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	<title>Whitedarkness &#187; Gedichte</title>
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	<description>Ein offener Zusammenschluss hannoverscher Künstler</description>
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		<title>Molochlied</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 18:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der erh&auml;ngte folgerichling<br />
baumelt am baume, begessen<br />
mit b&auml;llen, granaten und &auml;ngsten.<br />
Jemande<br />
bekamen lachzwang vom sachzwang:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p>Der erh&auml;ngte folgerichling<br />
f&uuml;hrte viel freunde, vor&uuml;ckw&auml;rts<br />
zu orden, schwarzgeld und posten.<br />
Menschen<br />
&uuml;berwand er mit windigem winden:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p>Der erh&auml;ngte folgerichling<br />
hat h&auml;nde von kruppstahl, kr&auml;hes&auml;ht<br />
betongraue saat in bl&uuml;hende l&auml;nder.<br />
Ein bauchvoll<br />
mamlt knochen, herzen und seelen:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p>Der erh&auml;ngte folgerichling<br />
als leiche noch n&uuml;tzlich, zahlesingt<br />
summesang von h&auml;rte und fortschritt.<br />
Sein grabgold<br />
bemurmelt zwingsal ewiger wahrheit:<br />
folgerichling strangumwunden.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Kein Auge zu&#8230;</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2007/09/12/kein-auge-zu</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 01:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auge nicht zu..</p>
<p>kein Auge zu</p>
<p>kein Auge</p>
<p>Auge</p>
<p>kein</p>
<p>Schlaf</p>
<p>kein Auge zu kein Schlaf</p>
<p>Schlaf</p>
<p>vegitieren im Nichts</p>
<p>d&auml;mmerung des Verstandes</p>
<p>immer schlafen</p>
<p>nie wachsein nur wachsein wenn man geschlafen hat</p>
<p>wache menschen kann man nicht lenken</p>
<p>kein AUGE zu</p>
<p>zu auge kein</p>
<p>AUGe</p>
<p>arGE</p>
<p>&Auml;rGer</p>
<p>vertraut</p>
<p>kein auge</p>
<p>keine GEDanken</p>
<p>kein GEDenken</p>
<p>KEine GEDuld</p>
<p>gef&uuml;hle -&gt; daf&uuml;r gibts medikamente</p>
<p>die heutige zeit.</p>
<p>f&uuml;r alles selbst f&uuml;r BiNduGen</p>
<p>kein AUGE zu</p>
<p>kein schLaf</p>
<p>zerst&ouml;rt Gehirn</p>
<p>oder erschafft es Synapsen?</p>
<p>GEDanKen?</p>
<p>Hoffnungen?</p>
<p>kein AUge zu</p>
<p>still nur still nur still</p>
<p>entfernt vergiftet vom konsum</p>
<p>legen sich wir schlafen mit tV</p>
<p>oder musIk</p>
<p>kein auge zu</p>
<p>wir wachen &uuml;ber dich</p>
<p>die kreativen denkenden</p>
<p>den sie schlafen nicht.</p>
<p>so wie du. wo du tr&auml;umst jemand zu sein&#8230;</p>
<p>wir sind schon jemand. LeIdEr</p>
<p>manchmal</p>
<p>geht auch vorbei</p>
<p>ein auge.</p>
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		<item>
		<title>Meine Klatsche</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2007/07/05/meine-klatsche</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 21:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dada]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>fliegen fliegen<br />
klatscht die fliegenklatsche<br />
fliegen an die wand &#8211;<br />
dank der hand.</p>
<p>ohne hand<br />
fl&ouml;gen fliegen<br />
voller flei&szlig;e<br />
flugs in schei&szlig;e<br />
dann in mein gesicht &#8211;<br />
ich mag das nicht.</p>
<p>die fliege flog,<br />
die wand sie zog;<br />
sie hat gedacht:<br />
„genug gemacht, ich ruhe jetzt“&#8211;<br />
sie ward zerfetzt.</p>
<p>Ein wichtiger Nachtrag auf die Frage: „Sch&ouml;n, sch&ouml;n, und was m&ouml;chte der Autor uns mit diesen erquicklichen Worten nun sagen?“</p>
<p></p>
<p>Diese Frage gemahnt an eine Situation aus der Schulzeit. Da liegt vor der Masse der zu Beschulenden ein Sortiment wohl geformter Worte, dicht und klar: ein Text, der die Stimme verstummen machen kann, so er gut ist. Und dann steht da so einer l&auml;ssig am Pult und fragt in der Pose des erfahrenen Stei&szlig;trommlers durch das flackernde Neonlicht hindurch: „Was will uns der Dichter jetzt damit sagen?“</p>
<p>Was f&uuml;r eine Frage! Er hat&#8217;s doch schon gesagt, der Dichter. Und er hat&#8217;s doch sch&ouml;n gesagt. Was ist da noch zu sagen? So entsteht im Sprechenm&uuml;ssen der schulische Kampf um niemals wirklich passen wollende Worte, der gedankliche Krampf im wiederk&auml;uenden Ausdruck des l&auml;ngst ausgedr&uuml;ckten, der pieksende Stacheldrahtverhau des Kulturellen. Kein Wunder, dass im Zusammenhang der Beschulung denn so oft von der Zensur die Rede ist. Am Ende des Prozesses bleiben &uuml;berwiegend Lesemenschen zur&uuml;ck, die den in Versform gegossenen Text systematisch nach formalen Kriterien, Binnenreimen, Metaphern und rhythmischen Figuren abklappern, bis sie dar&uuml;ber den Text zu erfassen vergessen, da sie einstmals bis zur Vergasung so lasen, weil sie so lesen mussten. Und denn bleiben nat&uuml;rlich noch die paar anderen, die fangen dann selbst an, sogeformt zu schreiben &#8212; von dumpfer Lust am Ausdruck eines diffusen F&uuml;hlens getrieben, so ganz ohne den tiefen Gedanken dahinter, den sp&auml;tere Lehrer- und Kritikergenerationen als Essenz daraus destillieren werden, wenn&#8217;s ein bekannteres Elaborat geworden ist.</p>
<p>Genug der Vorrede. Ich komme zum Schluss. Zum Schlie&szlig;en &#8212; und zwar eher zum Erschlie&szlig;en denn zum Verschlie&szlig;en. Bitte erschie&szlig;t mich jetzt nicht!</p>
<p>Das hier vorliegende Reimwerk von Elias Schwerdtfeger tr&auml;gt den Titel „meine klatsche“. Es greift damit schon in seiner Benennung eine umgangssprachliche Bezeichnung f&uuml;r minderschwere intellektuelle oder mentale Defizite auf, die allerdings im allt&auml;glichen Umgang eher dem jeweiligen Mitmenschen anderer Meinung angehangen oder nachgesagt werden. Man k&ouml;nnte glauben, der Dichter &#8212; es handelt sich hier eindeutig um eine Form der Dichtung, dies teilt sich dem Leser und H&ouml;rer deutlich in der strengen Form und im rhythmischen Aufbau des Textes mit &#8212; wolle schon anfangs betonen, dass er nicht mehr ganz dicht sei. Selten nur wird bereits vom Titel eines Werkes eine solche Lawine von verwirrenden Assoziationen im Unsch&auml;rfebereich des Sprachlichen losgetreten &#8212; und dieser Mangel an Konkretion wird noch gef&ouml;rdert durch die formale Entscheidung zur radikalen Kleinschreibung, welche so geeignet dazu ist, die Grenzen zwischen den Wortarten zu einem matschigen Brei zu verschmieren.</p>
<p>Offenbar handelt es sich um die Auseinandersetzung mit einem St&uuml;ck allt&auml;glichen Irrsinns, mit der ganz gew&ouml;hnlichen Psychopathologie des Alltages. Der Hang zur Umgangsprache, gar zum verlallten Soziolekt des Saufkneipenpublikums steht dabei in reizvollem Kontrast zur Form des Textes, die in ihrer asketischen Strenge das Gesagte in etwas h&ouml;here Regionen der gesellschaftlichen Schichtung platziert. Ein Dunst von innerem Widerspruch, ja von Schizophrenie geistert dunkel zwischen diesen auf dem ersten Blick so harmlos anmutenden Zeilen hindurch.</p>
