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	<title>Whitedarkness &#187; Kurzgeschichten</title>
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	<description>Ein offener Zusammenschluss hannoverscher Künstler</description>
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		<title>Das Wiedersehen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2005 20:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Die H&#228;user waren zershlagen, fast verschmolzen. Nichts was jemals an eine bl&#252;hende Stadt erinnerte stand noch. Elane ging die Stra&#223;e entlang Tr&#228;nen liefen &#252;ber ihr Gesicht. Das Haus, wo ihre Wohnung war, br&#246;ckelte als Steinhaufen nur vor sich hin. Die Sonne schien unabdingbar auf ihren kahlen Kopf.</p>
<p></p>
<p>- soll helfen die L&#228;use fern zu halten. Einige Menschen liefen verwirrt durch die Stra&#223;en. Der letzte Bombenangriff hat die Innenstadt v&#246;llig zerst&#246;rt. Elane hielt ein Foto in der Hand. Ein Fotot von einem Abend vor dem Krieg. Ein Jahr ist vergangen. Ein Jahr. Auf den Foto war sie mit ihren Freuden, ihre damaligen Freunde. Nun ist niemand mehr da und sie war alleine. Elane bog in die Rosennacherstra&#223;e ein. Dort war ein Lokal was sie vor langer Zeit gerne besuchte. Ein einfacher Schuppen. Sie stand vor der T&#252;r, das Geb&#228;ude war fast unbesch&#228;digt, und erinnerte sich an die alten Zeiten.</p>
<p>Elane tritt ein und sah lauter fremde Leute. Selbst die Bedienung kannte sie nicht mehr. &#8222;Morgen&#8220;, gr&#252;&#223;te sie ein Herr. &#8222;Herzlich Willkommen im Snarp&#8220; Sie l&#228;chelte, nickte freundlich und setzte sich an die Bar. &#8222;Ich lade dich auf einen Kaffee ein, den wirst du brauchen&#8220; Elane schaute hoch und erkannte zwei gr&#252;ne Augen die ihr bekannt vorkamen. &#8222;Peter?&#8220;, sagte sie. Der Mann l&#228;chelte: &#8222;Ja, Elane ich lebe noch.&#8220;Wie ein Blitz kam ihr die Erinnerung. Der Krieg begann schon voher. Alle hatten es gesp&#252;rt. Sie selber war unaustehlich geworden, ist fast durch gedreht vor Angst. Die Fernseher berichten jede Stunde von neunen Bedrohungen und Anschl&#228;ge, von Streiterein zwischen den Oberh&#228;uptern, von Intrigen und anderen Bedrohungen. Peter hatte ihre Angst mit bekommen. Leider. Aber nur solange bis Elane Hannover verlassen hatte. 6 Monate war sie zur See gefl&#252;chtet. Sie hatte es gesp&#252;rt. Amerika drehtedurch und griff Europa an. Und jetzt war es Winter. Jannuar. Deutschland war in Schutt und Asche. Eine Tr&#228;ne lief Elane &#252;ber die Wange. Peter sah es &#8222;Kleines, ist nicht so schlimm, der Krieg ist nun vorbei und wir haben verloren. Ein scheu&#223;liches Jahr. Ich bin froh das du noch lebst.Viele sind weg, einige gestorben, andere sind gefl&#252;chtet. Aber du bleibst, verstanden!&#8220;</p>
<p>Die junge Frau sah ihn an. Er l&#228;chelte. Langsam kam sie wieder in der Realit&#228;t. Sie sa&#223; ihm gegen&#252;ber und fragte ihn:&#8220; Wie soll es weiter gehen? Ich habe nix mehr und diese Stadt war meine Heimat. Kannst du mir verzeihen?&#8220; Peter l&#228;chelte und schenkte ihr noch einen Kaffee ein, drehte sich um und bediente noch einen anderen Gast. Dann ging er auf sie zu:&#8220;Kleines, du mu&#223;t einfach beweisen das du klar kommst. Aber du hast wirklich viel verloren. Ich auch. Niemand hat das verdient. Die N&#228;chte sind anders geworden. Alle die je mal zueinander hielten sind fort. Aber du bist wieder hier. Das ist ein Anfang und du bleibst verstanden!&#8220; Elane l&#228;chelte sie mochte ihn sehr, besonders wenn er seinen Ton so streng ihr gegen&#252;ber behauptet. Besonders wenn er danach l&#228;chelte. Seine Wiedederspr&#252;chlichkeit mochte sie schon damals. Er wollte nie mehr als das sie l&#228;chelte und das sie merkte das man vergeben kann. &#8222;Du musst lernen dir selber zu vergeben,&#8220; grinste er sie an. Sie nickte. Niemand konnte was f&#252;r diesen Krieg und so sa&#223;en die beiden Bekannten die ganze Nacht lang da und erz&#228;hlten sich viel. Berichte aus der vergangene Zeit. Aus einer Zeit wo alles leichter war. Wo das Leben noch vom Moment bestimmt war. Beide lachten.</p>
