Wiedederspr&#252;chlichkeit mochte sie schon damals. Er wollte nie mehr als das sie l&#228;chelte und das sie merkte das man vergeben kann. &#8222;Du musst lernen dir selber zu vergeben,&#8220; grinste er sie an. Sie nickte. Niemand konnte was f&#252;r diesen Krieg und so sa&#223;en die beiden Bekannten die ganze Nacht lang da und erz&#228;hlten sich viel. Berichte aus der vergangene Zeit. Aus einer Zeit wo alles leichter war. Wo das Leben noch vom Moment bestimmt war. Beide lachten.</p>
<p>&#8222;Ob das der letzte Angriff war?&#8220;, fragte Elane den alten Freund. Peter schaute sie an zuckte mit der Schulter :&#8220; Und wenn jetzt wei&#223; ich das du lebst. Kleines mach so was einfach nie wieder verstanden!&#8220; Elane lachte und schaute ihn an. Und der Alarm ging los</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Das zweite Bier</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2005 20:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em> eine geschichte die einfach nur dazu da ist die sinnlichkeit des wartens zu beschreiben. wir menschen sind immer darauf fixiert im streben nach mehr gl&#252;ck die zeit zu ignoriern. Doch was passiert wenn wir dazu verdammt sind zu warten. wird dann das erhoffte uns jemals begegnen? </em></p>
<p></p>
<p><strong>  Das zweite Bier</strong></p>
<p>Markus sa&#223; da. Einfach nur da. Um ihn herum waren Menschen. Der Wind rauschte drau&#223;en an ihm vorbei. Das Bier vor der Nase. Ein Schluck. Er schaute aus dem Fenster und sah dem Regen zu. Viele Tage waren vergangen nach dem Ungl&#252;ck. Er rutschte mit seinem Hintern nach hinten und schaute nerv&#246;s in die Masse. Sein Blick wanderte endlang und begutachtet die Bedienung. Er nahm noch einen Schluck und schaute aus dem Fenster. Zehn minuten waren keine Zeit. Er hatte ein Leben lang auf sie gewartet. Es war Montag ein einfacher Montag. Jedoch es war was anders er wartete hier auf sie. Sie soll Montags immer hier sein, hatte man ihm erz&#228;hlt. Seit dem wartet er. Er wu&#223;te nicht wie das Wiedersehen sein w&#252;rde. Er hat sie nur immer wo anders gesehen. Sie sah gut aus, verdammt gut. Er vertraute ihr &#8211; immer noch.</p>
<p>Obwohl &#8211; doch er vertraute ihr immer noch, sagte er zu sich selber. Seufzte und nahm noch einen Schluck von der Flasche. Sie hatte strahlende blaue Augen, diese liebte er so sehr an ihr. Er wu&#223;te nicht wie es ihr geht. Sie hielt sich versteckt. Warum sie ihn meidet wu&#223;te er nicht. Es fing irgendwann mal an und dann war alles vorbei. Markus fragte damals Bekannte nach ihr. Aber niemand wu&#223;te was sie macht. Sie war einfach nur verschwunden. Ein Bekannter meinte vor kurzem zu ihm: &#8220; Sie sitzt immer im Cafe und lie&#223;t dort. Ein dickes Buch. Immer Montags ja Montags&#8220; Markus war schon lange nicht mehr in diesen Cafe. Das letzte mal mit ihr. Diese Augen verga&#223; er nie. Er nahm den letzten Schluck stellte die Flasche ab und bestellte ein neues. Er w&#252;rde ihr gerne sagen wie sehr er sie vermie&#223;te. Sie fehlte ihm richtig. Aber er w&#252;rde es nie zugegeben, denn dann h&#228;tten alle recht. Er starrte vor sich hin. Zwanzig Uhr f&#252;nfzehn. Ob sie heute nicht kommt?</p>