<p>Schon in der ersten Zeile zeigt eine tiefe, triefende Tauchgelegenheit in geradezu schlammiger sprachlicher Unbestimmtheit die bodenlose Genialit&auml;t des Werkes: „fliegen fliegen“. F&uuml;r sich betrachtet ist&#8217;s unklar, ob sich hier der Menschheitstraum vom Emporschwingen gegen die wuchtige Kraft der Gravitation in der Verdoppelung der schlichten Grundform des Verbes ekstatischen Ausdruck verschaffen will. Erst das kl&auml;rende Wort „fliegenklatsche“ baut ein tragf&auml;higes Ger&uuml;st um die zarten Wolkenf&auml;den m&ouml;glicher Deutungen und Bedeutungen und gibt damit sp&auml;t der „klatsche“, meiner Klatsche, besinnlichen Sinn.</p>
<p>Es sind Fliegen, die da fliegen. Kleine, primitive, h&auml;ssliche summende Wesen, assoziiert zu m&uuml;ffelnden M&uuml;llstapeln und dem tabuisierten Exkrementiellen, f&uuml;r die D&auml;dalus kein Mythos werden k&ouml;nnte, da der Flug st&auml;ndige Erfahrung ist. Und „meine klatsche“ ist mir ein schmetterndes Ger&auml;t, gemacht, um nicht auf das ikarusartige Ende dieser beneidenswerten Tiere bei der brutzelnden Landung auf Edisons leuchtender Erfindung, der Gl&uuml;hlampe, warten zu m&uuml;ssen.</p>
<p>Zwischen diesen starken Bildern der „fliegen“ und der „klatsche“ steht die greifende, m&auml;chtige Hand mit ihrer Kraft, Fliegen an die Wand zu klatschen. Der ganze Wahn des Menschseins, der zerst&ouml;rerische Neid auf die zu sicht- und h&ouml;rbaren besseren Lustm&ouml;glichkeiten in der Mit- und Umwelt konzentriert sich in der Hand, die in destruktivster Weise zu handeln vermag. In dieser menschlichen M&ouml;glichkeit, die in entfernteren Ankl&auml;ngen an abschmelzende Polkappen, Atomwaffen und st&auml;dtebauliche Experimente wie Hannover denken l&auml;sst, bekommt die Klatsche Macht, indem sie kaputt macht. Der sprachliche Bruch, der pl&ouml;tzliche Verzicht auf den aliterativen Stil der Sprache verst&auml;rkt diesen Eindruck, dass hier die Haltung ewiger Ergebenheit in ein unabwendbares Schicksal aufgegeben wird und ein Mensch mit Klatsche zu handeln beginnt.</p>
<p>Diese sparsame, aber doch tiefe Metapher wird vom Dichter nicht aufgegeben. Aber im Verlauf des Gedichtes zeigt sich eine best&auml;ndige Abnahme der Aliterationen, so als w&uuml;rde ein Summen und Rauschen in der Umgebung immer leiser werden, bis die letzte ruhende Fliege zerfetzt als verschmierter Fleck an der Wand eines Menschen mit einer gro&szlig;en Klatsche klebt. Hernach ist der Handbenutzer allein, ein tragischer Held inmitten ausgesummter Kadaver. Fliegen kann er immer noch nicht, die Verl&auml;ngerung der Hand durch eine Klatsche ist obsolet geworden, die Tapete ist mit Flecken &uuml;bers&auml;t. Was wird unser Held wohl mit seiner Hand machen?</p>
<p>Jedes gute Werk l&auml;sst eine Frage offen.</p>
<p>Die Gehirne m&uuml;ssen neu verdrahtet werden.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Zeitgem&#228;&#223;e Romanze</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2005 20:23:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>sonntag morgen<br />
keine nacht gehabt<br />
kein tag liegt vor mir<br />
eine heizung w&auml;rmt<br />
ich bin allein:</p>
<p>versch&auml;mte sonne<br />
rauschen der stra&szlig;e<br />
ein taschentuch<br />
spermageruch<br />
kurz warst du mein.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Energie aus dem Zerfall</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2005/10/09/energie-aus-dem-zerfall</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2005 19:29:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Texte von Mira deJaanoor aus der kompilation »Energie aus dem Zerfall«. Gelesen wurden die texte erstmalig im rahmen der ersten White Darkness.</p>
<p></p>
<p><strong>Wortgewirr</strong></p>
<p>Pling – dem Frau<br />
Klingt wie – Brr<br />
Des hohlem Auto – t&uuml;t<br />
Wo, war der Tag beginnt<br />
Verrinnt – Langsam kauft Haus<br />
pling<br />
zerinn<br />
Ohne Sinn<br />
anapher, Metapher<br />
Transzendenz<br />
verg&auml;ng<br />
ohne Regeln<br />
ohne Gesetz<br />
Mit Herz<br />
Ups – Stop!<br />
Klops – Bohnengem&uuml;se<br />
aus der Komb&uuml;se!</p>
<p>Der Sinn f&auml;ngt an,<br />
als die Menschen beginnen mehr zu sehen!</p>
<p><strong>Der Narzi&szlig; im Spiegel</strong></p>
<p>Worte geschrieben<br />
Reden gehalten<br />
Leute geh&ouml;rt<br />
Gedanken ausgemalt<br />
Der introvertierte Narzi&szlig;<br />
Bezieht alles auf sich!</p>
<p>Jedoch im seinen eigenen Reihen<br />
Bis zur vordersten Front<br />
Seine Stellung errungen<br />
Bezieht er jede Magd f&uuml;r sich!<br />
Quatscht mit dem M&auml;del aus Licht!</p>
<p>Hat er nie die wahre Liebe gefunden,<br />
sieht er sich immer in seinen Kreisen im Mittelpunkt<br />
allein<br />
und jedoch war er stets mit allen verbunden<br />
das erhabende Gesicht?</p>
<p>So schreit jede Seele<br />
Vergiss mei’ nicht mein psychopatischer Narzi&szlig;!<br />
Ist alles auf der Welt<br />
Dein Verschwommenes<br />
Licht!</p>
<p>Bemerkung am Schlu&szlig;:<br />
Keine Diskussion, weil der liebe Gott dem Narzi&szlig; gerade das Essen bringen muss!</p>
<p><strong>Trilogie des Schlachtfeldes</strong></p>
<p>geliebter  Feind</p>
<p>Einst, wie heute immer noch,<br />
Stehen zwei F&uuml;rsten – eng verbunden<br />
Sich gegen&uuml;ber<br />
Und lernten das F&uuml;rchten</p>
<p>Scheint es wohl, mit Heerscharen im R&uuml;cken<br />
Die ewige Schlacht zu verb&uuml;&szlig;en<br />
Immer wieder in tiefer Verbundenheit<br />
K&auml;mpft man so um allerleih</p>
<p>Hats der eine nie gefunden<br />
Der andere nie &uuml;berwunden,<br />
Brauchst nur einen sinnlosen Tratsch<br />
Oder einen Tritt in den Arsch!</p>
<p>Auge um Auge gegen&uuml;bersteh’<br />
Was so ein Krieger gerne &uuml;bersieht.<br />
Das der Edele sich so gerne mal gefragt,<br />
Was die andere so macht.</p>
<p>Im Felde ein Sturm entbrannt<br />
Beide Pateien aufeinander gerannt<br />
Braucht es manchmal einen stillen Moment<br />
Bevor der Kampfe anf&auml;ngt.</p>
<p>Schein es doch<br />
Bei aller Macht<br />
Das Schicksal<br />
Hats vollbracht</p>
<p>Nur auch wenn beide ihren Frieden<br />
Zusammensehen<br />
Selbst in privaten die ewigen Streitereien entstehen<br />
So ewiglich zum Kampfe bereit<br />
Steht man im Duell &#8211; geliebter Feind!</p>
<p><strong>Die Vergangenheit</strong></p>
<p>Im Hier standen wir<br />
Im Fegefeuer der alten Schlachten<br />
Geben und Nehmen<br />
Im Allseitsbetrachteten<br />
Projektionen verraffen</p>
<p>Gaffen wie zwei Esel<br />
Schl&auml;gt der Kriegsherr<br />
Den Beginn<br />
Von Wortgefecht<br />
Auszuf&uuml;hren.</p>
<p>Still dreht sich der Weise um<br />
L&auml;sst den Kreigsherren dumm!<br />
Warten auf Angriff – &uuml;berfahre-<br />
Vergebens!</p>
<p>Der Weise vergibt im Stillen<br />
Verweigert jegliche Aggression<br />
Spricht im ruhigen Ton</p>
<p>Sein Erfolg – ein geistlicher Triumph!<br />
Denn der Friede im Herzen<br />
Hilft ihm durch jeden bornierten Sumpf!</p>
<p><strong>Im Augenblick</strong></p>
<p>Im Dunkel kommen die Relevanten<br />
Zu den Dilettanten<br />
Blicke sich an<br />
Zum Kampf bereit</p>
<p>Im Hellen auch dem Schatten<br />
Schlagen sich wie Ratten<br />
Im &uuml;bertragenden Reiz<br />
Vereist</p>
<p>Im D&auml;mmerungsmorgenrot<br />
Findet der Frust seine Ruh’<br />