<p>&#8222;Ob das der letzte Angriff war?&#8220;, fragte Elane den alten Freund. Peter schaute sie an zuckte mit der Schulter :&#8220; Und wenn jetzt wei&#223; ich das du lebst. Kleines mach so was einfach nie wieder verstanden!&#8220; Elane lachte und schaute ihn an. Und der Alarm ging los</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Das zweite Bier</title>
		<link>http://whitedarkness.de/2005/11/23/das-zweite-bier</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2005 20:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira deJaanoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em> eine geschichte die einfach nur dazu da ist die sinnlichkeit des wartens zu beschreiben. wir menschen sind immer darauf fixiert im streben nach mehr gl&#252;ck die zeit zu ignoriern. Doch was passiert wenn wir dazu verdammt sind zu warten. wird dann das erhoffte uns jemals begegnen? </em></p>
<p></p>
<p><strong>  Das zweite Bier</strong></p>
<p>Markus sa&#223; da. Einfach nur da. Um ihn herum waren Menschen. Der Wind rauschte drau&#223;en an ihm vorbei. Das Bier vor der Nase. Ein Schluck. Er schaute aus dem Fenster und sah dem Regen zu. Viele Tage waren vergangen nach dem Ungl&#252;ck. Er rutschte mit seinem Hintern nach hinten und schaute nerv&#246;s in die Masse. Sein Blick wanderte endlang und begutachtet die Bedienung. Er nahm noch einen Schluck und schaute aus dem Fenster. Zehn minuten waren keine Zeit. Er hatte ein Leben lang auf sie gewartet. Es war Montag ein einfacher Montag. Jedoch es war was anders er wartete hier auf sie. Sie soll Montags immer hier sein, hatte man ihm erz&#228;hlt. Seit dem wartet er. Er wu&#223;te nicht wie das Wiedersehen sein w&#252;rde. Er hat sie nur immer wo anders gesehen. Sie sah gut aus, verdammt gut. Er vertraute ihr &#8211; immer noch.</p>
<p>Obwohl &#8211; doch er vertraute ihr immer noch, sagte er zu sich selber. Seufzte und nahm noch einen Schluck von der Flasche. Sie hatte strahlende blaue Augen, diese liebte er so sehr an ihr. Er wu&#223;te nicht wie es ihr geht. Sie hielt sich versteckt. Warum sie ihn meidet wu&#223;te er nicht. Es fing irgendwann mal an und dann war alles vorbei. Markus fragte damals Bekannte nach ihr. Aber niemand wu&#223;te was sie macht. Sie war einfach nur verschwunden. Ein Bekannter meinte vor kurzem zu ihm: &#8220; Sie sitzt immer im Cafe und lie&#223;t dort. Ein dickes Buch. Immer Montags ja Montags&#8220; Markus war schon lange nicht mehr in diesen Cafe. Das letzte mal mit ihr. Diese Augen verga&#223; er nie. Er nahm den letzten Schluck stellte die Flasche ab und bestellte ein neues. Er w&#252;rde ihr gerne sagen wie sehr er sie vermie&#223;te. Sie fehlte ihm richtig. Aber er w&#252;rde es nie zugegeben, denn dann h&#228;tten alle recht. Er starrte vor sich hin. Zwanzig Uhr f&#252;nfzehn. Ob sie heute nicht kommt?</p>