<p>Er starrte zur T&#252;r. Lange weilte sein Blick auf die T&#252;r. Neben der T&#252;r waren Flyers und Plakate von Veranstaltungen die er gut kannte dort war mal oft jetzt wurde er zu alt daf&#252;r. Eigendlich hatte er nur zuviel zutun, dass normale Leben forderte seinen Tribun. Gedanken verloren sah er aus dem Fenster weiter. Dann &#246;fnete sich die T&#252;r und sie kam herein l&#228;chelte als sie ihn sah. Markus stand auf um sie zu begr&#252;&#223;en:&#8220; wie geht es dir?&#8220;, fragte er sie. &#8222;Gut, habe eben noch ein Leben was viel abverlangt. Sch&#246;n, dass du hier bist wie kommt es dazu?&#8220; Markus hielt inne. Er fing an zu &#252;berlegen, ob er ihr beichten sollte das er auf sie gewartete hatte&#8230; er eingigte sich mal darauf ihr es nicht zu sagen: &#8220; Zuf&#228;llig &#8211; &#228;hm wollte nur ein Bier hier trinken&#8230; &#8220; Sie schlug die Augen auf: &#8222;fein, erz&#228;hl wie geht es dir?&#8220;</p>
<p>Er schaute in blaue Augen, die Augen die er so liebte. Er erschaut in ihr Gesicht das Gesicht was er so sehr liebte. Er l&#228;chelte und das zweite Bier kam ohne ein Wort.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Dein Herz</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2005 20:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nichts hat dir verraten, dass heute ein anderer Tag als sonst ist. Es war ein ganz gew&#246;hnlicher Tag, den du in deinem B&#252;ro verlebt hast. Ein paar Briefe, die &#252;blichen Texte, f&#252;r die du schon deine Sammlung an Textbausteinen bereit hattest. Preise zu dr&#252;cken f&#228;llt dir lange schon nicht mehr schwer, du bist darin sehr ge&#252;bt. Die &#252;bliche Arbeit, das &#252;bliche, schnell hineingestopfte Essen, die &#252;blichen Gespr&#228;che mit deinen Kollegen &#252;ber Autos, Handys und Computer. Die &#252;blichen zwei Stunden Mehrarbeit, von Nichts kommt Nichts.</p>
<p></p>
<p>Eine leichte Schw&#228;che und Unkonzentriertheit hat dich schon heute morgen genervt. Irgendwie fiel dir das Atmen schwerer als sonst, und beim Steigen der Treppen zum B&#252;ro bist du sogar au&#223;er Atem gekommen. Es war wie eine aufkommende Erk&#228;ltung, &#252;ber die du dachtest, dass du sie dir nicht leisten k&#246;nntest. Zu schnell verliert man zurzeit seinen Arbeitsplatz, zu eifrig sind die anderen Kollegen in ihrer kriechigen Schleimigkeit gegen&#252;ber dem Chef, wenn sie auf deinen leeren Stuhl lauern.</p>
<p>Du hast dich daran erinnert, wie du vor einem Jahr mit neununddrei&#223;ig Fieber zur Arbeit gegangen bist, wie du damals die schrillen Signale deiner K&#246;rpermaschinerie mit Paracetamol und Ibuprofen in einem Rahmen gehalten hast, der dir das Arbeiten erm&#246;glichte. Nur die &#220;berstunden hattest du in dieser Zeit weggelassen, und das erschien dir schon etwas riskant. Aber es ging gut, die Grippe ging vorr&#252;ber, und als du wieder gesund warst, da lag das halbe B&#252;ro darnieder und lie&#223; sich krank schreiben.</p>
<p>So hatte auch deine Krankheit noch ihr Gutes, konntest du doch anschlie&#223;end gut argumentieren, dass es mit Gehaltserh&#246;hungen in diesem Jahr nichts wird und dich als leuchtendes Beispiel des Einsatzes am Arbeitsplatz hinstellen. Es hat in diesem Jahr zehntausende von Euros gespart, und ein Teil dieser Ersparnis ging dir als Jahresabschlusspr&#228;mie zu. Und die war wirklich fett. Einsatz lohnt sich eben, und von Nichts kommt Nichts.</p>
<p>Dennoch, das willst du jetzt nicht schon wieder. Es war eine Schei&#223;zeit, diese f&#252;nf Wochen lang.</p>
<p>Doch f&#252;r heute ist erstmal Feierabend. Du hast es geschafft, und niemand hat dir etwas angemerkt. Und du bist zuhause angekommen und gehst wie &#252;blich die Treppen zu deinem Appartment im neunten Stock hoch. Wenn man soviel sitzt, muss man wenigstens in seiner Freizeit etwas Bewegung haben. In&#8217;s Fitness-Studio bist du heute schon nicht gegangen, weil du dich so ungewohnt schlapp f&#252;hlst.</p>
