Meine Klatsche
fliegen fliegen
klatscht die fliegenklatsche
fliegen an die wand –
dank der hand.
ohne hand
flögen fliegen
voller fleiße
flugs in scheiße
dann in mein gesicht –
ich mag das nicht.
die fliege flog,
die wand sie zog;
sie hat gedacht:
„genug gemacht, ich ruhe jetzt“–
sie ward zerfetzt.
Ein wichtiger Nachtrag auf die Frage: „Schön, schön, und was möchte der Autor uns mit diesen erquicklichen Worten nun sagen?“
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Nachruf für Terri Schiavo
Das ist eine etwas ältere Geschichte, die damals in den Medien breit getreten wurde. Obwohl die „Story“ schon lange nicht mehr aktuell war, habe ich diesen Text dennoch auf der Whitedarkness Sieben vorgetragen.
Terri Schiavo wurde am dritten Dezember 1963 in Philadelphia geboren. Sie litt an Bulimie. Wegen dieser Essstörung kam es am fünfundzwanzigsten Februar 1990 zu einem Kaliummangel, der wiederum zu einem Herzstillstand führte. Das Gehirn wurde für längere Zeit nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und schwer geschädigt, Terri Schiavo fiel in ein Wachkoma. Nach Meinung der Ärzte wäre es nicht möglich gewesen, Terri Schiavo aus dem Koma aufzuwecken, da der Hirnschaden umfangreich und irreparabel gewesen sei. Der Ehemann von Terri Schiavo fand sich mit dieser Diagnose ab, und da er ihren Wunsch Genüge tun wollte, dass sie bei unheilbarer Krankheit nicht künstlich am Leben gehalten werden wolle, stellte er einen gerichtlichen Antrag auf Entfernung des Nahrungsschlauches. Die Eltern wollten hingegen die Behandlung auf jeden Fall fortsetzen, da sie an eine Heilungschance glaubten. Diese Lage führte zu einem siebenjährigen Rechtsstreit, der erst am 18. März damit endete, dass dem Antrag auf Entfernung des Nahrungsschlauches stattgegeben wurde. Terri Schiavo starb am 31. März 2005. Der Auseinandersetzung um diesen ethischen, medizinischen und juristischen Grenzfall wurde große und weltweite mediale Aufmerksamkeit zu Teil, bei der überreich alle nur denkbaren moralischen und religiösen Argumente breitgetreten wurden.
Kategorie Text | 0 Kommentare »
Das Wiedersehen
Die Häuser waren zershlagen, fast verschmolzen. Nichts was jemals an eine blühende Stadt erinnerte stand noch. Elane ging die Straße entlang Tränen liefen über ihr Gesicht. Das Haus, wo ihre Wohnung war, bröckelte als Steinhaufen nur vor sich hin. Die Sonne schien unabdingbar auf ihren kahlen Kopf.
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Das zweite Bier
eine geschichte die einfach nur dazu da ist die sinnlichkeit des wartens zu beschreiben. wir menschen sind immer darauf fixiert im streben nach mehr glück die zeit zu ignoriern. Doch was passiert wenn wir dazu verdammt sind zu warten. wird dann das erhoffte uns jemals begegnen?
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Dein Herz
Nichts hat dir verraten, dass heute ein anderer Tag als sonst ist. Es war ein ganz gewöhnlicher Tag, den du in deinem Büro verlebt hast. Ein paar Briefe, die üblichen Texte, für die du schon deine Sammlung an Textbausteinen bereit hattest. Preise zu drücken fällt dir lange schon nicht mehr schwer, du bist darin sehr geübt. Die übliche Arbeit, das übliche, schnell hineingestopfte Essen, die üblichen Gespräche mit deinen Kollegen über Autos, Handys und Computer. Die üblichen zwei Stunden Mehrarbeit, von Nichts kommt Nichts.
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Dein leichenwagen
Du mensch mit dem abglanz des todes auf deinem antlitz, mit deiner faust voll wahnsinn und deinem kopf voller traumgespinnst! Du niemals zahlen wollender fahrgast im karussell der spiralarme einer unermesslichen galaxie, du erdbewohner mit deiner zerschlagenen, brennenden behausung, du ungeduldig harrender in der alles zermalmenden maschinerie, du wartegeist, du bückgeist, du ungeist — wenn du ohren hast zum hören, dann höre:
Du krampf, du selbst, du fleischige narzisse! Dein warmer kopf verheisst dir fieberträumende ewigkeiten, und du schaffst dir neblige gottheiten aus denkdunst, geld und technik. Nenn dein eigenes geschöpf den schöpfer, setze dich auf den lügenthron deiner herrlichkeit, sing lauter das jubellied des fortschritts, du narr!