<p>Er starrte zur T&#252;r. Lange weilte sein Blick auf die T&#252;r. Neben der T&#252;r waren Flyers und Plakate von Veranstaltungen die er gut kannte dort war mal oft jetzt wurde er zu alt daf&#252;r. Eigendlich hatte er nur zuviel zutun, dass normale Leben forderte seinen Tribun. Gedanken verloren sah er aus dem Fenster weiter. Dann &#246;fnete sich die T&#252;r und sie kam herein l&#228;chelte als sie ihn sah. Markus stand auf um sie zu begr&#252;&#223;en:&#8220; wie geht es dir?&#8220;, fragte er sie. &#8222;Gut, habe eben noch ein Leben was viel abverlangt. Sch&#246;n, dass du hier bist wie kommt es dazu?&#8220; Markus hielt inne. Er fing an zu &#252;berlegen, ob er ihr beichten sollte das er auf sie gewartete hatte&#8230; er eingigte sich mal darauf ihr es nicht zu sagen: &#8220; Zuf&#228;llig &#8211; &#228;hm wollte nur ein Bier hier trinken&#8230; &#8220; Sie schlug die Augen auf: &#8222;fein, erz&#228;hl wie geht es dir?&#8220;</p>
<p>Er schaute in blaue Augen, die Augen die er so liebte. Er erschaut in ihr Gesicht das Gesicht was er so sehr liebte. Er l&#228;chelte und das zweite Bier kam ohne ein Wort.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Dein Herz</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2005 20:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nichts hat dir verraten, dass heute ein anderer Tag als sonst ist. Es war ein ganz gew&#246;hnlicher Tag, den du in deinem B&#252;ro verlebt hast. Ein paar Briefe, die &#252;blichen Texte, f&#252;r die du schon deine Sammlung an Textbausteinen bereit hattest. Preise zu dr&#252;cken f&#228;llt dir lange schon nicht mehr schwer, du bist darin sehr ge&#252;bt. Die &#252;bliche Arbeit, das &#252;bliche, schnell hineingestopfte Essen, die &#252;blichen Gespr&#228;che mit deinen Kollegen &#252;ber Autos, Handys und Computer. Die &#252;blichen zwei Stunden Mehrarbeit, von Nichts kommt Nichts.</p>
<p></p>
<p>Eine leichte Schw&#228;che und Unkonzentriertheit hat dich schon heute morgen genervt. Irgendwie fiel dir das Atmen schwerer als sonst, und beim Steigen der Treppen zum B&#252;ro bist du sogar au&#223;er Atem gekommen. Es war wie eine aufkommende Erk&#228;ltung, &#252;ber die du dachtest, dass du sie dir nicht leisten k&#246;nntest. Zu schnell verliert man zurzeit seinen Arbeitsplatz, zu eifrig sind die anderen Kollegen in ihrer kriechigen Schleimigkeit gegen&#252;ber dem Chef, wenn sie auf deinen leeren Stuhl lauern.</p>
<p>Du hast dich daran erinnert, wie du vor einem Jahr mit neununddrei&#223;ig Fieber zur Arbeit gegangen bist, wie du damals die schrillen Signale deiner K&#246;rpermaschinerie mit Paracetamol und Ibuprofen in einem Rahmen gehalten hast, der dir das Arbeiten erm&#246;glichte. Nur die &#220;berstunden hattest du in dieser Zeit weggelassen, und das erschien dir schon etwas riskant. Aber es ging gut, die Grippe ging vorr&#252;ber, und als du wieder gesund warst, da lag das halbe B&#252;ro darnieder und lie&#223; sich krank schreiben.</p>
<p>So hatte auch deine Krankheit noch ihr Gutes, konntest du doch anschlie&#223;end gut argumentieren, dass es mit Gehaltserh&#246;hungen in diesem Jahr nichts wird und dich als leuchtendes Beispiel des Einsatzes am Arbeitsplatz hinstellen. Es hat in diesem Jahr zehntausende von Euros gespart, und ein Teil dieser Ersparnis ging dir als Jahresabschlusspr&#228;mie zu. Und die war wirklich fett. Einsatz lohnt sich eben, und von Nichts kommt Nichts.</p>
<p>Dennoch, das willst du jetzt nicht schon wieder. Es war eine Schei&#223;zeit, diese f&#252;nf Wochen lang.</p>
<p>Doch f&#252;r heute ist erstmal Feierabend. Du hast es geschafft, und niemand hat dir etwas angemerkt. Und du bist zuhause angekommen und gehst wie &#252;blich die Treppen zu deinem Appartment im neunten Stock hoch. Wenn man soviel sitzt, muss man wenigstens in seiner Freizeit etwas Bewegung haben. In&#8217;s Fitness-Studio bist du heute schon nicht gegangen, weil du dich so ungewohnt schlapp f&#252;hlst.</p>