<p>Schon nach der ersten Etage bist du au&#223;er Atem. Du denkst dir kurz, dass es ja noch schlimmer als beim letzten Mal ist und dass du morgen bestimmt total verschnupft und mit dr&#246;hnendem Kopf aufwachen wirst. Aber du bist entschlossen, es auch dieses Mal durchzuhalten, morgen mit ge&#252;bt gespielter Fr&#246;hlichkeit ins B&#252;ro zu gehen, deinen Mann zu stehen und den Anderen zu zeigen, wo es langgeht. Aber f&#252;r heute kannst du endlich den W&#252;rgegriff deiner Krawatte lockern, es ist ja Feierabend. So lockerst du deinen Schlips etwas und &#246;ffnest den oberen Hemdknopf — eine wahre Erleichterung.</p>
<p>Du warst immer schon ein K&#228;mpfer. Ein guter und erfolgreicher. Du sagst dir, dass du ein Gewinner bist und dass du einer bleiben willst.</p>
<p>Im Aufzug ein gro&#223;er Spiegel. Angebracht, damit &#228;ngstlichen Naturen die Enge der Kabine nicht zu beengend erscheint. Du bist nicht &#228;ngstlich, nimmst das Angebot des Spiegels entgegen und betrachtest deine Erscheinung mit diesem ge&#252;bt abw&#228;genden Blick, den sonst immer dein Gegen&#252;ber sp&#252;ren muss. Schick siehst du aus, in deinem Kampfanzug aus Nadelstreifen und dem glatten, businessblauen Hemd, aber das beachtest du kaum noch, weil du diese Larve jeden Tag tr&#228;gst. Du sagst dir, dass du dich gut gehalten hast f&#252;r deine dreiunddrei&#223;ig Jahre, das regelm&#228;&#223;ige Training und die teuren Kosmetika zahlen sich doch aus. Aber gegen die aufkommenden grauen Str&#228;hnen im Haar und die beginnende Glatze musst du unbedingt etwas tun, es l&#228;sst dich ja &#228;lter aussehen als du bist. Ein kraftvolles, jugendliches Auftreten ist f&#252;r deinen Job unentbehrlich, und wenn du f&#252;r j&#252;nger gehalten und deshalb von den Kunden untersch&#228;tzt wurdest, hat es sich immer beim Abschluss gelohnt. Und damit hat&#8217;s sich auch f&#252;r dich gelohnt, und das soll auch so bleiben. Von Nichts kommt Nichts.</p>
<p>Ein voll klingender Gong, die Schiebet&#252;re &#246;ffnet sich und du bist da. Du gehst zu deinem Appartment, schlie&#223;t die T&#252;r auf und gehst hinein. Endlich ist wirklich Feierabend, endlich bist du allein.</p>
<p>Zeit f&#252;r das gewohnte Abendritual. Und so gehst du zu deinem Barschrank, schenkst dir ein ordentliches Glas Whiskey ein und holst eine Valium aus der Packung. Wahrscheinlich wirst du gleich Kopfschmerzen, vielleicht sogar etwas Fieber bekommen, und deshalb suchst du auch eine Paracetamol raus. Du gehst mit dem Glas und den beiden Tabletten zu deinem gro&#223;en, bequemen Ledersessel und setzt dich. Ein kurzer Druck auf den Knopf, und die R&#252;ckenlehne geht mit leisem motorischen Summen etwas zur&#252;ck, damit du dich etwas — aber nicht zu sehr — zur&#252;cklehnen kannst. Du nimmst die beiden Tabletten in den Mund und sp&#252;lst sie mit dem Glas Whiskey herunter.</p>
<p>Und w&#228;hrend der Whiskey brennend warm in den Magen rinnt, Valium und Paracetamol mit sich nimmt und dabei das vertraute wohlige Gef&#252;hl verbreitet, fragst du dich, wie schwierig dein Leben wohl ohne Medikamente w&#228;re. Wenn man, wie du, jeden Tag das Letzte aus sich herausholen muss, dann sind die kleinen Pillen ein wahrer Segen. Gut, dass der Arzt so schnell mit dem Rezeptblock ist, so gibt&#8217;s morgens eine Ritalin zum Wachwerden und zum Abend eine Valium zum Runterkommen und Abschalten, schlie&#223;lich ist ein guter Schlaf wichtig f&#252;r die Leistungsf&#228;higkeit.</p>