Denn es bleibt stumm, wenn du zu deinem gott rufst, um dich damit zum gott zu machen. Stumm wie der erstickte schrei aus deiner hoffnungslos hoffenden seele. Stumm wie das schweigen der mampfenden, alles konsumierenden massen, in denen du mit deinem irrlicht leuchtturm spielen willst. Stumm wie die mühlsteine der zeit, die als kalte maschine den staub mahlen, aus dem deinesgleichen gemacht ist. Lausche doch nur einmal dem wohlklang der stille, der realität, du sekundenwesen!
Du eifernder hausierer der todesangst, der verlorenen lebenslust, der gier und der nichtsigen schwingen empor! Du hämmernd schmied der schweren ketten für die seele! Du gläubiger mit deinen notleidenden, selbst geschriebenen wechseln! Da ist kein wärmendes vaterherz erbaut aus deiner hirngeborenen macht und herrlichkeit. Da bist nur du selbst. Da ist nur hier. Da ist nur jetzt. Und du bist hier allein mit deinem unendlichen kindischen stolz, nur manchmal abgelenkt und unterhalten und zum schein etwas wacher. Einsam, verlassen und verkauft und doch rosaglittrig träumend im brennenden bett. Du und dein gieriges rauchopfer von schwarzöl, erdpech und ausbrennenden atomen. Es stinkt zum himmel, wenn du alles um dich herum zur asche machst für deinen gott aus geld.
Und das einzige licht, welches den rauchigen nebel zwischen dir und der dunklen ungewissheit des immer wieder morgen durchdringt, es ist die gleißende nebelschlussleuchte eines leichenwagens, dem du voller hoffnung folgst.
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Der letzte Tanz
Der letzte Tanz ist meine erste Kurzgeschichte. der letzte Tanz Die Straßen waren leer. Der letzte Zug fuhr schon vor einer halben Ewigkeit und der Regen blieb schon lange aus. Im trockenden Wind ging sie einfach die Straße entlang. Es war eine normale Nacht und ein normaler Tag, dachte sie. Jedoch war es einfach nur wie immer. Nix konnte sich mal ändern. Die Planzen verdorrten weiter am Wegesrand, weil die Sonne am Tage unerbittlich das Letzte an Leben aus ihnen herraussaugte. In der Ferne sah sie Lichter von einem Wirtshaus, wo auch Klänge von fröhlicher Musik zu hören war. Sie faste jedes mal Mut wieder dort hinzugehen, doch kurz vor der Tür drehte sie um und ging wieder wie immer nach Hause. Diesmal hatte sie kein zuhause. Sie ging einfach nur die Straße entlang und fühlte den leichten Sommerwind auf ihrer Haut. Tränen flossen diesmal über ihr Gesicht. Ein Schmerz den sie niemehr loswerden wird, verfolgt sie und zerfetzte das ganze Glückliche in ihrem Herzen bis nur noch Bitterkeit in ihr bleiben sollte. Sie war zu müde zum kämpfen. Sie war erschöpft. Unendliche Stunden vergingen zwischen ihrem Weg und dem Gasthaus. Manchmal schaute sie durch das Fenster. Die Menschen waren glücklich. Einmal war sie im Frühling da. Da war ein Fest und sie durfte mal eine Stunde daran teilnehemen aber sie schaute nur zu und ging wieder weiter. Diesmal wollte sie wirklich einfach wieder wärme spüren, Menschen sehen und die Musik genießen. Als sie näher kamm, erinnerte sie sich, wie sie als Kind mit ihren Eltern das Gasthaus besuchten. Es wurde viel gelacht und sich unterhalten und sie konnte mit den andern Kinder spielen. Der Wirt hatte sie gerne. Er schenkte ihr mal eine Rose. Eine rote Rose und lächelte und meinte: „Wenn du groß bist und wieder kommst dann werden wir tanzen.“ Seit dem hat sie das Lokal nicht mehr betreten. Sie hatte Angst zu tanzen denn die kleinen Füße waren sehr eigenwillig und verletzbar. Sie hat sich neue Schuhe gekauft für diesen Abend. Ihr Kleid war schlicht schwarz – ging bis zum Knöchel. Lange ist es her als da war. Sie stand vor der Tür und zitterte. Sie liebte Musik. Was nur aus dem Scherbenhaufen geblieben ist, ein Funke an Erinnerung, der sie daran erinnert wie wundervoll das Leben sein könnte. Ihre letzte Stunde, ihr letzter Tag und sie wollte tanzen. Einfach nur tanzen. Sie öffnete die Tür und sah ihn als alten Mann der lächelte und der Mond ging unter.
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Die Predigt des Todes
Lasse die Menschen Angst haben! Verstehe richtig, Angst, nicht Furcht, denn Furcht hat eine Richtung und eine Ursache, was die bewusste Auseinandersetzung mit ihr ermöglicht, während die namenlose und vielgestaltige Angst das Handlungsvermögen der Menschen in Passivität steinert und sie fügungsvoll auf Instruktionen warten lässt, die sie willig annehmen, wenn sie nur glauben, damit die Fessel der Angst abstreifen zu können.
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