<p>Schon nach der ersten Etage bist du au&#223;er Atem. Du denkst dir kurz, dass es ja noch schlimmer als beim letzten Mal ist und dass du morgen bestimmt total verschnupft und mit dr&#246;hnendem Kopf aufwachen wirst. Aber du bist entschlossen, es auch dieses Mal durchzuhalten, morgen mit ge&#252;bt gespielter Fr&#246;hlichkeit ins B&#252;ro zu gehen, deinen Mann zu stehen und den Anderen zu zeigen, wo es langgeht. Aber f&#252;r heute kannst du endlich den W&#252;rgegriff deiner Krawatte lockern, es ist ja Feierabend. So lockerst du deinen Schlips etwas und &#246;ffnest den oberen Hemdknopf — eine wahre Erleichterung.</p>
<p>Du warst immer schon ein K&#228;mpfer. Ein guter und erfolgreicher. Du sagst dir, dass du ein Gewinner bist und dass du einer bleiben willst.</p>
<p>Im Aufzug ein gro&#223;er Spiegel. Angebracht, damit &#228;ngstlichen Naturen die Enge der Kabine nicht zu beengend erscheint. Du bist nicht &#228;ngstlich, nimmst das Angebot des Spiegels entgegen und betrachtest deine Erscheinung mit diesem ge&#252;bt abw&#228;genden Blick, den sonst immer dein Gegen&#252;ber sp&#252;ren muss. Schick siehst du aus, in deinem Kampfanzug aus Nadelstreifen und dem glatten, businessblauen Hemd, aber das beachtest du kaum noch, weil du diese Larve jeden Tag tr&#228;gst. Du sagst dir, dass du dich gut gehalten hast f&#252;r deine dreiunddrei&#223;ig Jahre, das regelm&#228;&#223;ige Training und die teuren Kosmetika zahlen sich doch aus. Aber gegen die aufkommenden grauen Str&#228;hnen im Haar und die beginnende Glatze musst du unbedingt etwas tun, es l&#228;sst dich ja &#228;lter aussehen als du bist. Ein kraftvolles, jugendliches Auftreten ist f&#252;r deinen Job unentbehrlich, und wenn du f&#252;r j&#252;nger gehalten und deshalb von den Kunden untersch&#228;tzt wurdest, hat es sich immer beim Abschluss gelohnt. Und damit hat&#8217;s sich auch f&#252;r dich gelohnt, und das soll auch so bleiben. Von Nichts kommt Nichts.</p>
<p>Ein voll klingender Gong, die Schiebet&#252;re &#246;ffnet sich und du bist da. Du gehst zu deinem Appartment, schlie&#223;t die T&#252;r auf und gehst hinein. Endlich ist wirklich Feierabend, endlich bist du allein.</p>
<p>Zeit f&#252;r das gewohnte Abendritual. Und so gehst du zu deinem Barschrank, schenkst dir ein ordentliches Glas Whiskey ein und holst eine Valium aus der Packung. Wahrscheinlich wirst du gleich Kopfschmerzen, vielleicht sogar etwas Fieber bekommen, und deshalb suchst du auch eine Paracetamol raus. Du gehst mit dem Glas und den beiden Tabletten zu deinem gro&#223;en, bequemen Ledersessel und setzt dich. Ein kurzer Druck auf den Knopf, und die R&#252;ckenlehne geht mit leisem motorischen Summen etwas zur&#252;ck, damit du dich etwas — aber nicht zu sehr — zur&#252;cklehnen kannst. Du nimmst die beiden Tabletten in den Mund und sp&#252;lst sie mit dem Glas Whiskey herunter.</p>
<p>Und w&#228;hrend der Whiskey brennend warm in den Magen rinnt, Valium und Paracetamol mit sich nimmt und dabei das vertraute wohlige Gef&#252;hl verbreitet, fragst du dich, wie schwierig dein Leben wohl ohne Medikamente w&#228;re. Wenn man, wie du, jeden Tag das Letzte aus sich herausholen muss, dann sind die kleinen Pillen ein wahrer Segen. Gut, dass der Arzt so schnell mit dem Rezeptblock ist, so gibt&#8217;s morgens eine Ritalin zum Wachwerden und zum Abend eine Valium zum Runterkommen und Abschalten, schlie&#223;lich ist ein guter Schlaf wichtig f&#252;r die Leistungsf&#228;higkeit.</p>
<p>Du lehnst dich in deinem Sessel zur&#252;ck und greifst nach der Fernbedienung, willst wie jeden Abend die News sehen.</p>
<p>Und pl&#246;tzlich wird alles ganz real.</p>