<p>Du lehnst dich in deinem Sessel zur&#252;ck und greifst nach der Fernbedienung, willst wie jeden Abend die News sehen.</p>
<p>Und pl&#246;tzlich wird alles ganz real.</p>
<p>Ein schrecklicher Schmerz f&#228;hrt in deine Brust wie ein Blitz. Und bei jedem Einatmen oder Ausatmen ist&#8217;s, als wolle der Schmerz nicht in der Brust bleiben und sucht Raum im Bauch, in den Armen, ja, in den Zehenspitzen. Du willst eigentlich nicht mehr atmen, aber mit gro&#223;er Disziplin zwingst du dich dazu. Doch es ist dir, als wenn du erstickst. Du h&#228;ltst einen Knopf an deinem Sessel gedr&#252;ckt und das gro&#223;e Fenster &#246;ffnet sich weit, l&#228;sst Stra&#223;enl&#228;rm und abendk&#252;hle Luft in das Zimmer.</p>
<p>Es hilft nicht.</p>
<p>Es ist dir, als l&#228;ge eine bleierne Platte auf deiner Brust. Jeder Atemzug wird zum schmerzhaften und anstrengenden Kampf. Du bekommst Angst. Es ist keine Angst vor dem Sterben, du denkst gar nicht an das Sterben und kannst dir auch nichts darunter vorstellen. Es ist Angst in ihrer rohesten Form, eine Angst vor der baren Ausl&#246;schung, vor der vollkommenen Vernichtsung. Es ist eine Angst, als drohte dein K&#246;rper mit gro&#223;er Wucht gegen eine harte, kalte Wand geschleudert zu werden und wie eine Porzellanpuppe zu zersplittern in tausende und tausende schmerzerf&#252;llter Scherben und St&#228;ube. Niemals zuvor in deinem Leben hast du eine solche Angst gehabt.</p>
<p>Du h&#246;rst dein Herz schlagen, schnell und sehr unregelm&#228;&#223;ig. Dir ist hei&#223; und du frierst. Du brauchst einen Arzt. Dringend. Du willst zum Telefon greifen. Du kannst nicht. Du kannst nicht, weil dein Arm dir nicht gehorcht und einen deutlichen Widerstand gegen die Bewegung f&#252;hlt. Du zwingst dich, auf deinen Arm zu schauen, und du siehst, dass sich deine Hand im Leder des Sessels festgekrallt hat und du kannst diesen verzweifelt Halt suchenden Griff nicht mehr l&#246;sen. Und in diesem Moment bemerkst du zum ersten Mal, dass jeder Muskel deines K&#246;rpers angespannt zu sein scheint. Du versuchst diese Anspannung zu l&#246;sen, aber es gelingt dir nicht. Das Wort »Tod« kommt in dein Bewusstsein, aber du willst es dort nicht haben und versuchst, an etwas anderes zu denken.</p>
<p>Und dann geschieht alles wie in Zeitlupe. &#196;ngstlich zusammengekauert und zusammengekrampft, jeder Atemzug ist eine schmerzhafte Plackerei gegen diese dr&#252;ckende, unsichtbare Bleiplatte, h&#246;rst du nur noch das schrille Gekreisch deiner Gedanken und deinen beunruhigend stotternden Herzmotor. Und mit jedem Sto&#223; Blut durch deinen K&#246;rper scheint auch eine Woge des Schmerzes durch deinen K&#246;rper gepumpt zu werden.</p>
<p>Du bist vollkommen hilflos. Du versuchst das erste Mal seit deiner Kindheit zu beten. Du wei&#223;t leider nicht mehr, wie das geht. Und so bleibt dein Gebet ungesprochen.</p>
<p>Du lauschst deinen wirren Gedanken wie ein Zuh&#246;rer aus weiter Ferne. L&#228;ngst vergessene Erinnerungen schreien dich an. Du siehst dich wie einen Fremden im Spiegel des Vergessens. Der Film l&#228;uft r&#252;ckw&#228;rts, in rasendem Tempo; die Menge der Szenen &#252;berschneidet sich im Mahlstrom des Ged&#228;chtnisses. Und doch ist alles ganz klar.</p>