Beide Seiten waren bekannt<br />
Und werden mit dem Namen genannt</p>
<p>Provokation verleitet zur Projektion<br />
Rotation<br />
Absorption<br />
Kalkulation</p>
<p>Mit dem Spiel der Gef&uuml;hlen<br />
Spiele ich nicht mit<br />
Abseits vom Schlachtfeld<br />
Gehe ich meinen eigenen Weg!</p>
<p><em><strong>Das Duett der Schuld</strong></em></p>
<p><strong>Die Schuld der S&uuml;hne</strong></p>
<p>Im Augenblick – zwei Pupillen<br />
Zwei Linsen stehen sich gegen&uuml;ber<br />
Die anderen schauen weiter.<br />
War es die Wahrheit?</p>
<p>Worte gehen in die Nervenbahnen<br />
Synapsen, Membranen, Befehle<br />
Mundwinkelzucken<br />
Erkenntnis</p>
<p>Gehen – Stehen<br />
Sehen – Leben<br />
Tick – Tack<br />
Tack</p>
<p>Im Herzen hofft er,<br />
Dass sie ihn nicht entdecken.<br />
Wandelt seine Aussicht davon<br />
Es w&uuml;rde ausgesprochen werden.<br />
-Moral –<br />
als letzten Anker der Gef&uuml;hle</p>
<p>Stunden, immer wieder<br />
Solange keiner wei&szlig;<br />
Es nur allein –<br />
Sein qu&auml;lendes Gef&uuml;hl</p>
<p>Die Liebe – Der Hass<br />
Der Augenblick<br />
Oh’ seltenes Gl&uuml;ck<br />
Auf solchen elendlichen Bahnen.</p>
<p>Immer wehrender Schmerz<br />
Steigende Hoffnung<br />
Nur das langsame schreiten<br />
DER ZEIT<br />
Vereist?<br />
Vergr&auml;mt?<br />
Angst vor Zukunft :<br />
Gef&uuml;hle vernichten?</p>
<p>Der Flucht des Leiters<br />
Die zwischen menschliche Seite<br />
Ist die Hoffnung das ALLES<br />
NUR<br />
Ein einmaliges Erlebnis!</p>
<p>Nie darf – oder DOCH?<br />
Moral im Zwiespalt!<br />
Der letzte Anker f&auml;llt.<br />
Vergeht auch dieses Gef&uuml;hl?</p>
<p><strong>Schuld</strong></p>
<p>I.<br />
Ein Wesen liegt verlassen<br />
Im Bett<br />
Einsam voller Schmerz.<br />
Seine Besucher nach<br />
Die Menschen gingen<br />
Er verlangte mit starren Augen<br />
Und grauer Haut<br />
Schmalem Gesicht noch<br />
Nach Wasser!</p>
<p>Die G&auml;ste sa&szlig;en zuvor<br />
Um einen Tisch<br />
Auf Grabsteinst&uuml;hle,<br />
Ihr Tod war beschlossen<br />
Statt zu begreifen<br />
Und sich vorzubereiten<br />
Munkeln sie, doch der Kranke h&ouml;rt es,<br />
&Uuml;ber seine Schuld</p>
<p>Er h&auml;tte dies den G&auml;sten angetan<br />
Er will greifen nachdem<br />
Wasser, er will verstanden werden<br />
Ich f&uuml;hle sein Leid<br />
Die Schmarr, dass die Last auf seinen Schultern zerbrach</p>
<p>Ich schaue durch seine Augen<br />
Ich zerbrennen durch seinen Schmerz<br />
Dieses kranke Wesen war ich!<br />
Die Schuld verwandelt mich in einen Kr&uuml;ppel</p>
<p>Frauen haben keine Rechte<br />
Kinder braucht man nicht zu h&ouml;ren<br />
So lag ich da.<br />
Ich verlangte nach Liebe<br />
Verseuchte Wut -<br />
Musste sie verleugnen!</p>
<p>Ich ersteige aus dem Bild!</p>
<p>Oh’ Schuld<br />
Zehrst an Seelen der Verbannten<br />
Begibst dich<br />
Und Trennst<br />
- schmerzhaft<br />
das nie zusammengeh&ouml;rt<br />
Als ewige Last</p>
<p>F&uuml;hrst du<br />
Alles verbundene zueinander<br />
Du machst nie Rast<br />
Du vergehst und dann<br />
Im Lieben Moment<br />
Vergibst der Mensch dir<br />
Deine Last und du prallst<br />
Vorbei in stiller Macht!</p>
<p><strong>Die WUT</strong></p>
<p>Brennend – Ziel gerichtet?<br />
F&uuml;r den Moment<br />
Das wachsende Gespenst!</p>
<p>Zelebrierend – Situation beschr&auml;nkt<br />
K&auml;mpft sie<br />
Um Pr&auml;sents</p>
<p>Ohne wirklichen Verdacht<br />
Einfach so – f&auml;hrt der Tod<br />
Erzittern – vor dem Objekt</p>
<p>Braucht es einen freundlichen Moment<br />
Bis die Liebe<br />
Das Herz<br />
&Uuml;berrennt!</p>
<p><strong>LIEBE</strong></p>
<p>Wenn<br />
Ein Augenblick<br />
Am Tag</p>
<p>Wenn<br />
Zwei Augen sich treffen<br />
In der Nacht</p>
<p>Wenn<br />
Drei Minuten<br />
Ungest&ouml;rter N&auml;he</p>
<p>Wenn<br />
Alles dies zusammenkommt<br />
Im Herzen ge&ouml;ffnet.</p>
<p><strong>Umbria</strong></p>
<p>Vier Gl&auml;ser<br />
Voller S&uuml;&szlig;e<br />
Des Moments</p>
<p>Acht Augen<br />
Voller Liebe<br />
Zueinander</p>
<p>Sechzehn Stunden<br />
Geborgenheit<br />
Im Geiste</p>
<p>Im Freundeskreis<br />
Zusammen<br />
Ein Wochenende<br />
Der Begegnung.</p>
<p><strong>B&uuml;cher</strong></p>
<p>Aufgeklapptes informatives Wissen<br />
Zur einseitigen Suche<br />
Im Geiste rekonstruiert</p>
<p>Kann man nicht umgehen<br />
Informationsfluss auf h&ouml;chstem Niveau<br />
Lehrt den Unwissenden</p>
<p>Und wenn am Anfang<br />
Bilder gemalt auf kurzen Seiten<br />
Zum erlernen des Sehens</p>
<p>So entsteht zum Schluss<br />
Ein seitenlanger Monolog<br />
– aus Buchstaben -<br />
&Uuml;ber ein verziertes M&ouml;belst&uuml;ck</p>
<p>Geister, Seelen und K&ouml;rperteile,<br />
M&ouml;gen sich streiten,<br />
Denn ohne –<br />
Fehlt was in der Menschenwelt!</p>
<p><strong>Ode an P.C.</strong></p>
<p>Aufwendiges installieren<br />
Tastenabh&auml;ngier Informationsverwalter<br />
Rauchender Psychopath<br />
Ruft auf zum Boykott!</p>
<p>Verkabelte Nervenkontrolle<br />
Visualisierte Scheinbilder<br />
Vorget&auml;uschte Gef&uuml;hle<br />
Verseuchte Leitungen!</p>
<p>Personifizierte Gespr&auml;chsverwalter<br />
Isolations- Genosse<br />
Schizophrener Fluchtgehilfe<br />
Interaktiver Beziehungsbankrott!</p>
<p>Musikalischer Kabelkasten<br />
Elektronischer Therapeut<br />
Verhaltensgest&ouml;rter Bit-Master<br />
Programmierter Freund</p>
<p>Seelenlos? Seelenverwandt?<br />
Suchtpotential mit Hilfe aus eigener Hand?<br />
Egoshooter in einsamen Stunden?<br />
Mit anderen verbunden?</p>
<p>-Diplomat!</p>
<p><em><strong>Trilogie</strong></em></p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Still<br />
R&uuml;lpsen<br />
Zwinkern<br />
Umdrehen</p>
<p>Schweigen<br />
L&auml;cheln<br />
Grunzen<br />
K&auml;mpfend<br />
Knacksen</p>
<p>Stille<br />
Atmen<br />
Zucken<br />
Schlucken</p>
<p>Schmatzen<br />
Stirnrunzeln<br />
Stupsen</p>
<p>Abbruch</p>
<p><strong>Dankbarkeit</strong></p>
<p>Im Augen sehen<br />
Des Jungen glauben<br />
Dem Frau zeigen<br />
Im anderen reiht!</p>
<p>Dankbarkeit<br />
Geht &uuml;ber &#8211; hinaus<br />
Ohne Schmaus<br />
Den Maus</p>
<p>Demut im Kopf<br />
- Gesenkt<br />
Nase des Topfes</p>
<p>Torheit<br />
Verweht<br />
Gemeinsam Freundschaft schlie&szlig;t!</p>
<p><strong>Dankbarkeit II</strong></p>
<p>Danke!<br />
bleibt<br />
Gedanke<br />
bleibt<br />
Danke<br />
beim<br />
Gedanke<br />
bleibt<br />
Danke<br />
beim<br />
Gedanken<br />
ein einfaches<br />
Danke!</p>
<p><strong>Abschied</strong></p>
<p>Zwei Spatzen zwatschen,<br />
Sitzend auf dem Aste.<br />
Der im Zeitenverlauf,<br />
Bis jenen Tagen,<br />
Die beiden gefiederten Freunde<br />
Sich wieder zuf&auml;llig auf dem Aste trafen.<br />
Da kam ein Kreuzchen,<br />
Gejagt von einem M&auml;uschen,<br />
Pickte von dem einem Spatz,<br />
das Herz heraus.<br />
Was f&uuml;r ein Graus!<br />
Dieser gesch&auml;ndet in seinem Mut,<br />
Er in den Wald zur&uuml;ckzog,<br />
Und von dannen flog.<br />
Der andere Spatz sa&szlig; immer noch auf diesen Ast.<br />
Andere Spatzen kamen  und nahmen dort Platz.<br />
Das kleine Sp&auml;tzchen im Walde aber schrie.<br />
Denn wenn immer es sein k&ouml;nnte,<br />
Pickte das Herz Oh weh!<br />
Das nur aus Glassscherben bestehende Herz,<br />