<p>Ein schrecklicher Schmerz f&#228;hrt in deine Brust wie ein Blitz. Und bei jedem Einatmen oder Ausatmen ist&#8217;s, als wolle der Schmerz nicht in der Brust bleiben und sucht Raum im Bauch, in den Armen, ja, in den Zehenspitzen. Du willst eigentlich nicht mehr atmen, aber mit gro&#223;er Disziplin zwingst du dich dazu. Doch es ist dir, als wenn du erstickst. Du h&#228;ltst einen Knopf an deinem Sessel gedr&#252;ckt und das gro&#223;e Fenster &#246;ffnet sich weit, l&#228;sst Stra&#223;enl&#228;rm und abendk&#252;hle Luft in das Zimmer.</p>
<p>Es hilft nicht.</p>
<p>Es ist dir, als l&#228;ge eine bleierne Platte auf deiner Brust. Jeder Atemzug wird zum schmerzhaften und anstrengenden Kampf. Du bekommst Angst. Es ist keine Angst vor dem Sterben, du denkst gar nicht an das Sterben und kannst dir auch nichts darunter vorstellen. Es ist Angst in ihrer rohesten Form, eine Angst vor der baren Ausl&#246;schung, vor der vollkommenen Vernichtsung. Es ist eine Angst, als drohte dein K&#246;rper mit gro&#223;er Wucht gegen eine harte, kalte Wand geschleudert zu werden und wie eine Porzellanpuppe zu zersplittern in tausende und tausende schmerzerf&#252;llter Scherben und St&#228;ube. Niemals zuvor in deinem Leben hast du eine solche Angst gehabt.</p>
<p>Du h&#246;rst dein Herz schlagen, schnell und sehr unregelm&#228;&#223;ig. Dir ist hei&#223; und du frierst. Du brauchst einen Arzt. Dringend. Du willst zum Telefon greifen. Du kannst nicht. Du kannst nicht, weil dein Arm dir nicht gehorcht und einen deutlichen Widerstand gegen die Bewegung f&#252;hlt. Du zwingst dich, auf deinen Arm zu schauen, und du siehst, dass sich deine Hand im Leder des Sessels festgekrallt hat und du kannst diesen verzweifelt Halt suchenden Griff nicht mehr l&#246;sen. Und in diesem Moment bemerkst du zum ersten Mal, dass jeder Muskel deines K&#246;rpers angespannt zu sein scheint. Du versuchst diese Anspannung zu l&#246;sen, aber es gelingt dir nicht. Das Wort »Tod« kommt in dein Bewusstsein, aber du willst es dort nicht haben und versuchst, an etwas anderes zu denken.</p>
<p>Und dann geschieht alles wie in Zeitlupe. &#196;ngstlich zusammengekauert und zusammengekrampft, jeder Atemzug ist eine schmerzhafte Plackerei gegen diese dr&#252;ckende, unsichtbare Bleiplatte, h&#246;rst du nur noch das schrille Gekreisch deiner Gedanken und deinen beunruhigend stotternden Herzmotor. Und mit jedem Sto&#223; Blut durch deinen K&#246;rper scheint auch eine Woge des Schmerzes durch deinen K&#246;rper gepumpt zu werden.</p>
<p>Du bist vollkommen hilflos. Du versuchst das erste Mal seit deiner Kindheit zu beten. Du wei&#223;t leider nicht mehr, wie das geht. Und so bleibt dein Gebet ungesprochen.</p>
<p>Du lauschst deinen wirren Gedanken wie ein Zuh&#246;rer aus weiter Ferne. L&#228;ngst vergessene Erinnerungen schreien dich an. Du siehst dich wie einen Fremden im Spiegel des Vergessens. Der Film l&#228;uft r&#252;ckw&#228;rts, in rasendem Tempo; die Menge der Szenen &#252;berschneidet sich im Mahlstrom des Ged&#228;chtnisses. Und doch ist alles ganz klar.</p>
<p>Du siehst, wie dein Chef dir anerkennend gratulierte, als du einen Mitarbeiter rausgeekelt hast und ihn vorher f&#252;r sechs Monate ohne Gehalt arbeiten lie&#223;est. Und du h&#246;rst den Gedanken erneut, dass er jetzt, in der Psychatrie, ja in guten H&#228;nden sei, w&#228;hrend der Betrieb zehntausende von Euro gespart hat f&#252;r die Abfindung und die Geh&#228;lter.</p>
<p>Du siehst, wie du deinen Vorg&#228;nger verdr&#228;ngt hast. Das war zwar nicht die feine englische Art, wie du ihn mit gezielten Sabotagen und b&#246;sen Ger&#252;chten an den Rand des Nervenzusammenbruches brachtest und letztlich die Fehler proviziertest, die er dann machen musste, aber es war effektiv und erfolgreich. Er h&#228;tte ja ein bisschen k&#228;mpfen k&#246;nnen.</p>