<p>Du siehst, wie dein Chef dir anerkennend gratulierte, als du einen Mitarbeiter rausgeekelt hast und ihn vorher f&#252;r sechs Monate ohne Gehalt arbeiten lie&#223;est. Und du h&#246;rst den Gedanken erneut, dass er jetzt, in der Psychatrie, ja in guten H&#228;nden sei, w&#228;hrend der Betrieb zehntausende von Euro gespart hat f&#252;r die Abfindung und die Geh&#228;lter.</p>
<p>Du siehst, wie du deinen Vorg&#228;nger verdr&#228;ngt hast. Das war zwar nicht die feine englische Art, wie du ihn mit gezielten Sabotagen und b&#246;sen Ger&#252;chten an den Rand des Nervenzusammenbruches brachtest und letztlich die Fehler proviziertest, die er dann machen musste, aber es war effektiv und erfolgreich. Er h&#228;tte ja ein bisschen k&#228;mpfen k&#246;nnen.</p>
<p>Du siehst, wie du die Kunden &#252;ber&#8216;n Tisch gezogen hast. Wie du die Vertr&#228;ge und Angebote so formuliert hast, dass sie es einfach falsch verstehen mussten. Niemand hat darin ein so gro&#223;es Geschick gehabt wie du, und niemand konnte so schamlos l&#252;gen. Die waren doch auch selbst schuld in ihrer bodenlosen Gl&#228;ubigkeit; Gesch&#228;ft ist Gesch&#228;ft. So stiegst du in kurzer Zeit vom einfachen Verk&#228;ufer zur rechten Hand deines Chefs auf, eine gro&#223;artige Karriere.</p>
<p>Du siehst, wie du mit Cornelia umgegangen bist, der einzigen Beziehung, die du jemals hattest. Dass Weiber auch immer vom Heiraten faseln m&#252;ssen und dabei von einem H&#228;uschen und zwei Kindern und ganz viel gemeinsamer Zeit tr&#228;umen. Das h&#228;tte sie sich doch denken k&#246;nnen, dass so etwas nicht in deinen Lebensentwurf passt, das viele Geld hat sie schlie&#223;lich auch genommen. Und von Nichts kommt Nichts. Wirklich ein voller Erfolg, wie du sie so eingesch&#252;chtert hast, dass sie niemals Unterhalt f&#252;r den kleinen David wollte. Nie wieder eine Beziehung, sagtest du dir danach, so etwas kann einem ja die ganze Kraft rauben. Und danach hast du die vom Geld geblendeten Weiber genauso angelogen wie deine Kunden, und du brauchtest nie mehr in den Puff zu gehen. Das hat viel Geld gespart. Die Weiber sind ja auch selbst schuld, wenn sie auf so etwas abfahren.</p>
<p>Du siehst, wie du mit glatten L&#252;gen an den Job gekommen bist, wie du dich mit simulierter Krankheit vor&#8216;m Wehrdienst gedr&#252;ckt hast, weil du diese Zeit nicht verlieren wolltest, wie du dich flink durch&#8217;s BWL-Studium gemogelt hast, wie du dich in der Schule mit Attesten vor den Betriebspratika dr&#252;cktest, weil du dir f&#252;r richtige Arbeit zu schade warst, die einem Menschen doch nur daran hindert, richtiges Geld zu verdienen. Du siehst, wie du in der ganzen Schulzeit aus der Unbeholfenheit und Dummheit deiner Mitsch&#252;ler klingende M&#252;nze machtest. Schlie&#223;lich siehst du noch, wie du schon im Sandkasten kleineren Kindern die Spielsachen stahlst, um sie anderen zu verkaufen oder gegen deine W&#252;nsche einzutauschen und wie du dir von fr&#252;h an die W&#228;rme und Zuneigung deiner Mutter erfolgreich reserviertest und dabei zum ersten Male lerntest, wie einfach die Psyche der Menschen gestrickt ist. Eine Lehre, die dir im ganzen Leben weiterhalf.</p>
<p>Ein klares Muster. Ein volles und erfolgreiches Leben auf der Siegerstra&#223;e. Im Schnelldurchlauf. Gro&#223;er Stolz mit vollem Recht. Kein Grund, jetzt schon zu sterben. Auch diesen Kampf jetzt glaubst du zu gewinnen, ganz, wie du&#8217;s gewohnt bist.</p>