War ein grausamer Schmerz!<br />
Und die Moral von der Geschicht’:<br />
Wohl dem, der nie gelernt hat sein Herz zu&ouml;ffnen!</p>
<p><strong>Abschied II</strong></p>
<p>Aus dem dunkeln der Nacht,<br />
Erwacht<br />
Ein einsamer Spatz!<br />
Der nie gedacht!<br />
Das andere ihn entfacht,<br />
Die gro&szlig;e Macht<br />
Des stillen Untertanen,<br />
Nie vergessen,<br />
Welche tat auch immer ihn<br />
Immer brachte,<br />
Zu dem Seelenheil!</p>
<p>Denn lange erwartet,<br />
Er verga&szlig;, was er war<br />
Und fand bei dunklem Schein,<br />
Die Sonne, die immer f&uuml;r ihn<br />
Des wieder Willen sei!<br />
Wenn er sich immer befreit!</p>
<p>Durch lange Wandlungen<br />
Er ging und sich im Wald verfing!<br />
Doch durch die Str&uuml;ppe dieser Tage,<br />
Vergangen wie Jahre,<br />
Er erwacht im Augenschein, des lichten Schatten,<br />
Wandelte er immer im klaren Verstand!</p>
<p>Oh weh welche Zeit in Asche sein Herz verbrachte,<br />
Er nie w&uuml;sste, was er jemals war,<br />
Doch ein silberner Stern im Licht gebar,<br />
Er nie die Worte des Schattens vergessen ward!<br />
Eine Rose ihm immer zu Seite stand,<br />
Die verlassen am Wegesrand,<br />
Langsam nur ihre Lieder sang!</p>
<p>Und wenn der Schatten alles sich verbarg,<br />
In der Ferne die Rose immer zu ihm sprach,<br />
Zerflicktes Herz im Sinne entstand,<br />
Doch wieder erwacht ein Engel der Nacht,<br />
Der immer die falschen Tr&auml;ume entsandt.</p>
<p>Hat er doch zum guten Schluss,<br />
Wieder sein verzweifelter Genickschuss,<br />
Des T&auml;ter all’ verbarg sich immer<br />
In die Weiten verschabt!</p>
<p>Als K&ouml;nigen der Sehenden erwachte der Spatz,<br />
Und die Welt machte ihr Platz!<br />
Hat den Morgen doch nie vergessen,<br />
Das der Singende Spatz,<br />
hat  immer Platz!</p>
<p><strong>Fotoapparat der Nacht</strong></p>
<p>Nun sitze ich hier. Nun schweige ich. Immer flie&szlig;ende<br />
Fl&uuml;sse. Immer flie&szlig;ende Winde. Der Mond geht auf. Der Wald<br />
rauscht, w&auml;hrend das verwandelte Auge einen immer<br />
wiederkehrenden Schmerz erz&auml;hlt. In der endlosen<br />
Zeitschlaufe beginnt der Blockbuster mit dem 3. Teil der<br />
Erz&auml;hlung.</p>
<p>Der Tribun beobachtet die Reise der Stille.</p>
<p>Wei&szlig;es Handtuch &#8211; nasses Haar. Augen trafen sich, ohne dass<br />
er wusste. Ohne das sie wusste, dass er sie da traf.<br />
Entlang des staubigen Weges von der Wasserquelle ging la<br />
fame de fleur im Augenschein des Lichts. &Uuml;berall schwarz.<br />
&Uuml;berall wei&szlig;. Die Morgensonne entweicht aus dem Lager der<br />
Geplagten.</p>
<p>Altes Gesicht – immer wieder sah sie dieses Gesicht. Braune<br />
Augen mit Gardine. Laute Schl&auml;ge schlagen durch das Haus<br />
der Untoten. Haus ohne Grund – ohne Lebensaufgabe. In der<br />
Mitte der suchenden Geister stand das sch&ouml;ne D&auml;mmerungswesen<br />
da &#8211; vor dem Zar mit seinem enthauptenden Volke,<br />
vom Meister des B&ouml;sen inspiriert und desertiert. Kein<br />
Verzug der Lippen – keine Reaktion nur ein Hauch von dem<br />
Wissen, dass alles endet. Ein L&auml;cheln stirbt.</p>
<p>Blaues Kleid – Schrille Farben – Keine Luft. Im dunklen des<br />
Erdboden. Lebenssaft wird entnommen. Im dunklen Kreis<br />
schimmerndes M&auml;dchen l&auml;sst ihn brennen. Augen ewiger Nacht<br />
machen seinen Hass zu Nichte. Blicke gingen in der Menge<br />
verloren. Verzaubert l&auml;sst der Meister sich herab. Spielt<br />
ihren Leibw&auml;chter des Herzen. Doch sie l&auml;sst ihn in der<br />
Ferne. Stille – das Kind im Brunnen h&ouml;rt auf zu schreien.<br />
Eine Hand voll gr&uuml;ner Flieder entwickelt wieder Fl&uuml;gel.<br />
Hebt die Seele in den Garten der Nacht, seit dem sie ihn verriet.</p>
<p><strong>Pax mortis est.</strong></p>
<p>Umbra Luminies – Ein Hauch von Schweigen. Der erste Moment,<br />
der wieder im synaptischen Spiel die Gedanken sucht. Er<br />
gibt der Lady of blood die Hand. Sucht er den Himmel fand<br />
sie ihn im Erdboden. Tanzende Gefieder.</p>
<p>Flaschengeist – mit Duft der Gnome : Freunde – gr&uuml;ne<br />
Sehnsucht. Lachende Gesichter verwandeln Irlands Tr&auml;nen im<br />
Spiegel zu einer neuen stillen Sprache. L&auml;chelnd nimmt<br />
die Dirne die Hiobsbotschaft entgegen und verschlie&szlig;t die<br />
schuldhafte B&uuml;xe. Still standen sich die scheuen Rehe<br />
gegen&uuml;ber. Im Wandel des Gestern verweht, wo noch die<br />
giftige Ziege den Fluch &uuml;ber die Liebenden dem Narren<br />
&uuml;berbrachte, der das rohe Herz mitten auf der Strasse a&szlig;.</p>
<p>Fatum – die G&ouml;tter haben gesprochen. Das Tageslicht kommt<br />
&uuml;ber die B&auml;ume. Das letzte Bild entsteht, ohne dass ich<br />
mich wehren kann.<br />
Immer erscheint der singende Vogel.</p>
<p>Wieder ein Moment der k&auml;mpfenden Seelen im dunkeln Gem&auml;uer-<br />
Musik spielt &#8211; doch es wandelt sich ein Moment in den<br />
anderen. Ob Meister oder Zar. Verwirrt das M&auml;dchen mit dem<br />
langen Haar. Gebrochene Zeit. Ohne Raum. Nur Gef&uuml;hle, die<br />
sich immer wieder zu ver&auml;ndern drohen. Als sie im Mitten<br />
der gefiederten Geiseln tanzt und sich die Blicke trafen.<br />
Der Meister machte seinen Anspruch klar. Der Zar weichte.<br />
Die Minuten. Die Stunden. Alles vergeht. Nur ein Tropfen<br />
der Seele h&ouml;rt die Antwort. Der Meister siegt. Der Chor singt:</p>
<p><strong>Omnia vincit amor</strong><br />
(Die Liebe besiegt alles)</p>
<p>Da stand ich da. Hab es gesehen. Nur wann? Nur wen? Nur<br />
wer? Mitten im Ende geht das Herz nach Hause. L&auml;sst mich<br />
mit den Bildern stehen &#8211; Ich hab es nur gesehen.</p>
<p>†††</p>
<p>(Umbra Luminies &#8211; Schatten des Lichts)<br />
(Pax mortis est &#8211; der Frieden ist des Todes)<br />
(la fame de fleur &#8211; hier: die bl&uuml;hende Frau)<br />
(Fatum &#8211; Schicksal)</p>
<p><strong>In ewiger Traurigkeit</strong></p>
<p>Im Schatten der Nacht,<br />
Ein Wesen erwacht.<br />
Lautlos ohne Schein,<br />
H&ouml;rt man ein Kind schrein’.</p>
<p>Flehend die Mutter-<br />
Dem Tod, wie Pest umwarb.<br />
Die Stille, des ewigen Seins,<br />
Vertieft in meiner Seele sein.</p>
<p>Hab’ in der Hand,<br />
Dein Herz, wie leicht es zerbrach,<br />
Denkt der weite Nebel gebar’,<br />
Und langsam sich vernahm.</p>
<p>Traurig verlassen im Sei,<br />
Still ich vertieft –tauch ich ins Wasser ein.<br />
Unf&auml;hig dein Herz zuhalten.<br />
Und vereist meines zu behalten!</p>
<p>Der letzte Atemzug verbarg,<br />
Die Gedanken der letzten Nacht.<br />
So werd ich wandern auf Erden-<br />
Ohne dein zu werden.</p>
<p>Stille lag jetzt &#8211; der letzte Atemzug,<br />
Schweigend versink f&uuml;r immer meine Glut!<br />
Hat mich die Liebe nun nie wieder,<br />
Und schlie&szlig;e f&uuml;r immer meine Augenlieder.</p>
<p><strong>Im tanzenden Regen</strong></p>
<p>Singen zwei Spatzen<br />
Mit all ihren Macken,<br />
Das der Sonne holden schein&#8216;<br />
Morgen bald willkommen sei.</p>
<p>Kuscheln sich zwei Hamster,<br />
Unter der Jacke eines Gangster,<br />
Hoffen im milden lichten Schein<br />
Das der Sommer wieder sei.</p>
<p>Tanzen zwei Elefanten<br />