<p>Du siehst, wie du die Kunden &#252;ber&#8216;n Tisch gezogen hast. Wie du die Vertr&#228;ge und Angebote so formuliert hast, dass sie es einfach falsch verstehen mussten. Niemand hat darin ein so gro&#223;es Geschick gehabt wie du, und niemand konnte so schamlos l&#252;gen. Die waren doch auch selbst schuld in ihrer bodenlosen Gl&#228;ubigkeit; Gesch&#228;ft ist Gesch&#228;ft. So stiegst du in kurzer Zeit vom einfachen Verk&#228;ufer zur rechten Hand deines Chefs auf, eine gro&#223;artige Karriere.</p>
<p>Du siehst, wie du mit Cornelia umgegangen bist, der einzigen Beziehung, die du jemals hattest. Dass Weiber auch immer vom Heiraten faseln m&#252;ssen und dabei von einem H&#228;uschen und zwei Kindern und ganz viel gemeinsamer Zeit tr&#228;umen. Das h&#228;tte sie sich doch denken k&#246;nnen, dass so etwas nicht in deinen Lebensentwurf passt, das viele Geld hat sie schlie&#223;lich auch genommen. Und von Nichts kommt Nichts. Wirklich ein voller Erfolg, wie du sie so eingesch&#252;chtert hast, dass sie niemals Unterhalt f&#252;r den kleinen David wollte. Nie wieder eine Beziehung, sagtest du dir danach, so etwas kann einem ja die ganze Kraft rauben. Und danach hast du die vom Geld geblendeten Weiber genauso angelogen wie deine Kunden, und du brauchtest nie mehr in den Puff zu gehen. Das hat viel Geld gespart. Die Weiber sind ja auch selbst schuld, wenn sie auf so etwas abfahren.</p>
<p>Du siehst, wie du mit glatten L&#252;gen an den Job gekommen bist, wie du dich mit simulierter Krankheit vor&#8216;m Wehrdienst gedr&#252;ckt hast, weil du diese Zeit nicht verlieren wolltest, wie du dich flink durch&#8217;s BWL-Studium gemogelt hast, wie du dich in der Schule mit Attesten vor den Betriebspratika dr&#252;cktest, weil du dir f&#252;r richtige Arbeit zu schade warst, die einem Menschen doch nur daran hindert, richtiges Geld zu verdienen. Du siehst, wie du in der ganzen Schulzeit aus der Unbeholfenheit und Dummheit deiner Mitsch&#252;ler klingende M&#252;nze machtest. Schlie&#223;lich siehst du noch, wie du schon im Sandkasten kleineren Kindern die Spielsachen stahlst, um sie anderen zu verkaufen oder gegen deine W&#252;nsche einzutauschen und wie du dir von fr&#252;h an die W&#228;rme und Zuneigung deiner Mutter erfolgreich reserviertest und dabei zum ersten Male lerntest, wie einfach die Psyche der Menschen gestrickt ist. Eine Lehre, die dir im ganzen Leben weiterhalf.</p>
<p>Ein klares Muster. Ein volles und erfolgreiches Leben auf der Siegerstra&#223;e. Im Schnelldurchlauf. Gro&#223;er Stolz mit vollem Recht. Kein Grund, jetzt schon zu sterben. Auch diesen Kampf jetzt glaubst du zu gewinnen, ganz, wie du&#8217;s gewohnt bist.</p>
<p>Der Film ist zu Ende. Die Gedanken verstummen. Was bleibt, ist nur noch der Schmerz, die Angst, das angestrengte Atmen und das beunruhigend unregelm&#228;&#223;ig schlagende Herz. Du f&#252;hlst, wie sich Harn und Kot in deine feine Kleidung entleeren und ein warmes Gef&#252;hl verbreiten. Du denkst noch, dass es ein durchaus angenehmes Gef&#252;hl w&#228;re, wenn&#8217;s nicht so schmutzig w&#228;re und nicht so stinken w&#252;rde; diese weiche W&#228;rme in der Hose.</p>
<p>Und auf einmal h&#246;rst du das Herz nicht mehr. Es bleiben nur noch Schmerz und Angst. Die Zeit dehnt sich in&#8217;s Unendliche, w&#228;hrend namenlose Panik den gel&#228;hmten K&#246;rper durchf&#228;hrt. Ein Schrei, der ungeschrieen bleibt, war dein letztes Bed&#252;rfnis. Dunkelheit. Nichts. Ewiges Nichts.</p>
<p>Du bist tot.</p>