<p>Der Film ist zu Ende. Die Gedanken verstummen. Was bleibt, ist nur noch der Schmerz, die Angst, das angestrengte Atmen und das beunruhigend unregelm&#228;&#223;ig schlagende Herz. Du f&#252;hlst, wie sich Harn und Kot in deine feine Kleidung entleeren und ein warmes Gef&#252;hl verbreiten. Du denkst noch, dass es ein durchaus angenehmes Gef&#252;hl w&#228;re, wenn&#8217;s nicht so schmutzig w&#228;re und nicht so stinken w&#252;rde; diese weiche W&#228;rme in der Hose.</p>
<p>Und auf einmal h&#246;rst du das Herz nicht mehr. Es bleiben nur noch Schmerz und Angst. Die Zeit dehnt sich in&#8217;s Unendliche, w&#228;hrend namenlose Panik den gel&#228;hmten K&#246;rper durchf&#228;hrt. Ein Schrei, der ungeschrieen bleibt, war dein letztes Bed&#252;rfnis. Dunkelheit. Nichts. Ewiges Nichts.</p>
<p>Du bist tot.</p>
<p>Am Montag wird man dich finden, weil du nicht im B&#252;ro erscheinst, dich nicht abmeldest und nicht an&#8217;s Telefon gehst. Am Nachmittag wird dein Chef denken, dass es besser sei, die Polizei zu verst&#228;ndigen. Es k&#246;nnte ja etwas passiert sein. Und zwei Polizeibeamte werden erst klingeln und dann die T&#252;r aufstemmen. Dann finden sie deinen K&#246;rper, der bei aller in&#8217;s Gesicht geschriebenen Panik zum ersten Mal ein wenig friedlich aussieht, und dann kommt ein Polizist in&#8217;s B&#252;ro und sagt deinem Chef, dass du tot bist. Diese Nachricht verbreitet sich sehr schnell in der Firma, und bei aller gespielten Betroffenheit sind die meisten deiner Kollegen klammheimlich froh. Nur dein Chef ist ein wenig traurig, weil er einen guten Kaufmann verloren hat, der an vielen Gesch&#228;ftserfolgen beteiligt war.</p>
<p>Doch jetzt ist Freitagabend. Dein K&#246;rper wird langsam k&#228;lter, und er gibt im toten Zustand zum letzten Male ein Ger&#228;usch von sich, wenn sich die Lunge zum letzten Mal entleert; ein mechanischer Luftzug &#252;ber die Stimmb&#228;nder, ein st&#246;hnendes Gerassel aus erstarrtem Mund. Wenn jemand bei dir w&#228;re, er w&#252;rde sich gruseln. Aber du bist tot und allein.</p>
<p>Am Montagabend werden sie dich mit schwarzem Wagen zur Gerichtsmedizin fahren und ein Forensiker wird deinen K&#246;rper aufschneiden, um zu ermitteln, woran du gestorben bist. Es war ein Herzinfarkt. Du wirst einen letzten Nachhall in der Mortabilit&#228;tsstatistik finden und einige Zahlen um ein paar hundertstel Promille in die andere Richtung bewegen, weil keiner der &#252;blichen Risikofaktoren auf dich zutraf. Du hast immer sehr gesund gelebt.</p>
<p>F&#252;r deine Kollegen wird&#8217;s etwas k&#252;rzer: »Es war das Herz«, werden sie sagen. Ein kurzes Wort f&#252;r die Krankheit deines ganzen gierigen Lebens. Deine Mutter wird&#8217;s am Dienstagabend telefonisch von der Polizei erfahren, obwohl sie eigentlich nichts mehr von dir wissen will. Seit du mit siebzehn Jahren ausgezogen bist, hast du dich nicht mehr pers&#246;nlich bei ihr gemeldet und nur zum Geburtstag oder zu Weihnachten eine Karte geschickt. Zuletzt hattest du auch das vergessen, weil du so sehr mit deiner Karriere besch&#228;ftigt warst. Von Nichts kommt Nichts. Obwohl du viel Geld hinterl&#228;sst, wird sie das Erbe ausschlagen. W&#228;hrend sie diese Formalit&#228;t beim Rechtspfleger am Amtsgericht erledigt, wird sie das einzige Mal ein paar Tr&#228;nen deinetwegen weinen. Aus der w&#228;re nie eine gute Gesch&#228;ftsfrau geworden, so viel Geld einfach liegen zu lassen! So fallen die Fr&#252;chte deiner Arbeit an jenen Staat, dem du beinahe jeden Steuervorteil abgetrotzt hast und den du ansonsten sehr erfolgreich betrogen hast.</p>