Wie die k&ouml;niglichen Giganten,<br />
Singen mit frohen Tr&ouml;tenschrein<br />
Das die Sonne soll erschein.</p>
<p>Lachen zwei liebe Elstern<br />
&Uuml;ber ihre Eltern<br />
Die sie nie verstanden haben,<br />
Und nun liegen diese im nassen Graben.</p>
<p>Ringen zwei W&uuml;hlm&auml;use,<br />
Mit ihren H&auml;nden<br />
Wegen dem einen Kontrahenten,<br />
Doch als der Kampf war vor bei-<br />
Da  sa&szlig;en sie da allein.</p>
<p>Am Ende sitzen wir beide da,<br />
Schauen den Tumult der Welten zu<br />
Und unser Herz ist immer frohen Mut.</p>
<p>Wenn eines Tages<br />
Die Elefanten anfangen zu tanzen<br />
Und die M&auml;use anfangen zu ringen<br />
Dann werden wir in die L&uuml;fte springen<br />
Und die Wolken vor der Sonne<br />
In die Vergessenheit bringen</p>
<p>Wenn eines Tages<br />
Wir kuschen bei jeglichen Gefahren<br />
Wie die Hamster der Gandarmen<br />
Bleibt unser Herz immer Wach<br />
Und setz auch den fiesesten Gangster<br />
Schachmatt</p>
<p><strong>Schlaf mein Kind der Nacht</strong></p>
<p>Schlaf mein Kind so schlafe ein,<br />
Der Schatten soll deine Erleuchtung sein,<br />
Als nacktes Wesen gibst du dich hin<br />
Bis das Licht im Tunnel beginnt.</p>
<p>Schlie&szlig; die Augen fein<br />
Des G&ouml;tterboten sollst du sein,<br />
Langsam Atmen ohne Takt<br />
Des Rhythmus feurige Macht</p>
<p>Leg die Arme, seitw&auml;rts nieder<br />
Und gib keinen Dank wieder<br />
halte durch mich alles still<br />
und morgen wenn der Tag es will&#8212;-</p>
<p>Las los der letzte Augenschein<br />
Bist du weinst<br />
Sie letzte Tr&auml;ne des Rhythmus fein<br />
Da wird der Kreislauf zum Stein</p>
<p>Schlie&szlig; die Augen lasse los<br />
Schlafe ein und gehe los<br />
Leg alles ab was dich belastet<br />
schlafe ruhig in meinem Arm</p>
<p>Unschuldige Seele noch nicht alt<br />
liegt in den Wehen der Leere<br />
Augen bleiben starr &#8211; das Wasser tr&auml;nkt deine Lippen<br />
Der letzte Atemzug ging durch dein Herz</p>
<p><strong>Was ist ekel?</strong></p>
<p>Ungesp&uuml;lte kaffeetassen<br />
Ohrenschmalz auf der zunge zergehen lassen,<br />
Unrasierte kotletten<br />
Auf benutzen toiletten?</p>
<p>Getragene unterhosen<br />
Schimmel in dosen,<br />
Lang behaarte s&auml;cke<br />
Nach fisch riechenden  muschis?</p>
<p>Urinierte stellen,<br />
Unabgewaschende gl&auml;ser,<br />
Ein oraler schwanzbl&auml;ser,<br />
Stinkende socken?</p>
<p>Schwarze r&auml;nder unter den n&auml;geln,<br />
Nasenpopeln im stra&szlig;enverkehr,<br />
Menstrationsblut in frischen hotelbetten,<br />
Genitalherpis noch dem schlechten sex?</p>
<p>Eitervollgepackte halbausgequetschte pickel,<br />
Vergilbte z&auml;hne und finger<br />
Zu lang getragene klamotten,<br />
Erbrochenes am stra&szlig;enrand?</p>
<p>Sexueller verkehr im g&uuml;llehaufen,<br />
Alkoholdunst von einem unrasierten mann<br />
Ewiger schmutz in der stra&szlig;enbahn<br />
Verweste oma am stra&szlig;enrand.<br />
Blutverschmierte toilettenwand?</p>
<p>Lang nicht mehr gel&uuml;ftete r&auml;ume<br />
Maden in butter,<br />
W&uuml;rmer in tr&auml;umen<br />
Insekten  krabbeln um einem herum?</p>
<p>Huren warten am strich<br />
Penner urinierend im Park<br />
Besoffene m&auml;dels in Armen von Fremden<br />
Behaarte br&uuml;ste offen getragene unterhemden</p>
<p>D&ouml;ner und subway  riechende dicke Menschen<br />
Ungereinigte fu&szlig;boden<br />
Sinnenweben an den fensterinnenseiten<br />
Krabbelndes viehzeug auf der haut?</p>
<p>Unselbst&auml;ndige hinterherlaufende<br />
Zwei k&uuml;ssende behaarte knie- und mundpartien<br />
Finger in den after drehen<br />
Fickende hund auf der Kindergartenwiese?</p>
<p>Urintrinkende selbstheiler<br />
Gequ&auml;lte tier mit d&uuml;nnen leibern,<br />
Mutierte form am r&uuml;cken von affenarmen,<br />
Vollbehaarte barttragende Weiber?</p>
<p>M&auml;nner in frauenunterhosen,<br />
Genfood in dosen,<br />
Embryonen im glas<br />
&Uuml;belriechendes gas?</p>
<p>Das alles soll ekel sein?<br />
F&auml;ngt der ekel schon bei<br />
- Mikroben und Bakterien an? -<br />
So gibt’s dann zu den vielen Phobien,<br />
auch noch<br />
oh mein Gott<br />
der wahn man k&ouml;nnte<br />
ja<br />
SELBER<br />
Zum<br />
EKEL<br />
werden […]</p>
<p>Und die menschen k&ouml;nnten einem ausweichen,<br />
Der „ANGST“ mal „ins auge gefasst“<br />
’ne Frage<br />
„Wann macht ekel mal spass?“</p>
<p><strong>In ewiger Traurigkeit</strong></p>
<p>Im Schatten der Nacht,<br />
Ein Wesen erwacht.<br />
Lautlos ohne Schein,<br />
H&ouml;rt man ein Kind schrein’.</p>
<p>Flehend die Mutter-<br />
Dem Tod, wie Pest umwarb.<br />
Die Stille, des ewigen Seins,<br />
Vergrabt sich in meiner Seele ein.</p>
<p>Hab’ in der Hand,<br />
Dein Herz, wie leicht es zerbrach,<br />
Denkt der weite Nebel gebar’,<br />
Und langsam sich vernahm.</p>
<p>Traurig verlassen im See,<br />
Still ich vertieft –tauchte ich ins Wasser ein.<br />
Sollte meiner Seele entfliehn.<br />
Unf&auml;hig dein Herz zuhalten.<br />
Und zu vereist &#8211; meines zu behalten!</p>
<p>Der letzte Atemzug verbarg,<br />
Die Gedanken der letzten Nacht.<br />
So werd ich wandern auf Erdengrund -<br />
Ohne dein zu werden.</p>
<p>Stille lag jetzt &#8211; der letzte Atemzug,<br />
Schweigend versink f&uuml;r immer meine Glut!<br />
Hat mich die Liebe nun nie wieder,<br />
Und schlie&szlig;e f&uuml;r immer meine Augenlieder.</p>
<p><strong>Naturgewalten</strong></p>
<p>Fl&uuml;sse schwollen ohne Schein,<br />
Wanderte der Magier mit Stein.<br />
Dem Berg hinauf zur Opfertat,<br />
Hat in der Hand ein Kind gehabt.</p>
<p>Nebel ziehen &uuml;ber die Felder.<br />
Langsam schwoll diese wieder.<br />
Er lag das Kind auf dem grauen Stein –<br />
Bis Morgenfr&uuml;h soll es getan sein.</p>
<p>B&auml;ume singen ihre Lieder,<br />
Schweigenden umfasst er die Glieder.<br />
Die Augen vom kleinen Wesen aufgerissen,<br />
Von einer Magd aus den Armen gerissen.</p>
<p>Nachtigal schweigt in dieser fr&uuml;hen Stund’.<br />
L&auml;rche hat den Morgenduft noch nicht vernommen.<br />
Holte er das Opferbeil und stie&szlig; –<br />
Ein ewigen Laut ganz vernommen,<br />
Entschwand der Kinderseelengrund.</p>
<p>Augen aufgerissen gro&szlig;!<br />
Ein Bluthagel ergoss!<br />
Im stillen Rauschen der W&auml;lder fein,<br />
Soll heute die D&auml;mmerungszeit sein!</p>
<p><strong>Nachtschattengew&auml;chse</strong></p>
<p>Licht wandelt sich in ihren Haaren.<br />
Augen rollen!<br />
Gedanken verbargen!<br />
Bis sie tanzt im hellen Schein.</p>
<p>Singend er sie umwarb.<br />
Der letzte Blick sie nie verga&szlig;!<br />
Sitzt in der Wiege des Seelenmaids<br />
Wollte nur bei ihr sein.</p>
<p>Wandern die Blicke vom Berg herab.<br />
Sie suchte-<br />
Er ging ab!<br />
Stille!</p>
<p><strong>Das Paradoxem der Kiste</strong></p>
<p>Nr. 27 bis 36 – Keine Chance alle vergeben<br />
Im Wechsel der Suche entwickelt Mann –<br />
- oder auch Frau<br />
ein „Tod“ sicheres System.</p>
<p>Im Verlauf der Suche kommt doch,<br />
- So sagen schlaue Leute<br />
Die Erleuchtung!<br />
Oder doch nur der Wahnsinn der Kartons?</p>
<p>Im Hoffen – das besagte Glas,<br />
Oder der zweite Schuh,<br />
Oder der blaue Stift,<br />
Oder das geliebte Buch,<br />
- zu finden,<br />