<p>Am Montag wird man dich finden, weil du nicht im B&#252;ro erscheinst, dich nicht abmeldest und nicht an&#8217;s Telefon gehst. Am Nachmittag wird dein Chef denken, dass es besser sei, die Polizei zu verst&#228;ndigen. Es k&#246;nnte ja etwas passiert sein. Und zwei Polizeibeamte werden erst klingeln und dann die T&#252;r aufstemmen. Dann finden sie deinen K&#246;rper, der bei aller in&#8217;s Gesicht geschriebenen Panik zum ersten Mal ein wenig friedlich aussieht, und dann kommt ein Polizist in&#8217;s B&#252;ro und sagt deinem Chef, dass du tot bist. Diese Nachricht verbreitet sich sehr schnell in der Firma, und bei aller gespielten Betroffenheit sind die meisten deiner Kollegen klammheimlich froh. Nur dein Chef ist ein wenig traurig, weil er einen guten Kaufmann verloren hat, der an vielen Gesch&#228;ftserfolgen beteiligt war.</p>
<p>Doch jetzt ist Freitagabend. Dein K&#246;rper wird langsam k&#228;lter, und er gibt im toten Zustand zum letzten Male ein Ger&#228;usch von sich, wenn sich die Lunge zum letzten Mal entleert; ein mechanischer Luftzug &#252;ber die Stimmb&#228;nder, ein st&#246;hnendes Gerassel aus erstarrtem Mund. Wenn jemand bei dir w&#228;re, er w&#252;rde sich gruseln. Aber du bist tot und allein.</p>
<p>Am Montagabend werden sie dich mit schwarzem Wagen zur Gerichtsmedizin fahren und ein Forensiker wird deinen K&#246;rper aufschneiden, um zu ermitteln, woran du gestorben bist. Es war ein Herzinfarkt. Du wirst einen letzten Nachhall in der Mortabilit&#228;tsstatistik finden und einige Zahlen um ein paar hundertstel Promille in die andere Richtung bewegen, weil keiner der &#252;blichen Risikofaktoren auf dich zutraf. Du hast immer sehr gesund gelebt.</p>
<p>F&#252;r deine Kollegen wird&#8217;s etwas k&#252;rzer: »Es war das Herz«, werden sie sagen. Ein kurzes Wort f&#252;r die Krankheit deines ganzen gierigen Lebens. Deine Mutter wird&#8217;s am Dienstagabend telefonisch von der Polizei erfahren, obwohl sie eigentlich nichts mehr von dir wissen will. Seit du mit siebzehn Jahren ausgezogen bist, hast du dich nicht mehr pers&#246;nlich bei ihr gemeldet und nur zum Geburtstag oder zu Weihnachten eine Karte geschickt. Zuletzt hattest du auch das vergessen, weil du so sehr mit deiner Karriere besch&#228;ftigt warst. Von Nichts kommt Nichts. Obwohl du viel Geld hinterl&#228;sst, wird sie das Erbe ausschlagen. W&#228;hrend sie diese Formalit&#228;t beim Rechtspfleger am Amtsgericht erledigt, wird sie das einzige Mal ein paar Tr&#228;nen deinetwegen weinen. Aus der w&#228;re nie eine gute Gesch&#228;ftsfrau geworden, so viel Geld einfach liegen zu lassen! So fallen die Fr&#252;chte deiner Arbeit an jenen Staat, dem du beinahe jeden Steuervorteil abgetrotzt hast und den du ansonsten sehr erfolgreich betrogen hast.</p>
<p>Da sich kein Verwandter oder naher Bekannter darum k&#252;mmert, wird dein Chef die Bestattung ausrichten lassen. Du bekommst eine au&#223;ergew&#246;hnlich gro&#223;e Todesanzeige mit lobenden und ehrlich dankbarem Text f&#252;r dein Schaffen und den Namen vieler Kollegen darunter. Am Donnerstag morgen, es wird ein sch&#246;ner, sonniger Tag sein, versenken sie deinen Sarg in der Erde. Deine Mutter kommt nicht, und so geschieht&#8217;s im Kreise deiner Kollegen, deren Anteilnahme ziemlich gering bleibt. Der professionelle Redner ist froh dar&#252;ber, da dies die Anspr&#252;che an seine Rede gering h&#228;lt und er sich nicht w&#228;hrend der Trauerfeier gegen schmerzliche Gef&#252;hle der Versammelten abgrenzen muss. Auf dem Weg von der Kapelle zum Grab werden sie sich &#252;ber deine Nachfolge streiten. Der anschlie&#223;ende Leichenschmaus findet wohlwollende Annahme, dein Chef l&#228;sst sich wirklich nicht lumpen. Es &#252;berwiegt die Freude, dass du nicht mehr da bist, aber die wird man erst in ein paar Wochen offen &#228;u&#223;ern — man ist schlie&#223;lich gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ig h&#246;flich. W&#228;hrend der Bestattung gibt&#8217;s noch den gew&#246;hnlichen Mummenschanz, den man auch beim Kunden auff&#252;hrt, und f&#252;r diesen Tag ist Betroffenheit und Ernst angesagt, der Chef legt vor.</p>