<p>Da sich kein Verwandter oder naher Bekannter darum k&#252;mmert, wird dein Chef die Bestattung ausrichten lassen. Du bekommst eine au&#223;ergew&#246;hnlich gro&#223;e Todesanzeige mit lobenden und ehrlich dankbarem Text f&#252;r dein Schaffen und den Namen vieler Kollegen darunter. Am Donnerstag morgen, es wird ein sch&#246;ner, sonniger Tag sein, versenken sie deinen Sarg in der Erde. Deine Mutter kommt nicht, und so geschieht&#8217;s im Kreise deiner Kollegen, deren Anteilnahme ziemlich gering bleibt. Der professionelle Redner ist froh dar&#252;ber, da dies die Anspr&#252;che an seine Rede gering h&#228;lt und er sich nicht w&#228;hrend der Trauerfeier gegen schmerzliche Gef&#252;hle der Versammelten abgrenzen muss. Auf dem Weg von der Kapelle zum Grab werden sie sich &#252;ber deine Nachfolge streiten. Der anschlie&#223;ende Leichenschmaus findet wohlwollende Annahme, dein Chef l&#228;sst sich wirklich nicht lumpen. Es &#252;berwiegt die Freude, dass du nicht mehr da bist, aber die wird man erst in ein paar Wochen offen &#228;u&#223;ern — man ist schlie&#223;lich gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ig h&#246;flich. W&#228;hrend der Bestattung gibt&#8217;s noch den gew&#246;hnlichen Mummenschanz, den man auch beim Kunden auff&#252;hrt, und f&#252;r diesen Tag ist Betroffenheit und Ernst angesagt, der Chef legt vor.</p>
<p>Es wird das angemessene Ende f&#252;r dein erfolgreiches Leben sein.</p>
<p>Drei Monate sp&#228;ter bist du vergessen.</p>
<p>Es ist dein Herz gewesen, was das Vergessen so einfach machen wird.</p>
<p>Von Nichts kommt Nichts.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Dein leichenwagen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2005 20:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosaische Dichtung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Du mensch mit dem abglanz des todes auf deinem antlitz, mit deiner faust voll wahnsinn und deinem kopf voller traumgespinnst! Du niemals zahlen wollender fahrgast im karussell der spiralarme einer unermesslichen galaxie, du erdbewohner mit deiner zerschlagenen, brennenden behausung, du ungeduldig harrender in der alles zermalmenden maschinerie, du wartegeist, du b&#252;ckgeist, du ungeist — wenn du ohren hast zum h&#246;ren, dann h&#246;re:</p>
<p>Du krampf, du selbst, du fleischige narzisse! Dein warmer kopf verheisst dir fiebertr&#228;umende ewigkeiten, und du schaffst dir neblige gottheiten aus denkdunst, geld und technik. Nenn dein eigenes gesch&#246;pf den sch&#246;pfer, setze dich auf den l&#252;genthron deiner herrlichkeit, sing lauter das jubellied des fortschritts, du narr!</p>
<p>Denn es bleibt stumm, wenn du zu deinem gott rufst, um dich damit zum gott zu machen. Stumm wie der erstickte schrei aus deiner hoffnungslos hoffenden seele. Stumm wie das schweigen der mampfenden, alles konsumierenden massen, in denen du mit deinem irrlicht leuchtturm spielen willst. Stumm wie die m&#252;hlsteine der zeit, die als kalte maschine den staub mahlen, aus dem deinesgleichen gemacht ist. Lausche doch nur einmal dem wohlklang der stille, der realit&#228;t, du sekundenwesen!</p>
<p>Du eifernder hausierer der todesangst, der verlorenen lebenslust, der gier und der nichtsigen schwingen empor! Du h&#228;mmernd schmied der schweren ketten f&#252;r die seele! Du gl&#228;ubiger mit deinen notleidenden, selbst geschriebenen wechseln! Da ist kein w&#228;rmendes vaterherz erbaut aus deiner hirngeborenen macht und herrlichkeit. Da bist nur du selbst. Da ist nur hier. Da ist nur jetzt. Und du bist hier allein mit deinem unendlichen kindischen stolz, nur manchmal abgelenkt und unterhalten und zum schein etwas wacher. Einsam, verlassen und verkauft und doch rosaglittrig tr&#228;umend im brennenden bett. Du und dein gieriges rauchopfer von schwarz&#246;l, erdpech und ausbrennenden atomen. Es stinkt zum himmel, wenn du alles um dich herum zur asche machst f&#252;r deinen gott aus geld.</p>