Scheint wohl eher nur zu Mi&szlig;lingen.</p>
<p>Die Tage, die wie Stunden,<br />
Die Monate, wie Sekunden,<br />
Das Jahr vergeht wie Nichts,<br />
Und entweder schon wieder,<br />
So erhofft der Gedanke, oder immer noch,<br />
Lebt man immer weiter in der Kistenburg.</p>
<p>Schnell wollte H&auml;nschen sein,<br />
Ganz gem&uuml;tlich der Ersch&ouml;pfte,<br />
Und verzweifelt die Suchende<br />
- (vergebens) ?</p>
<p>Im Kampfe des Neuen,<br />
Im verruchten Alten,<br />
Was  immer noch vom sch&ouml;nen Tagen,<br />
Die Erinnerung gr&auml;mt,<br />
- Das Paradoxum der Gestaltung!</p>
<p>Und so entsteht<br />
- wieder was anderes,<br />
Der durchgeknuddelte vergilbte Teddyb&auml;r<br />
Bringt im „neuen“ Ikearegal<br />
Das alte Flair.</p>
<p>Hat man nun f&uuml;r alles einen Platz gefunden,<br />
Sich so manchen Rauswurf erzwungen,<br />
Gibt die Hoffnung zum dritten Mal einen Tritt,<br />
Das diese die Meinung pr&auml;gt,<br />
Das man nie wieder einen Umzug begeht.</p>
<p>So lebt man im Traume fort<br />
Bis man wieder wechselt den Ort!</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Energie aus dem Zerfall</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2005/10/09/energie-aus-dem-zerfall-2</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2005 18:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Eckert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://freie-literatur.de/whitedarkness.de/2005/10/09/energie-aus-dem-zerfall-2/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Texte von Frank Eckert aus der kompilation »Energie aus dem Zerfall«. Gelesen wurden die texte erstmalig im rahmen der ersten White Darkness.</p>
<p></p>
<p><strong>Beziehungsende</strong></p>
<p>Nicht leicht eine minute danach etwas zu schreiben.<br />
fast ohne worte ging sie und mir bleibt nur der schmerz,<br />
intensiv, in einer kristallinen reinheit wie lange<br />
nicht mehr gekannt.</p>
<p>H&auml;nde fassen ins leere, keine ber&uuml;hrung.<br />
ein halb mensch, hier bin ich, wieder allein;<br />
mit viel zu schnell verblassenden gedanken<br />
an ein paar sch&ouml;ne stunden leben.</p>
<p>Alles erinnert mich an sie, eine leere lucky strike packung,<br />
ein glas und selbst ein einzelnes haar am rand des waschbeckens,<br />
einfach alles und es durchf&auml;hrt mich, zieht sich von der<br />
mitte bis in die verdammten fingerspitzen.</p>
<p>Sehe mein herz: graue leere.<br />
zwei polaroids, schnell aus dem blickfeld verbannt,<br />
es krampft sich in mir zusammen und meine Kehle ist<br />
zugeschn&uuml;rt. diese erstaunliche leichtigkeit<br />
meiner tr&auml;nen schmerzt am meisten.</p>
<p>Die frage nach der verg&auml;nglichkeit dieses brennens<br />
im Konflikt zur erfahrung, gewinnt die oberhand,<br />
erst mal einen kaffee und dann die ganze sache n&uuml;chtern<br />
und sachlich betrachten aber es geht nicht.</p>
<p>Eine welle von verwirrend flimmernd-bunten gedanken und<br />
dann wieder lithargie, im wechselspiel; im bet&auml;ubten<br />
hirn tosend, feuer und asche unter der oberfl&auml;che,<br />
zum siedepunkt verkochtes blut stockt in den adern.</p>
<p><strong>stille</strong></p>
<p>herum, schl&auml;friges gebilde eigener isolation<br />
umh&uuml;llt mich in grotesker einsamkeit;<br />
verwoben in eigenes fleisch<br />
bodenstarrer blick<br />
ergeben einer &uuml;berkraft</p>
<p>vor&uuml;berzuckendes bild von ihr<br />
fixiert feuernde synapsen.<br />
schrilles grauen, dumpf verkettet<br />
stillt unb&auml;ndigen impuls<br />
zur sanften melancholie</p>
<p>au&szlig;en rauscht vorbei<br />
wie bl&auml;tterwind<br />
gestern sch&ouml;n, nun j&auml;h verkommen<br />
steril verkr&uuml;ppelt,<br />
unkenntlich ins auge gepeitscht<br />
fl&uuml;sternd<br />
eine toxische verblendung</p>
<p>z&auml;rtliche worte<br />
von lieblich zitternder stimme<br />
gewaltvoll in gehirn gebeilt<br />
qu&auml;len sich zerstickend monoton<br />
verk&uuml;hlte venen hinab<br />
in herz<br />
fressend</p>
<p>luft zer&auml;tzt erstarrte lungen<br />
farblose bleiche<br />
in einst &#8222;so sch&ouml;nen augen&#8220;<br />
zerflossen verhallt letztes l&auml;cheln aus ihnen<br />
finstert zur blindheit<br />
tr&auml;ge sich schlie&szlig;endes lid</p>
<p><strong>Wald</strong></p>
<p>Wo die Zecken nach dem Opfer glotzen<br />
wo die V&ouml;gel auf die Wege kotzen<br />
wo die Fische schon als Laich ersticken<br />
wo Mutationen diese Welt erblicken<br />
wo der K&auml;fer sich am Baume labt<br />
wo jeder den Abfall hinzuwerfen wagt<br />
wo Methan dem faulen See entweicht<br />
wo Chlor das gr&uuml;ne Gras schnell bleicht<br />
wo viele Leichen sind verscharrt<br />
wo es nach Schwefel riecht so zart<br />
wo das Eichhorn tot vom Baume f&auml;llt<br />
da ist der deutsche Wald<br />
ein St&uuml;ckchen heile Welt</p>
<p><strong>bipolares intermezzo</strong></p>
<p>klirrend zerstoben<br />
tosende gedankensplitter<br />
zwischen<br />
wirr<br />
kreischenden<br />
hemisph&auml;ren.</p>
<p>ergrauter morgen,<br />
nacht ohne schlaf,<br />
augen inhalieren -<br />
st&uuml;rzender wachtraum<br />
aus m&uuml;dem &auml;ther;<br />
wollen tosend tobende<br />
neuronengischt verseichten.</p>
<p>animalisch vorbewusste synapsen<br />
meucheln vergraute ethik<br />
an von denkfragmenten<br />
bekritzelten<br />
gewebeschichten<br />
gestrig kastrierter<br />
ich-extraktionskonstrukte.</p>
<p>du!,<br />
schreistarres hirninferno,<br />
br&uuml;llend,<br />
kreiselnd,<br />
zerst&uuml;ckelnde sichel<br />
im zerfetzt zuckendenden<br />
&uuml;berrest von geist<br />
bist nur<br />
periodisches intermezzo<br />
t&auml;glichen krepierens.</p>
<p><strong>Station [impression]</strong></p>
<p>Am Warteunterstell an der Station.<br />
Ich auf den Sitzplanken mit Stahlfuss.<br />
Der Blick wandert:</p>
<p>Eine Signalanlage gegen&uuml;ber flaggt lautlos hektisch im Zehnsekundentakt<br />
f&uuml;r leeres Gleis.<br />
An der Kreuzung dahinter Ampeln, dem Beispiel synchron folgend,<br />
pr&auml;zise Befehle erteilend<br />
f&uuml;r nicht vorhandene Autos</p>
<p>&uuml;berall gerade Linien:<br />
Spiegelnde Schienen, parallel, graben sich in die Dunkelheit<br />
einer im Schwarz der Nachtunzeit terminierten Ferne;<br />
dr&uuml;ber messern sich im Zickzack Oberleitungen durch die w&auml;ssrig sterile Luft<br />
ertragen von pr&auml;zise-sachlich erigiertem Stahlmast<br />
in brackig-kratziger Dunkelst-Gr&uuml;n-Verlacksiegelung -<br />
der Rost frisst drunter durch</p>
<p>Eisiges Weisslicht bespeit den Fussweg,<br />
die Strasse kristallisiert im schroffen Natrium-Orange-Gelb der Druckverleuchtung.<br />
Verstahlteilbezaunung zergrenzt flachkleinbeschnittene Rasenrestfl&auml;che<br />
zum Asphalt der Strasse<br />
zum Gehweg aus glatter Steinstruktur.<br />
Verteerte Quadersteine schirmen das Gleis vor Pflanzenbefall</p>
<p>Das Stadtfragment erstarrt zerh&ouml;hlt vom Tag zum Zementsarg -<br />
Fernseher hinter Gardinengittern<br />
zerflackern die letzten Schlaflosen in den Betonk&auml;sten,<br />
treiben zum kampfigen Hochleistungskomaschlaf</p>
<p><strong>Die ersten</strong></p>
<p>Am morgen, dunkel, kalt, in einer ersten strassenbahn, warm.</p>
<p>Zum automobilwerk, fahren sie,<br />