<p>Es wird das angemessene Ende f&#252;r dein erfolgreiches Leben sein.</p>
<p>Drei Monate sp&#228;ter bist du vergessen.</p>
<p>Es ist dein Herz gewesen, was das Vergessen so einfach machen wird.</p>
<p>Von Nichts kommt Nichts.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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		<title>Der letzte Tanz</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2005 20:54:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der letzte Tanz ist meine erste Kurzgeschichte. der letzte Tanz Die Stra&#223;en waren leer. Der letzte Zug fuhr schon vor einer halben Ewigkeit und der Regen blieb schon lange aus. Im trockenden Wind ging sie einfach die Stra&#223;e entlang. Es war eine normale Nacht und ein normaler Tag, dachte sie. Jedoch war es einfach nur wie immer. Nix konnte sich mal &#228;ndern. Die Planzen verdorrten weiter am Wegesrand, weil die Sonne am Tage unerbittlich das Letzte an Leben aus ihnen herraussaugte. In der Ferne sah sie Lichter von einem Wirtshaus, wo auch Kl&#228;nge von fr&#246;hlicher Musik zu h&#246;ren war. Sie faste jedes mal Mut wieder dort hinzugehen, doch kurz vor der T&#252;r drehte sie um und ging wieder wie immer nach Hause. Diesmal hatte sie kein zuhause. Sie ging einfach nur die Stra&#223;e entlang und f&#252;hlte den leichten Sommerwind auf ihrer Haut. Tr&#228;nen flossen diesmal &#252;ber ihr Gesicht. Ein Schmerz den sie niemehr loswerden wird, verfolgt sie und zerfetzte das ganze Gl&#252;ckliche in ihrem Herzen bis nur noch Bitterkeit in ihr bleiben sollte. Sie war zu m&#252;de zum k&#228;mpfen. Sie war ersch&#246;pft. Unendliche Stunden vergingen zwischen ihrem Weg und dem Gasthaus. Manchmal schaute sie durch das Fenster. Die Menschen waren gl&#252;cklich. Einmal war sie im Fr&#252;hling da. Da war ein Fest und sie durfte mal eine Stunde daran teilnehemen aber sie schaute nur zu und ging wieder weiter. Diesmal wollte sie wirklich einfach wieder w&#228;rme sp&#252;ren, Menschen sehen und die Musik genie&#223;en. Als sie n&#228;her kamm, erinnerte sie sich, wie sie als Kind mit ihren Eltern das Gasthaus besuchten. Es wurde viel gelacht und sich unterhalten und sie konnte mit den andern Kinder spielen. Der Wirt hatte sie gerne. Er schenkte ihr mal eine Rose. Eine rote Rose und l&#228;chelte und meinte: &#8222;Wenn du gro&#223; bist und wieder kommst dann werden wir tanzen.&#8220; Seit dem hat sie das Lokal nicht mehr betreten. Sie hatte Angst zu tanzen denn die kleinen F&#252;&#223;e waren sehr eigenwillig und verletzbar. Sie hat sich neue Schuhe gekauft f&#252;r diesen Abend. Ihr Kleid war schlicht schwarz &#8211; ging bis zum Kn&#246;chel. Lange ist es her als da war. Sie stand vor der T&#252;r und zitterte. Sie liebte Musik. Was nur aus dem Scherbenhaufen geblieben ist, ein Funke an Erinnerung, der sie daran erinnert wie wundervoll das Leben sein k&#246;nnte. Ihre letzte Stunde, ihr letzter Tag und sie wollte tanzen. Einfach nur tanzen. Sie &#246;ffnete die T&#252;r und sah ihn als alten Mann der l&#228;chelte und der Mond ging unter.</p>
<p><small>Eine Verwendung dieses Feeds im kommerziellen Kontext verst&#246;&#223;t gegen das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt von einer kommerziellen oder werbefianzierten Website angezeigt wird, macht sich der Betreiber dieser Site einer Urheberrechtsverletzung schuldig. (Fingerprint: c6f9a6c89eff7d95357af4c8c1ba471a)</small></p>]]></description>
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