<p>Und das einzige licht, welches den rauchigen nebel zwischen dir und der dunklen ungewissheit des immer wieder morgen durchdringt, es ist die glei&#223;ende nebelschlussleuchte eines leichenwagens, dem du voller hoffnung folgst.</p>
<p><span class="article_seperator"> </span></p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Der letzte Tanz</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2005 20:54:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der letzte Tanz ist meine erste Kurzgeschichte. der letzte Tanz Die Stra&#223;en waren leer. Der letzte Zug fuhr schon vor einer halben Ewigkeit und der Regen blieb schon lange aus. Im trockenden Wind ging sie einfach die Stra&#223;e entlang. Es war eine normale Nacht und ein normaler Tag, dachte sie. Jedoch war es einfach nur wie immer. Nix konnte sich mal &#228;ndern. Die Planzen verdorrten weiter am Wegesrand, weil die Sonne am Tage unerbittlich das Letzte an Leben aus ihnen herraussaugte. In der Ferne sah sie Lichter von einem Wirtshaus, wo auch Kl&#228;nge von fr&#246;hlicher Musik zu h&#246;ren war. Sie faste jedes mal Mut wieder dort hinzugehen, doch kurz vor der T&#252;r drehte sie um und ging wieder wie immer nach Hause. Diesmal hatte sie kein zuhause. Sie ging einfach nur die Stra&#223;e entlang und f&#252;hlte den leichten Sommerwind auf ihrer Haut. Tr&#228;nen flossen diesmal &#252;ber ihr Gesicht. Ein Schmerz den sie niemehr loswerden wird, verfolgt sie und zerfetzte das ganze Gl&#252;ckliche in ihrem Herzen bis nur noch Bitterkeit in ihr bleiben sollte. Sie war zu m&#252;de zum k&#228;mpfen. Sie war ersch&#246;pft. Unendliche Stunden vergingen zwischen ihrem Weg und dem Gasthaus. Manchmal schaute sie durch das Fenster. Die Menschen waren gl&#252;cklich. Einmal war sie im Fr&#252;hling da. Da war ein Fest und sie durfte mal eine Stunde daran teilnehemen aber sie schaute nur zu und ging wieder weiter. Diesmal wollte sie wirklich einfach wieder w&#228;rme sp&#252;ren, Menschen sehen und die Musik genie&#223;en. Als sie n&#228;her kamm, erinnerte sie sich, wie sie als Kind mit ihren Eltern das Gasthaus besuchten. Es wurde viel gelacht und sich unterhalten und sie konnte mit den andern Kinder spielen. Der Wirt hatte sie gerne. Er schenkte ihr mal eine Rose. Eine rote Rose und l&#228;chelte und meinte: &#8222;Wenn du gro&#223; bist und wieder kommst dann werden wir tanzen.&#8220; Seit dem hat sie das Lokal nicht mehr betreten. Sie hatte Angst zu tanzen denn die kleinen F&#252;&#223;e waren sehr eigenwillig und verletzbar. Sie hat sich neue Schuhe gekauft f&#252;r diesen Abend. Ihr Kleid war schlicht schwarz &#8211; ging bis zum Kn&#246;chel. Lange ist es her als da war. Sie stand vor der T&#252;r und zitterte. Sie liebte Musik. Was nur aus dem Scherbenhaufen geblieben ist, ein Funke an Erinnerung, der sie daran erinnert wie wundervoll das Leben sein k&#246;nnte. Ihre letzte Stunde, ihr letzter Tag und sie wollte tanzen. Einfach nur tanzen. Sie &#246;ffnete die T&#252;r und sah ihn als alten Mann der l&#228;chelte und der Mond ging unter.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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