die ersten f&uuml;r diesen morgen,<br />
vorhut des schichtwechsels,<br />
die romanze animal Laborahns mit der waste-economy.</p>
<p>&#8230;angetreten zur funktion als erwerblicher!</p>
<p>Die eben noch still schweigend ruhenden k&ouml;rper,<br />
k&ouml;rpermaschinen,<br />
mit wasser, getauft, zur fr&uuml;ht&auml;glichen grundfunktion,<br />
gleichfalls befreit vom verdacht<br />
des f&auml;ulnisgestanks n&auml;chtlicher,<br />
unproduktiver ruhe,<br />
sitzen nun,<br />
alle,<br />
- chemieduschgestank durchfibert die luft -<br />
die verspannten k&ouml;rper<br />
in carbonfasersitzschalen gepresst,<br />
in der bahn,<br />
wie schlachtvieh,<br />
bef&ouml;rdertwerdent.</p>
<p>Die m&uuml;digkeit verklebt<br />
bleiern schwer,<br />
schmerzhafte gravitation des lides,<br />
die trockenen augen.</p>
<p>Ein nicht geringer teil<br />
birgt heischend nach sex, skandal und tod,<br />
das gesicht an einer<br />
BILD.<br />
Entfaltet starren gereihte typen<br />
- eine identit&auml;tsbildende groteske -<br />
auf jungem papier mit verlorenem,<br />
doch scharfen mittelfalz<br />
vorbei an den sitzgruppen.<br />
Neben geiferndlechtzendem worterguss,<br />
w&ouml;lbende titten jungen fickversprechenden fleisches -<br />
daneben krebskrepier,<br />
steuerattacke,<br />
neid, wut und<br />
anzeige.</p>
<p>Andere lassen starre blicke<br />
aus monotonen fenstern von aussenseitiger<br />
dunkelheit<br />
verschlingen.</p>
<p>Ein einzelner liest ein vergilbtes buch und passt nicht mehr.<br />
Langsam, zuwider, bis zum stillstand, addieren augenblicke die ewigkeit.</p>
<p><strong>eins</strong></p>
<p>Flehendlichst frage ich in das kalte unsiversum<br />
warum sie nicht hier bei mir sein kann.<br />
Orion h&uuml;tet ein paar wolken, hochoben am nachthimmel<br />
und ich w&uuml;nschte mir,<br />
unsere blicke k&ouml;nnten sich dort finden.</p>
<p>mit ganzem herzen<br />
verbluten wir<br />
aus!</p>
<p><strong>Notiz</strong></p>
<p>rost in den augen<br />
plastik im ohr<br />
benzol in der nase<br />
verd&uuml;beltes denken<br />
mit zement in den heiseren kehlen</p>
<p>angstschweiss und nacht<br />
tag und winselndes zucken<br />
an zugf&auml;den mit haken<br />
aus berstender furcht<br />
durch die haut geschlagen</p>
<p>der ru&szlig; von verheissungen<br />
beschl&auml;gt die lungen<br />
pfeifendes keuchen<br />
von eiligen experten<br />
auf dem r&ouml;ntgenbild<br />
freiheit und wohlstand genannt</p>
<p>Doch nennen alle<br />
die ihre narben erworben<br />
den blick in millionen<br />
spiegel gewohnt<br />
den ohne narben<br />
entstellt.</p>
<p><strong>Traum</strong></p>
<p>Zerrissenes gef&uuml;hlsgeflecht,<br />
wachgeschlagen von einem traum:</p>
<p>Begleite dich,<br />
unbekannte sch&ouml;ne,<br />
nahe seele,<br />
die paar schritte,<br />
zum bahnhof.</p>
<p>Dort wartet noch,<br />
zu deiner freude,<br />
der lodernd brennende zug</p>
<p><strong>Neue hoffnung</strong></p>
<p>Strampel, hoffnungsvolle ich-ag,<br />
mobiler patchworker im kalten ozean<br />
freien marktwirtschaftens -<br />
glaube nur. Es geht voran!</p>
<p>Folg dem schattenriss des wohlstandsbootes,<br />
im fahlen mondlicht amtlicher angstverordnung,<br />
im tristen flackerschein der neonreklame,<br />
begleitet vom blauen flimmern der fernsehalt&auml;re.</p>
<p>Es geht um dich, nur um dich!<br />
Verlier die beisshemmung, schlag um dich,<br />
sortier menschen nach nutzen und geld.<br />
Und. Vergiss nicht zu strampeln.</p>
<p>Konkurrenz belebt das gesch&auml;ft der anderen.<br />
Schl&uuml;rf den kot, lass das bittere wasser<br />
in deinen lungen antrieb werden,<br />
strample schneller<br />
und du wirst einer von ihnen sein,<br />
irgendwann, vielleicht schon bald.</p>
<p>&uuml;b deine stimmb&auml;nder, schreien h&auml;lt dich wach.<br />
Durchtrenn mit elegantem schnitt<br />
und freundschaftsl&auml;cheln<br />
die kehlen derer,<br />
die du hinter dir l&auml;sst<br />
und strample schneller!</p>
<p>Leck deine verquollenen wunden<br />
mit z&auml;hem speichel voll durst,<br />
so sie erstrahlen, erbl&uuml;hen<br />
wie m&uuml;des blech<br />
und strample angestrengter,<br />
voll mit dumpfen hurenstolz<br />
des sieges &uuml;ber dich;<br />
deiner niederlage &#8211; marktsubjekt.</p>
<p>P&ouml;kle das aas deines k&ouml;rpers,<br />
ich-ag, patchworker,<br />
geniess deinen mehrwert,<br />
deinen n&auml;hrwert und verdaue dich,<br />
eh die lungen vollgelaufen,<br />
eh du abgeschlagen,<br />
zerschlagen,<br />
mit durchschnittener kehle,<br />
ins nasse grab aus<br />
marktwirtschaftlicher vernunft<br />
und sachzw&auml;ngen dich bettest.</p>
<p><strong>Kippe</strong></p>
<p>Kippe, unter dem druck des fingers,<br />
glut verloschen, geknickt. An einem<br />
riss im papier, unter dem filter<br />
quillt tabak hervor, ruht sie auf<br />
schwarzem stumpf in ihrer urne<br />
neben ihresgleichen.</p>
<p>War wichtig f&uuml;rs reptiliengehirn,<br />
dem suchged&auml;chtnis entpr&auml;gte erinnerung<br />
simulation von wohlbefinden,<br />
streichelte mit nervengift das<br />
belohnungszentrum.</p>
<p>War oraler reiz, fr&uuml;hkindlicher<br />
traumata ein abglanz, kratzige<br />
milch in die lungen gesogen;<br />
mutterbrustersatz heisses filter.</p>
<p>War chemische reaktion, verbrennung,<br />
eine emission von h&auml;moglobinbindendem<br />
kohlenmonoxid und nikotin und teer<br />
und blaus&auml;ure unter freiwerden von<br />
w&auml;rmeenergie.</p>
<p>War ein gutes gesch&auml;ft f&uuml;r jemanden,<br />
gar f&uuml;r viele. Die einen f&uuml;rstlich,<br />
die vielen elend entlohnt. Profit<br />
durch die sucht.</p>
<p>War aufruhr im k&ouml;rper, brachte regelsysteme<br />
in gang, die hom&ouml;ostase wiederherzustellen.<br />
Radikale ver&auml;ndern die doppelhelix, drei<br />
m&ouml;glichkeiten: reparatur, apoptose oder tumor.</p>
<p>War eine zeitspanne in dieser welt<br />
im bewusstsein kurz, und verging zu<br />
asche, hauptprodukt menschlicher kultur.<br />
War mir ein halt im jetzt, ein st&uuml;ck<br />
selbstmord und selbstbetrug und ein<br />
grund zu schreiben.</p>
<p><em>Im folgenden werke handelt es sich um eine adaption eines bekannten textes von Gertrude Stein. &#8222;A rose is a rose is a rose is a rose&#8220;. Will mein werk verstanden, aber nicht als banalisierung missverstanden werden, so ist es, wie auch beim vorbild m&ouml;glich, zu interpretieren, vom standpunkt eines semiotischen konstruktivismus aus. Nicht bin ich in der lage, mein werk vollends zu verstehen, ist es doch eine vielleicht unzureichende aneignung der tiefsten, noch abstrahierbaren lyrik der neuzeit. Der vorstoss zu dieser ebene bereitet kopfzerbrechen auf dem wege zur v&ouml;lligen klarheit. Die r&uuml;ckf&uuml;hrung aus den steifen, verh&auml;rteten und kaum mehr als solche an-sich sichtbaren bildern der lyrik, hin zu elementarsten regungen menschlichen seins erschien zwingend. Gleichwohl m&ouml;chte der text die rose aus ihrem sein an sich entheben, sie in ihrer bezweckung f&uuml;r mensch kausal darstellen und somit den wirkplatz der rose als wille und vorstellung des subjektes in eben jenem verdinglichten aspekt beleuchten, welcher kulturhistorisch am n&auml;chsten liegt: der rose als ebnerin des weges zum koitus. Hierher musste denn auch der sprachliche ausdruck stammen; aus eben jenen konkreten verbalisierungen elementarster triebhaftigkeit des mannes, in der die rose nicht rose ist, sondern direktes symbol f&uuml;r die onanie in der vagina der frau. Und in eben jenem selbstbezug des mannes &uuml;ber die rose ist wieder ein sein-an-sich des objektes hinauf bis in diese ebene angezeigt und zu beschreiben.</em></p>
<p><strong>Vaginalrose</strong></p>
<p>Ein fick ist ein fick ist ein fick ist ein fick.</p>
<p><strong>Des grimmes minnesang</strong></p>
<p>Stofftiere, voll von fluff<br />
und heiserer watte,<br />
legt auf die beiztische<br />
n&auml;chtlicher notfallambulanzen<br />
einen messwert, einen kreisch,<br />
zum auffahren und donnern und saufen!</p>
<p>Ohren kaufen und sie zu stopfen<br />
mit kieseln, kalk und bimsstein<br />
ist die wahre s&uuml;hne des leidenden,<br />
wie eingleich den schorf zu tr&auml;nken<br />
mit grauen fettaugen des beharrlichsten<br />
stumpfsinns.</p>
<p>Wer da halt! br&uuml;llt hat die schranke<br />
l&auml;ngst eingestaubt. Nichts so schlimm<br />
wie es ist! Ob blond, ob rot, ob braun -<br />
die seuche schneidet ihr gewinde in<br />
jeden faden glasbetrug.</p>
<p>Feigste nicht einst ein gott vom himmel,<br />
alles obst k&ouml;nne mensch zu scheisse<br />
wandeln ausser, ja ausser besagte<br />
apfelsorte? Und<br />
was solls?<br />
In geschlossenen tunfischdosen ist es<br />
mitunter dunkel und das beste gebiss<br />
ersetzt das schrot der flinte nur<br />
schwerlich. Doch bitter ist es in<br />
w&uuml;sten: dort herrscht schon der sand!</p>
<p><strong>Stillstand</strong></p>
<p>Flucht ins bett, vom hier in quirligen traum;<br />
vorm vorhang doch nur blind hetzende welt,<br />
graue tr&uuml;mmernde feindin. Stinkender dunst<br />
der rasenden, t&ouml;senden autos und menschen<br />
mit ihren widerw&auml;rtig steinernen fratzen.</p>
<p>Nichts tun, nichts, nichts tun k&ouml;nnen, wollen.</p>
<p>Wie soll es sein?, dr&auml;ngen doch all die<br />
fl&uuml;sternden gedanken ins bewusste durchvor,<br />
jeder &uuml;bervoll &uuml;bervoll mit zweifel und hass.<br />
Treibend auf d&uuml;sterstem gew&auml;sser. Kopfwelt und<br />
fluchtpunkt. Singularit&auml;t des seins. Und<br />
ersch&ouml;pft und leer und leer durch ein nichts<br />
sterben impulse so sie entstehen.</p>
<p>Jedes ein unerreichbares, jedes ein grund f&uuml;r<br />
die kapselung. Das morgen heisst verrotten.<br />
Heute ist stillstand. Isolierung. Ersehnte<br />
stille ohne ein wollen, ohne jedes k&ouml;nnen.</p>
<p>Der einkauf wartet, ein paar briefe wollen<br />
versandt, rechnungen bezahlt werden &#8211; es ist<br />
egal, ist viel zu unendlich weg und schon<br />
im scheitern eh es getan, &uuml;berfordert ohne<br />
einhalt. Eine briefmarke fehlt, chaos<br />
zerfrisst die vier w&auml;nde, nichts zu finden.</p>
<p>Peitscht etwas in die aussenwelt, reicht ein<br />
verletzender blick, ein stolpern oder die<br />
verpasste bahn, den tag zu beerdigen, in das<br />
archiv der nutzlosigkeit zu notieren.</p>
<p>In stillen n&auml;chten kreiselt im hirn gezahnte<br />
angst vorm bald um den warmen gedanken des<br />
suizids. Jedes tun ummauert, ummauert mit<br />
mir allein.</p>
<p>Und sie k&ouml;nnen nicht verstehen, die<br />
zusammenbr&uuml;che, die rastlose kraftlosigkeit,<br />
die inneren ketten, die minuten voll von<br />
sinnlosen tr&auml;nen; nicht den schmerz und das<br />
freisein von willen.</p>
<p>Verstehen nicht das vorbrechen der mania,<br />
des kurzen schubes hastige manifestation<br />
in der freude &uuml;ber eine blume am wegesrand<br />
&uuml;ber farbe und form der bewegten wolken;<br />
der lust am neuen, an der kitschigen<br />
halben stunde mit schr&auml;gem nachtigallgesang.<br />
Sie verstehen nicht.</p>
<p>Zusammenreissen soll man sich. Zeigen sollen<br />
sie es mir mit einem st&uuml;ck entzweitem papier,<br />
die d&uuml;belk&ouml;pfe voll von tand und plastik. Oder<br />
viel geh&ouml;rt: am riemen reissen &#8211; ach, fresst<br />
euch selbst ihr narrenbrut, erstickt an eurer<br />
gier, am lebensstandard und dem leichengift.</p>
<p>Trag mich, unwahre welt dort draussen, noch<br />
einen zeigersprung und vergiss mich dann,<br />
l&ouml;se mich auf.</p>
<p>Ein lebensja wird nicht empfangen<br />
aus den kalten hallen des kosmos.<br />
Vergeblich recken die reflektormulden<br />
sich dem rauschen des urknalls zu.<br />
Ein paar kelvin vom anbeginn der zeit<br />
fl&uuml;stern leis von sinnlosigkeit und<br />
verrecken.</p>
<p>Die nacktschnecke zieht ihres weges,<br />
eh ihr leben kurzj&auml;h zerknackt,<br />
unter dem druck schneller reifen.<br />
supernovae bringen bald schon<br />
neuen, heissen leidensstaub<br />
in die k&auml;lte.</p>
<p>Ein paar zirren,<br />
nur ein paar zirren<br />
am himmel<br />
l&ouml;schen die nacht.</p>
<p><strong>Kleine Eiche</strong></p>
<p>Wurzelst in schotter und sand<br />
zwischen den gleisen. Nur etwa ein<br />
dutzend bl&auml;tter, d&uuml;nnes &auml;stlein,<br />
was da einst ein baum werden m&ouml;chte.</p>
<p>Reckst dich tag f&uuml;r tag der sonne entgegen<br />
inhalierst den frischen regen. F&uuml;r die<br />
augen eines baumes: deine lebensspanne<br />
bisher kaum mehr als ein wimpernschlag.</p>
<p>Wirst bald schon verkr&uuml;ppelt, gek&ouml;pft,<br />
abgem&auml;ht vom st&auml;hlernen fahrgestell hastig<br />
blinden zuges, und welkst und stirbst -<br />
&uuml;bersehen und allein in der k&auml;lte eines<br />
sonnigen wintermorgens.</p>
<p><strong>Fast dort</strong></p>
<p>Die sonne k&uuml;sst ein letztes mal mit<br />
zartem schlaglicht nah vom horizont.<br />
Eine reihe pappeln, d&uuml;rrer hagebutten-<br />
busch, zaun und weide, mit fettigem<br />
graphit und harter linie eilig in die<br />
welt skizziert, drohen schwarze wolken<br />
sich am firmament plusternd, von<br />
n&auml;chtlichen regen.</p>
<p>Doch minuten bleiben, ein tapferes<br />
strahlentuch bricht noch einmal die<br />
wolken auf, eh das dunkel die welt<br />
ertr&auml;nkt. Ein fr&ouml;hlicher trugduft<br />
von apokalypse durchzittert die luft.</p>
<p>Im turm glockenschlag zur mitternacht.<br />
Ein st&uuml;ck den weg noch entlang, ein paar<br />
wenige minuten, k&ouml;nnte ich bei dir sein.<br />
Dort wo du morgens in den spiegel blickst,<br />
abends die musik spielen l&auml;sst. Dort<br />
k&ouml;nnte ich sein, vor verschlossener t&uuml;r,<br />
ein paar bilder im kopf, sind mehr egal<br />
als gestern noch, f&uuml;hrt mich ein anderer<br />
weg weiter, fort aus der erinnerung.</p>
<p>Tastende assel in einer profilkerbe des<br />
h&ouml;lzernen belags der br&uuml;cke, hat zeit<br />
wie ich. Schaut &#8211; und geht zur&uuml;ck in ihr<br />
dunkles versteck. Allein rauscht das<br />
wasser.</p>
<p>Die sch&ouml;pfung f&uuml;r welche wir uns hielten,<br />
nur eine zucht, sind wir doch nur die<br />
malmsubstanz f&uuml;r den geehrten gotteskiefer.<br />
Wie wir gott &uuml;ber unser vieh, ist gott das<br />
wahre ende der nahrungskette und kannibalen<br />
heilig, da sie wie der HERR sein wollen.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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